Schöner Abenteuerfilm für die ganze Familie, der ein Märchen wie aus "Tausend und einer Nacht" mit Realismus verbindet.

Kinostart: 19.10.2006

Aziza Nadir

Aziza Nadir
als Za

Sami Bouajila

Sami Bouajila
als Mustapha

Simon Abkarian
als Omar

Michel Favory
als Abdellatif

Assaad Bouab
als Kadour

Lounès Tazairt
als Barak

Hassam Ghancy
als Djilhali

Taieb Ajedig
als Moncef

Mohamed Bouhiri
als Hassan

Mohamed Majd
als Imam

Die Handlung von Zaïna, Königin der Pferde

Zaïna (Aziza Nadir) ist verzweifelt: Mit dem Tod seiner Mutter Selma hat das junge Mädchen den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren - und steht gleichzeitig vor einer unmöglichen Wahl. Entweder bleibt Zaïna in der Obhut ihres verhassten Stiefvaters Omar, von dem sie glaubt, dass er ihre Mutter getötet hat. Oder sie geht mit ihrem leiblichen Vater Mustapha mit - ein Mann, den sie am Tag der Beerdigung zum ersten Mal sieht und der ihr vollkommen fremd ist.

Als Couscous-Western apostrophiert Drehbuchautorin Juliette Sales diesen Publikumserfolg von Locarno 2005, in dem vor atemberaubender Landschaft ein Mädchen und sein Vater einander im Pferdesattel näher kommen.

Die junge Zaîna will nach dem Tod der Mutter nicht bei deren Möchtegern-Liebhaber Omar, der ihren Tod verursachte, bleiben - und lässt sich - wenn auch widerstrebend lieber vom unbekannten Vater Mustafa, einem Nomaden, mitnehmen. Ihr beschwerlicher Weg führt sie über das monumentale Gebirge, um an einem legendären Wettrennen teil zu nehmen.

Nach dem Tod ihrer Mutter schließt die junge Zaina sich ihrem Vater, dem Nomaden Mustafa, an, den sie nie zuvor gesehen hat. Die beiden müssen sich auf die Flucht vor Omar begeben, der für den Tod von Zainas Mutter verantwortlich ist. Ihr Weg zu einem monumentalen Pferderennen führt Vater und Tochter über das riesenhafte Atlas-Gebirge, wo sie sich nicht nur Omars Häschern, sondern auch einer Bande von Pferdedieben erwehren müssen, und dabei langsam Vertrauen zueinander gewinnen.

Kritik zu Zaïna, Königin der Pferde

Schönes Filmmärchen, das die kantige Landschaft des Atlas und die kantigen Gesichter seiner Protagonisten ins Bild-Zentrum rückt.

Beim Internationalen Filmfestival in Locarno mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, beginnt das Märchen für Erwachsene und Kinder mit "es war einmal". Geschichten aus "Tausend und einer Nacht" standen denn auch Pate. Früher sollten sie den Sultan unterhalten, nun sollte es diesem orientalischen Märchen bei einem zeitgenössischen Publikum gelingen.

Dabei verzichtet Regisseur Bourlem Guerdjou bewusst auf den von Märchen gewöhnten Ausstattungs-Kitsch, will er seine Geschichte doch auch in der Realität verankert wissen. Bereits in seinem Film "Vivre au paradis" (1998) hat er das Leben algerischer Einwanderer in Paris realistisch beschrieben. In "Zaïna" wird die zwölfjährige Titelheldin (natürlich gespielt von der jungen Aziza Nadir) allen Wiederständen zum Trotz zur "Königin der Pferde". Doch gelingt ihr das ohne die Hilfe eines Flaschengeistes, sondern allein durch ihren Mut, ihre Ausdauern und Gewitztheit sowie durch das ihr von der Mutter und ihrem Buch vermittelte Wissen über Kräuter. So schlägt sie gefährliche Pferdediebe in die Flucht, indem sie sich eine Legende über einen bösen Geist zunutze macht.

Die Story ist der Märchen-Struktur entsprechend simpel und geradlinig: Die junge Zaïna will nach dem Tod der Mutter nicht bei deren Möchtegern-Liebhaber Omar (Charakterkopf Simon Abkarian, "Yes"), der ihren Tod verursachte, bleiben - und lässt sich - wenn auch widerstrebend, lieber vom unbekannten Vater Mustafa (Sami Bouajila, in Cannes ausgezeichnet für "Indigènes"), einem Nomaden, mitnehmen. Ihr gemeinsamer, beschwerlicher Weg zu einem legendären Pferderennen führt sie über das monumentale Atlas-Gebirge. Verfolgt werden sie von Omar und blutrünstigen Pferdedieben. Trotz diverser Säbel-Kämpfe und Schießereien sowie einer recht spannenden Flucht-Passage, bei der ein schmaler, eisiger Grat überquert werden muss, steht die langsam von Abneigung zu Liebe sich entwickelnde Vater-Tochter-Beziehung im Mittelpunkt. Entsprechend ruhig ist auch die Kamera von Bruno de Keyzer. Sie verweilt lange auf den wettergegerbten Gesichtern und der weiten Steppen- bzw. zerklüfteten Berglandschaft. Zwischen den Polen Märchen und ethnologischer Film angelegt könnte das Abenteuer der jungen Amazone einem Publikum gefallen, das auch "Die Geschichte vom weinenden Kamel" mochte. hai.

Wertung Questions?

FilmRanking: 25775 -8579

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Zaïna, Königin der Pferde
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 19.10.2006

Frankreich 2005

Länge: 1 h 40 min

Genre: Action

Originaltitel: Zaïna, cavalière de l'Atlas

Regie: Bourlem Guerdjou

Drehbuch: Juliette Sales, Bourlem Guerdjou

Musik: Cyril Morin

Produktion: Philippe Liégeois, Jean-Michel Rey, Maurice Bernart

Kostüme: Anaïs Romand

Kamera: Bruno de Keyzer

Schnitt: Joëlle Hache

Ausstattung: Laurent Allaire