Zurückhaltend erzähltes Drama mit "Twilight"-Star Kristen Stewart als junger Ausreißerin, die ein von einer Tragödie gezeichnetes Ehepaar wieder ins Leben zurückholt.

Kinostart: 07.04.2011

James Gandolfini

James Gandolfini
als Doug Riley

Melissa Leo

Melissa Leo
als Lo

Kristen Stewart

Kristen Stewart
als Mallory

Joe Chrest
als Jerry

Ally Sheedy
als Harriet

Tiffany Coty
als Tara

Eisa Davis
als Vivian

Lance E. Nichols
als Hamilton „Ham“ Watkins

Peggy Walton-Walker
als Brenda

Sharon Landry
als Sharon

Kathy Lamkin
als Charlene

David Jensen
als Ed

Deneen Tyler
als Polizistin

Lara Grice
als Verk

Ken Hixon
als Danny

Handlung

30 Jahre waren sie ein glückliches Paar, doch nach dem Unfalltod ihrer Teenagertochter leben Doug und Lois Riley nur noch nebeneinander, nicht mehr miteinander. Alles ändert sich, als Doug bei einer Geschäftsreise nach New Orleans die Ausreißerin Mallory kennenlernt, die sich als Stripperin durchschlägt und auch weiterführende Dienstleistungen anbietet. Das Mädchen erinnert Doug an seine verstorbene Tochter, weckt väterliche Gefühle in ihm und wird zum Katalysator eines Neubeginns - auch für Ehefrau Lois.

30 Jahre waren sie ein glückliches Paar, doch nach dem Unfalltod ihrer Teenagertochter leben Doug und Lois Riley nur noch nebeneinander, nicht mehr miteinander. Alles ändert sich, als Doug bei einer Geschäftsreise nach New Orleans die Ausreißerin Mallory kennenlernt, die sich als Stripperin durchschlägt und auch weiterführende Dienstleistungen anbietet. Das Mädchen erinnert Doug an seine verstorbene Tochter, weckt väterliche Gefühle in ihm und wird zum Katalysator eines Neubeginns - auch für Ehefrau Lois.

Kritik

In Jake Scotts verhalten und unsentimental erzähltem Drama findet "Twilight"-Star Kristen Stewart erneut eine Zweitfamilie.

Pubertierende Tochter, Seitensprung, Strip-Club als Zerstreuungsoption - in den Bauteilen des Plots scheint James Gandolfini wieder im Soprano-Country gelandet zu sein. Und doch markiert die Rolle von Doug Riley einen Neubeginn, ist seine sanfteste und sympathischste überhaupt. Mittfünfziger Doug hat eine Affäre mit einer Kellnerin, aber diese ist nur Auszeit von einer Ehe, die nach 30 Jahren Harmonie durch eine Tragödie in Schweigen erstarrt ist. Seit dem Tod der Tochter hat Lois Riley (Chamäleon Melissa Leo, nach "The Fighter" kaum wiederzuerkennen) ihr Haus nicht verlassen. Das Schild am Eingang, das Besucher bei den Rileys willkommen heißt, ist Mahnmal an glücklichere Zeiten, als wollte der Tod über die Ohnmacht der Menschen spotten. Verzweiflung ist ein wichtiger emotionaler Aggregatszustand im Drehbuch Ken Hixons. Drei Hauptfiguren leben mit ihr, werden aber nicht von ihr dominiert, denn "Willkommen bei den Rileys" ist ein Film des Aufbruchs. Der Impuls dafür kommt aus New Orleans, einer Stadt, für die er selbst existenziell ist. Hier lernt Doug in einem Stripclub die minderjährige Mallory (Kristen Stewart) kennen, die es in der Regel nicht beim Lapdance belässt, um sich durchzuschlagen. Dass Doug nicht aus sexuellen Motiven ihre Nähe sucht, ist für Mallory, nicht aber den Zuschauer ein Mysterium, der spürt, dass Doug in ihr die verlorene Tochter sieht, die seine Hilfe braucht - wie er die ihre.

In dieser Beziehung findet dieses Familiendrama, mit dem Jake Scott zwölf Jahre nach "Plunkett & Macleane" ins Spielfilmgeschäft zurückkehrt, trotz des tragischen Hintergrunds seinen Humor. Scott entwickelt diese Dynamik bedächtig, zeigt wie die Ausreißerin zum Katalysator einer Heilung wird - auch für sie selbst. Sehr tief geht das Drama dabei nie, wirkt auch etwas märchenhaft im Aufbau dieser alternativen Kleinfamilie, zu der auch Dougs Ehefrau stoßen wird. Doch Scotts Film hat Stärken als leiser Beobachter, kann das Kichern von Teens im Diner schmerzlich machen, ohne dabei Ausrufezeichen zu setzen. Diese Zurückhaltung, die sich auch in einem sentimentalitätsreduzierten Ton niederschlägt, erleichtert auch jüngeren Zuschauern den Zugang zu einem Thema, dem sie sich, wäre es mit dramatischer Betonschwere serviert, vielleicht nicht stellen würden. "Twilight"-Idol Kristen Stewart mit Fragilität und provokanter Sexualrhetorik bietet starke Sympathieanreize - und auch Gandolfini und Leo liefern gute Gründe, die Rileys willkommen zu heißen. kob.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 07.04.2011

Großbritannien/USA 2010

Länge: 1 h 50 min

Genre: Drama

Originaltitel: Welcome to the Rileys

Regie: Jake Scott

Drehbuch: Ken Hixon

Musik: Marc Streitenfeld

Produktion: Ken Hixon, Michael Costigan, Giovanni Agnelli, Scott Bloom

Kostüme: Kim Bowen

Kamera: Christopher Soos

Schnitt: Nicolas Gaster

Ausstattung: Happy Massee

Website: http://www.arsenalfilm.de/willkommen/index.htm