36 Jahre nach seinem letzten Kinoabenteuer kehrt Winnie Puuh in einem handgezeichneten Animationsfilm zurück und macht sich auf die Suche nach seinem spurlos verschwundenen Freund Christopher Robin.

Kinostart: 14.04.2011

Handlung

Eigentlich ist die Tatsache, dass I-Aah mal wieder seinen Schwanz verloren hat, schon aufregend genug. Bei der Suche nach einem neuen Schwanz bemerken Winnie Puuh und seine Freunde im Hundert-Morgen-Wald allerdings auch noch, dass Christopher Robin spurlos verschwunden ist. Schnell sind sich die Tiere sicher: Er muss entführt worden sein. Guter Rat ist teuer, bis die Eule die Lösung hat: Puuh und die Bande müssen selbst losziehen und ihren guten Freund finden und befreien.

Eigentlich ist die Tatsache, dass I-Aah mal wieder seinen Schwanz verloren hat, schon aufregend genug. Bei der Suche nach einem neuen Exemplar bemerken Winnie Puuh und seine Freunde im Hundert-Morgen-Wald allerdings auch noch, dass Christopher Robin spurlos verschwunden ist. Schnell sind sich die Tiere sicher: Er muss entführt worden sein. Guter Rat ist teuer, bis die Eule die Lösung hat: Puuh und die Bande müssen selbst losziehen, ihren guten Freund finden und befreien.

Kritik

Die Neuinterpretation von A. A. Milnes klassischen Kinderbuchgeschichten kann auch ohne 3D-Effekte und aufwändigen CGI-Schnickschnack Charme, Witz und Originalität entfalten.

Der putzige Vorfilm über das legendäre Ungeheuer von Loch Ness und wie es eine Heimat und seinen Frieden fand, ist bereits eine wunderbare Einstimmung auf ein herrlich altmodisches Animationsabenteuer, das A. A. Milnes klassische Geschichten um Winnie Puuh, jenen berühmten Bären von sehr geringem Verstand und umso größerem Hunger nach Honig, wiederaufleben lässt. Dabei meistert das Regie-Duo Stephen J. Anderson ("Bärenbrüder") und Don Hall ("Küss den Frosch") die Gratwanderung, den leicht angestaubten Charme der Figuren und ihrer Erlebnisse auf erfrischend innovative Art und Weise zu interpretieren, ohne dabei die derzeit fast schon unvermeidliche 3D-Technik bemühen zu müssen.

Gleich zu Beginn finden wir uns in einem Winnie Puuh-Kinderbuch wieder. Als dieses geschüttelt wird, fallen dessen Zeichnungen und Texte im wahrsten Sinne aus dem Rahmen. So gerät nicht nur etwa der schläfrige Bär in Schieflage und purzelt kopfüber aus seinem Bett, auch die Buchstaben entwickeln ein Eigenleben und hüpfen mitten in die Handlung hinein. Diese wiederum ist überschaubar, kindgerecht und episodenartig aufgebaut. Wenn Winnie Puuh mit sichtbar hungrigem und hörbar knurrendem Magen durch den Hundertmorgenwald spaziert, nimmt man als mitfühlendes Publikum daran ebenso Anteil wie am Schicksal des Esels I-Aah, dem sein Schwanz abhanden gekommen ist. Die gemeinsame Suche nach dem Körperteil, an dem sich natürlich auch Freunde wie der lispelnde Tollpatsch-Tiger Tigger, das Angsthasenschwein Ferkel oder der erfinderische Hase Rabbit beteiligen, mündet in ein weiteres Abenteuer. Denn als ihr Menschenfreund Christoper Robin spurlos verschwindet und gleichzeitig ein ominöses Schreiben auftaucht, vermuten die Tiere des Waldes dahinter gar das Gewaltverbrechen eines Monsters - was sich gottlob als Missverständnis entpuppt.

"Winnie Puh" ist das erste Kinoabenteuer seit 35 Jahren, bei dem der kleine Bär wieder ins Zentrum der Story rückt. Dabei ließen die Animationskünstler nicht nur beim Spiel mit Buchstaben und Wörtern, die immer wieder pfiffig in die Handlung integriert werden, ihrer Fantasie freien Lauf - bestimmte Sequenzen erinnern an Disney-Meisterwerke wie "Fantasia": etwa die virtuos inszenierten Tafelkreidezeichnungen, wenn die Eule ihren Song über das vermeintliche Monster anstimmt oder die wunderbar choreografierte, goldgelbe Fantasie, wenn sich der halbverhungerte Winnie Puuh ein Honigparadies herbeiträumt und schließlich sehr abrupt im Dreck, sprich: in der Realität, landet. Darüber hinaus sind die Figuren liebevoll gezeichnet und jeder einzelne Charakter besitzt Eigenschaften, die als Identifikationshilfen für den Zuschauer dienen. So kann sich jeder für sich sein Lieblingstier heraussuchen und darin schwelgen, wie wichtig Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt, Vertrauen und Verzeihen sind. Derartige Botschaften werden spielerisch, ja beinahe beiläufig verkündet, denn im Vordergrund steht immer der Spaß, die Freude am Herumalbern, mal ganz plakativ wie Tiggers kurioser "Kampf" mit einem Luftballon, mal subtil über Wortverdrehungen oder Spielereien mit Begriffen, die gleich oder ähnlich klingen, aber eine andere Bedeutung haben (im Englischen etwa ladder/letter oder knot/not). Weil selbst im Abspann noch die Protagonisten zwischen den Buchstaben herumturnen, kommen Freunde der guten alten Zeichentricktechnik sprichwörtlich bis zur letzten Sekunde auf ihre Kosten. lasso.

Wertung Questions?

FilmRanking: 854 -172

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
2
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Kinostart: 14.04.2011

USA 2011

Länge: 1 h 9 min

Genre: Animation

Originaltitel: Winnie the Pooh

Website: http://www.disney.de/winnie-puuh

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.