Cast

Die Handlung von Wunderschön

Julie hat nur einen Traum: Sie will als Model durchstarten und dafür nimmt sie einiges in Kauf. Selbst vor längeren Hungerphasen schreckt sie nicht zurück, um ihren Körper auf Modelmaße zu bringen. Ihre Mutter Frauke scheint dies nicht sonderlich zu hinterfragen, hat sie doch ihre ganz eigenen Probleme. So will sie einfach nur wieder von ihrem Mann Wolfgang wahrgenommen werden. Teenagerin Leyla hingegen himmelt die Ambitionen von Julie an und würde nur allzu gerne genauso schlank sein wie sie.

Und dann sind da noch Sonja und ihre beste Freundin Vicky. Während Vicky auf ein Leben als Single schwört und die kontinuierlichen Annäherungsversuche ihres Lehrerkollegen Franz ignoriert oder abweist, würde sich Sonja gerne mehr Unterstützung von ihrem Mann Milan wünschen. Für die ihre zwei Kinder hat sie alles andere aufgegeben, damit ihr Mann beruflich auf der Welle des Erfolgs surfen kann. Doch allmählich reicht es Sonja. Sie will auch endlich wieder arbeiten und für einen Moment lang nicht an ihren von den Schwangerschaften entstellten Körper denken zu müssen.


Kritik zu Wunderschön

Aller guten Dinge sind drei. Auf die Schauspielerin und Filmemacherin Karoline Herfurth trifft dieses Sprichwort definitiv zu. Denn nach ihren beiden seichten Komödien „SMS für dich“ und „Sweethearts“ lässt Herfurth mit „Wunderschön“ zwar immer noch einen Hauch Humor durchsickern, grundsätzlich ist ihr drittes Werk aber deutlich dramatischer. Kein Wunder! Es geht schließlich um den Körper, das Bedürfnis von Anerkennung beziehungsweise der Wunsch wahrgenommen zu werden und natürlich um ein gewisses Schönheitsideal.

Um ein möglichst breitgefächertes Bild zu liefern – schließlich gibt es nicht nur eine Perspektive von Schönheit – erzählt Karoline Herfurth von fünf verschiedenen Frauen, die alle auf ihre ganz unterschiedliche Weise mit Selbstliebe, Körpergefühl und Schönheit zu kämpfen haben. Herfurth hat nämlich nicht nur die Regie übernommen, sondern auch zusammen mit Monika Fäßler („Sweethearts“) und Lena Stahl („Die Kaiserin“) das Drehbuch verfasst hat. Für die Verkörperung dieser Frauen hat sie sich ein starkes Team an namhaften deutschen Schauspielerinnen zusammengesucht, das unter anderem aus Emilia Schüle („Narziss und Goldmund“), Martina Gedeck („Das Leben der Anderen“), Nora Tschirner („Keinohrhase“) und ihrer Wenigkeit besteht.

Lohnt sich, weil...
... der Film nicht für jeden Charakter im Film ein übertriebenes Happy End finden muss, damit wir mit wohligem Gefühl den Fernseher ausschalten.