Unbeschwerte Zeitgeist-Lovestory mit peppigen Dialogen und einem rundum sympathischen Hauptdarstellertrio.

Kinostart: 11.07.1996

Handlung

Die junge Rhoda hat genug von ihrem Freund Max, der in seinem Beruf als Unternehmensberater völlig aufgeht und dabei das Privatleben vergißt. Sie beschließt, es dem Workaholic mit den eigenen Mitteln heimzuzahlen und selbst Karriere zu machen. Dafür braucht sie zwei Männer: der Medienzar Cedrick verschafft ihr eine eigene Gameshow und der Sexperte Paul sorgt für den ausgeglichenen Hormonhaushalt.

Max kann von seiner Arbeit gar nicht genug kriegen. Selbst beim Sex führt er am Telefon Verhandlungsgespräche. Seine frustrierte Frau Rhoda fordert daraufhin wütend Wiedergutmachung. Man einigt sich auf ein luxuriöses Wochenende zu zweit. Doch Max sagt das Date mit seiner Frau im letzten Moment ab. Da beschließt Rhoda, den unverbesserlichen Karrieristen mit dessen eigenen Waffen zu schlagen. Dafür braucht sie drei Männer: einen für den Job, einen fürs Bett und einen für den Rest...

Für Max wurde das Wort "Workaholic" erfunden: Sogar beim Sex führt er am Telefon Geschäftsgespräche. Frau Rhoda fühlt sich vernachlässigt und will ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen ... Einheimische Zeitgeist-Lovestory mit Kommissar Rex-Herrchen Tobias Moretti.

Kritik

Um das traditionelle Sommerloch zu stopfen und das deutsche Kinopublikum aus den Biergärten vor die Leinwände zu locken, bedarf es neben zündender Action-Ware vor allem auch pfiffig-leichter Komödien. Und eben so eine Gute-Laune-Komödie präsentiert Concorde-CR/T im Rahmen der Gemeinschaftsaktion "Der Sommerhit: Kino" mit Sharon von Wietersheims beschwingtem Regiedebüt "Workaholic".

Nach dem Motto "Hinter jeder erfolgreichen Frau steht mindestens ein Mann... der sie bremst" schickt die Regisseurin die ebenso talentierte wie attraktive Newcomerin Christiane Paul - für die Rolle der Sarah in Mark Schlichters "Ex" als beste Nachwuchsdarstellerin mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet - als bewegte Powerfrau ins Rennen, um ihren arbeitswütigen Freund mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen.

Rhoda (Christiane Paul) und Max (TV-Star Tobias Moretti aus "Kommissar Rex") sind das perfekte Paar: jung, dynamisch, erfolgreich - fast zu erfolgreich, wie Rhoda findet, als Max während eines viel zu seltenen Schäferstündchens mal wieder nicht vom Telefon loskommt, weil sein Job als Unternehmensberater vollsten Einsatz verlangt. Ein Wochenende für zwei soll erotische Abhilfe schaffen und Rhoda besänftigen, die dafür sogar einen lukrativen Moderatorenjob sausen läßt. Zusammen mit Busenfreundin Elly (Tough Girl Nadeshda Brennicke macht Laune mit staubtrockenen One-Linern) stimmt sich Rhoda auf das alles entscheidende Wochenende ein, schließlich will sie mit Max über ihre Zukunft reden, sprich: Kind oder Karriere. Als Max in letzter Minute absagt, ertränkt Rhoda ihren Frust in der Badewanne, gefüllt mit edelstem Rotwein. Doch schon am nächsten Tag greift die Abservierte zu den Waffen, beschließt, angeheizt von Ellys Sticheleien, selbst Karriere zu machen. Drei Männer braucht sie dafür: einen für den Job, einen fürs Bett und einen für den Rest. Von da an läuft alles wie geschmiert: Der väterliche Medienzar Cedrick (Juraj Kukura) verschafft ihr die eigene TV-Show, und für den ausgeglichenen Hormonhaushalt sorgt der unverschämt gutaussehende und allzeit bereite Musiker und Sexperte Paul (charmant-entwaffnend: Ralf Bauer). Doch Max will sich mit dem Rest nicht zufriedengeben, erkennt die wahren Werte im Leben und entscheidet sich beim großen Finale am Flughafen (wo sonst?) pro Rhoda, pro Kind und contra Karriere.

Ex-Model und Schauspielerin Sharon von Wietersheim gelang mit ihrer ersten Regiearbeit eine unbeschwerte und einfühlsam inszenierte Zeitgeist-Liebeskomödie mit peppigen Dialogen und einem rundum sympathischen Hauptdarstellertrio. Der flüssige Erzählstil und die rasante Kameraführung von Gerard Vandenberg, gepaart mit einer quietschbunten, detailverliebten Ausstattung und abwechslungsreichen Sets garantieren ein unterhaltsames Kinovergnügen, dem ein umsatzstarker Überraschungserfolg beschieden sein dürfte. cb.

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Info

Plakat des Films: Workaholic
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.07.1996

Deutschland 1996

Länge: 1 h 30 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Workaholic

Regie: Sharon von Wietersheim

Drehbuch: Andrea Sixt

Musik: Curt Cress, Chris Weller

Produktion: Rikolt Gagern

Kamera: Gérard Vandenberg

Schnitt: Hansjörg Weißbrich

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