TV-Krimi nach der gleichnamigen Romanvorlage des schottischen Autors Craig Russell.

Kinostart: nicht bekannt

Peter Lohmeyer

Peter Lohmeyer
als Kommissar Jan Fabel

Lisa Maria Potthoff

Lisa Maria Potthoff
als Maria Klee

Hinnerk Schönemann

Hinnerk Schönemann
als Henk Hermann

Marie-Lou Sellem
als Dr. Susanne Eckhardt

Lutz Blochberger
als Werner Meyer

Bruno Cathomas
als Holger Brauner

Corinna Kirchhoff
als Vera Schiller

Lars Rudolph
als Aki L

Markus Boysen
als Gerhard Weiss

David Scheller
als Peter Olsen

Marion Mitterhammer
als Frau Ehlers

Hans Brückner
als Herr Ehlers

Fritz Hammel
als Markus Schiller

Gro Swantje Kohlhof
als Paula Ehlers

Detlef Bothe
als Biedermeyer

Martin Glade
als Lindemann

Anne Sarah Hartung
als Hanna Gr

Birgit Köhn
als Laura von Klosterstedt

Kritik

Man kann bloß hoffen, dass dieser Thriller Erfolg hat, denn nur dann lässt die ARD-Tochter Degeto weitere Romane von Craig Russell verfilmen: "Wolfsfährte" ist großes düsteres Fernsehen.

Der Krimi ist die erste Verfilmung von bislang vier Fällen mit dem Hamburger Kommissar Fabel. Wenn die ARD gut beraten ist, ignoriert sie das selbstauferlegte Quotendiktat und lässt dem Auftakt weitere Filme folgen. Die offenkundige Qualität liegt nicht nur in der von Daniel Martin Eckhart adaptierten Geschichte, die sich im Vergleich zum herkömmlichen Fernsehkrimi geradezu an der eigenen Undurchschaubarkeit ergötzt. Große Lust auf Fortsetzungen macht vor allem das ausgezeichnete Ensemble. Die wie für Peter Lohmeyer geschaffene Hauptfigur, der etwas düstere Jan Fabel, der in einem anderen Leben Historiker war, ist umgeben von interessanten Figuren, die ähnlich treffend besetzt sind: Lisa Maria Potthoff spielt Fabels Mitarbeiterin Maria, die eindeutig mehr als bloß Bewunderung für ihren Chef hegt; und Hinnerk Schönemann verkörpert den ehrgeizigen Henk Hermann, der im Verlauf des Falls neu zu Fabels Team stößt. Weitere Mitwirkende sind Marie Lou Sellem (Polizeipsychologin und Fabels Geliebte), Lars Rudolph (Fabels Freund Aki) und Manfred Lehmann (Fabels Vorgesetzter). Sie alle profitieren von einer Geschichte, die an Komplexität jeden "Tatort" weit in den Schatten stellt. Der Film beginnt mit einer gescheiterten Verhaftung, in deren Verlauf ein Polizist erschossen wird und Maria Klee traumatisierende Momente zwischen Leben und Tod verbringen muss. Der von Schuldgefühlen geplagte Fabel nimmt sich eine Auszeit, aber dann wird er wieder gebraucht: Ein Märchenmörder treibt sein Unwesen. Jedes Mal hinterlässt der Killer eine Botschaft mit verschlüsselten Hinweisen auf seine nächste Tat. Buchhändler Aki findet raus, dass er sich an den Märchen der Brüder Grimm orientiert. Trotzdem kann die Polizei keinen der Morde verhindern. Ins Visier gerät mehr und mehr ein Schriftsteller (Markus Boysen). Der Mann hält sich nicht nur für einen Werwolf, in seinem jüngsten Thriller begeht ein Mörder ganz ähnliche Untaten; und immer mehr Spuren deuten darauf hin, dass tatsächlich ein Wolf im Spiel ist. Der Reiz der Handlung resultiert naturgemäß aus dem perfiden Spiel mit bekannten Märchenmotiven, den diversen falschen Fährten und der angelsächsischen Tradition des Serienkillers. Seine Faszination aber entfaltet der Film durch Urs Eggers am amerikanischen Kino orientierten düsteren Umsetzung (Kamera: Martin Kukula) und die Führung des großartigen Ensembles. tpg.

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Info

Plakat des Films: Wolfsfährte

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2010

Genre: Thriller

Originaltitel: Wolfsfährte

Regie: Urs Egger

Drehbuch: Daniel Martin Eckhart

Musik: Dominic Roth

Produktion: Gerald Podgornig, Thomas Hroch

Kostüme: Anette Guther

Kamera: Martin Kukula

Schnitt: Britta Nahler

Ausstattung: Tamo Kunz

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