Kinostart: nicht bekannt

Die Handlung von Wild America

Im Sommer 1967 entdecken die drei Brüder Mark, Marty und Marshall ihre Leidenschaft für das Filmen. Anfänglich konzentrieren sie sich darauf, den kleinsten von ihnen - Marshall - in gefährliche Situationen zu bringen und diese - dann auf Zelluloid gebannt - der Dorfjugend als Abendunterhaltung vorzuspielen. Als Mark von einer sagenumwobenen Bärenhöhle hört, beschließen die Jungs, diese zu ihrem neuen Drehort zu machen. Sie träumen davon, die Aufnahmen an das Fernsehen verkaufen zu können. Doch zuerst muß diese Höhle gefunden werden. Eine aufregende Suche in der Wildnis Amerikas beginnt.

Schon in jungen Jahren entdecken die drei Stouffer-Brüder ihre Leidenschaft fürs Filmen. Was mit witzigen Szenen beginnt, entwickeln die Jungs bald zu originellen Tier- und Naturaufnahmen. Jugendabenteuer über das Leben der berühmten Naturdokumentarfilmer.

Kritik zu Wild America

Die Stouffer-Brüder sind in den USA für ihre preisgekrönten Naturdokumentationen berühmt. Nun wird ihre Geschichte, als sie anno 1967 im Summer of Love loszogen, um gefährliche und vom Aussterben bedrohte Tiere Amerikas auf 16mm-Zelluloid zu bannen, mit drei Mädchenschwärmen in den Hauptrollen erzählt. Mark Stouffer fungierte als einer der Produzenten - anhand seiner Gespräche mit den Autoren David Michael Wieger und Bill Todman, Jr. wurde das anekdotenreiche Drehbuch verfaßt.

Die Brüder Marty (Scott Bairstow bereits wildniserprobt mit "White Fang 2"), Mark (Devon Sawa spielt wie in "Casper" und "Damals und heute - Now and Then" den Mädchenheld) und Nesthäkchen Marshall (der sich immenser Teenie-Beliebtheit erfreuende Jonathan Taylor Thomas aus "Tom und Huck") begeben sich während der Sommerferien vom heimatlichen Arkansas in die Wildnis auf der Suche nach einer sagenumwobenen Bärenhöhle.Sie hoffen genügend zu filmen, um das Material ans Fernsehen verkaufen zu können und so dem Kleinstadtmief zu entkommen. Die vielbemühten Klänge von Steppenwolfs Rebellions-Hymne "Born to Be Wild" bilden den akustischen Rahmen für die folgenden Erlebnisse. Unterwegs begegnen die Jungs bissigen Alligatoren, wilden Wölfen, zwei freizügigen Hippiemädchen, einer wütenden Elchmutter, einer Herde Wildpferde, bombenwerfenden Düsenjägern und brüllenden Bären. Doch in erster Linie finden sie den Glauben an sich selbst und ihre Träume.

Die Regie übernahm William Dear ("Angels in the Outfield"), der bereits 1986 mit "Bigfoot und die Hendersons" seinen cineastischen Zeigefinger hob, um auf bedrohte Natur und Umweltsünden aufmerksam zu machen. Umso mehr verwundert es, daß die Tieraufnahmen weit entfernt von der majestätischen Großartigkeit der Stouffer-Dokumentationen vor allem für slapstickartige Albernheit sorgen. Auch Wildheit und Gefährlichkeit von Schlangen, Bären und Elchen wird unterminiert, indem sie überdeutlich als Attrappen, kostümierte Schauspieler (z.B. als Pferd) zu erkennen sind. In erster Linie geht es um den Kampf der Brüder, ihre Vision vom Filmemachen entgegen dem Willen des strengen Vaters und Unkenrufen ihrer Freunde zu realisieren. In einer an "Amy und die Wildgänse" erinnernden Sequenz fliegt Taylor Thomas' Charakter, der zudem als Erzähler fungiert, dann auch noch das Propellerflugzeug seines Vaters, um symbolträchtig die uramerikanische Botschaft von Freiheit und Zivilcourage zu untermauern. Die schauspielerischen Leistungen der jugendlichen Protagonisten sind durchweg ordentlich und in den Rollen der Eltern sind Frances Fisher und Jamey Sheridan zu sehen. Danny Glover hat ein Cameo als mysteriöser Trapper. Der recht spannende Abenteuerfilm bietet grundsolide Unterhaltung und wird aufgrund des attraktiven Darsteller-Kleeblatts vor allem junge Mädchen zu begeistern wissen. ara.

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Info

Plakat des Films: Wild America

Kinostart: nicht bekannt

USA 1997

Genre: Action

Originaltitel: Wild America

Regie: William Dear

Drehbuch: David Michael Wieger

Musik: Joel McNeely

Produktion: James G. Robinson, Irby Smith, Mark Stouffer

Kamera: David Burr

Schnitt: O. Nicholas Brown, Stuart Pappé

Ausstattung: Jack Ballance, Steven J. Jordan