Emotionales Drama mit Julia Roberts und Owen Wilson um einen Jungen mit einem entstellten Gesicht, der auf eine normale Schule gehen will und dort um Akzeptanz kämpft.

Kinostart: 25.01.2018

Handlung

Wer etwas Besonderes ist, muss sich nicht verstecken: Das lernt ein außergewöhnlicher Junge in dieser Bestseller-Verfilmung, die zu Herzen geht.

Der zehnjährige August „Auggie“ Pullman (Jacob Tremblay) ist klug und witzig, aber gutaussehend ist er nicht. Der tapfere Junge hat schon 27 Operationen hinter sich. Ein Gendefekt hat sein Gesicht entstellt, das er am liebsten unter einem großen Astronautenhelm versteckt.

Bisher wurde er zuhause unterrichtet, doch jetzt wollen ihn seine Eltern (Julia Roberts und Owen Wilson) in eine normale Schule schicken. Auggie nimmt all seinen Mut zusammen und ist fest entschlossen, sich den Abenteuern zu stellen, die ihn dort erwarten. Es ist nicht leicht für ihn, aber schließlich findet er Freunde und lernt, dass das Leben voller Überraschungen ist und er sich nicht verstecken muss.

Der preisgekrönte Debütroman von R.J. Palacio rührte Millionen zu Tränen und wurde in 45 Sprachen übersetzt. Regisseur Stephen Chbosky („Vielleicht lieber morgen“), der auch das Drehbuch zu „Die Schöne und das Biest“ schrieb, macht daraus einen warmherzigen Film mit Tiefgang und Humor, besetzt mit Oscar-Gewinnerin Julia Roberts („Eat Pray Love“), Owen Wilson („Grand Budapest Hotel“) und Nachwuchstalent Jacob Tremblay („Raum – Liebe kennt keine Grenzen“).

Eine berührende Geschichte um Freundschaft und Selbstvertrauen, die guttut und Mut macht. Und ein Wiedersehen mit der grandiosen Julia Roberts, die einmal mehr ihre ungeheure schauspielerische Bandbreite unter Beweis stellt.

Kritik

Anrührendes Drama über einen Zehnjährigen mit entstelltem Gesicht, das sich seine Emotion und Tränen ehrlich verdient.

Nur wo Walden Media draufsteht, ist dann auch emotionales Erbauungskino mit christlicher Botschaft drin. Das traf auf frühe Walden-Filme wie "Die Chroniken von Narnia" zu, das trifft auf" Wunder" zu, die dritte Regiearbeit des Schriftstellers Stephen Chbosky. Tatsächlich sind die ersten 15 Minuten dieses Films über einen Zehnjährigen mit von Geburt an entstelltem Gesicht, der sich aus dem behüteten Schoß seiner Familie in die Schule wagt und aller Widerstände zum Trotz durchsetzt, so angefüllt mit zuckersüßer Musik, tiefen Blicken und gnadenloser Warmherzigkeit, dass man vermutlich das Kino verlassen würde, wenn man nicht wüsste, dass es sich um den neuen Film des Machers von "Vielleicht lieber morgen" handelt, einen der besten Filme über das Erwachsenwerden und den Schmerz erster Liebe der letzten Jahre. Der Vertrauensvorschuss zahlt sich aus, denn "Wunder" ist ein solches, ein Film, der ans Herz geht und zu Tränen rührt - und sich diese Emotionen verdient hat. Die Verfilmung des Romans von R.J. Palacio steht deutlich in der Tradition von Peter Bogdanovichs "Die Maske" aus dem Jahr 1985. Er hat ein Gespür für seine Figuren und ein großes Herz auch für die Charaktere, die hier zunächst als Antagonisten angelegt scheinen. "Jeder hat seine Gründe", heißt es in Renoirs "Die Spielregel". Chbosky beherzt das auf eine Weise, die den Film einerseits entwaffnend sein lässt, aber auch eine Struktur verleiht, die komplexer ist, als es die ersten, leicht enervierenden Szenen vermuten lassen würden. "Wunder" bleibt eben nicht immer bei seiner Hauptfigur Auggie Pullman, ein ausgesprochen aufgeweckter Junge, gespielt von dem bemerkenswerten Jacob Tremblay aus "Raum", der daheim von seiner Mutter unterrichtet wird, die alles für ihn aufgegeben hat: Wenn Auggie sein Zuhause verlässt, dann trägt er einen Astronautenhelm - lieber sich auslachen lassen, als von den Menschen wie ein Freak angestarrt zu werden. Rückhalt findet er nicht nur bei der von Julia Roberts mit einem Maximum an besorgtem Rehaugenblick gespielten Mama, sondern auch bei seinem lässigen Dad, den Owen Wilson als lässigen Surferdude im Geschäftsanzug spielt, und seiner älteren Schwester Via. Als man sich gerade daran gewöhnt hat, dass man nun Auggie dabei zusieht, wie er sich mit der harschen Realität in seiner neuen Schule arrangiert, wo ihn andere Jungs wegen seines Aussehens als "Barf Hideous" verhöhnen, da schwenkt Chboskys ein Kapitel lang zu Via und was es für sie bedeutet, mit einem besonderen Bruder aufzuwachsen, der stets im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. Und dann zu ihrer ehemals besten Freundin, die auf einmal nichts mehr von ihr wissen will, wie es scheint. Und dann zu einem Jungen, der sich mit Auggie angefreundet hat und ihn auf einmal vor den Klassenkameraden blamiert. Weil Chbosky sich auch für sie Zeit nimmt und zeigt, warum sie machen, was sie machen, entsteht ein schönes Kaleidoskop, ein Sinn für Gemeinde und Gemeinschaft: Als Freak und unverstanden kann man sich auch fühlen, wenn das Gesicht nicht entstellt ist. Wenn "Wunder" am Ende ein Happy-End hat, dann fühlt es sich nicht forciert ein, sondern erarbeitet im Einverständnis mit dem Publikum. Und dafür nimmt man auch den zuckersüßen Score in Kauf. ts.

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Info

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FSK: ab 0

Kinostart: 25.01.2018

USA 2017

Länge: 1 h 54 min

Genre: Drama

Originaltitel: Wonder

Regie: Steve Chbosky

Drehbuch: Steve Conrad, Jack Thorne

Musik: Marcelo Zarvos

Produktion: David Hoberman, Todd Lieberman

Kostüme: Monique Prudhomme

Kamera: Don Burgess

Schnitt: Mark Livolsi

Ausstattung: Kalina Ivanov

Website: http://www.studiocanal.de/kino/wunder

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