Die alleinerziehende Mutter Anna verliebt sich in den Schriftsteller Tom - doch woher soll sie den Mut nehmen, ausgerechnet ihm zu erklären, dass sie weder lesen noch schreiben kann?

Kinostart: nicht bekannt

Suzanne von Borsody

Suzanne von Borsody
als Anna Jurak

Peter Sattmann

Peter Sattmann
als Tom Dellwig

Marie-Lou Sellem

Marie-Lou Sellem
als Maria Suhrke

Pamela Marquardt
als Bibi Jurak

Paul Matic
als Herr Wagner

Marco Bretscher-Coschignano
als Max Jurak

Stefanie Mühle

Stefan Reck
als Rolf Jurak

Vanessa Muth
als Frau Bilek

Talina Seiler
als Susanne

Evelyn Faber
als Frau Lehnert

Michaela Heiser
als Frau Frings

Kritik zu Wie buchstabiert man Liebe?

"Können Sie nicht lesen?" Bei vier Millionen erwachsenen Deutschen trifft die rhetorische Frage den Nagel auf den Kopf: Sie haben nie richtig schreiben und Lesen gelernt. Der Film mit dem etwas irreführenden Titel "Wie buchstabiert man Liebe?" schildert sehr realitätsnah, wie der Alltag dieser Menschen aussieht. Anna Jurak (Suzanne von Borsody) hat sich von ihrem arroganten Mann getrennt und versucht, sich mit ihren Kindern allein durchzuschlagen. Doch ob als Kellnerin oder Kassiererin: Immer wieder scheitert sie an den verflixten Buchstaben. Ohne die Unterstützung ihrer Freundin Maria (Marie-Lou Sellem) wäre sie ohnehin längst verloren. Zu allem Überfluss ist Gatte Rolf (Stefan Reck) ein ziemlicher Fiesling, der Anna nicht bloß ständig 'runterputzt, sondern sich auch skrupellos Zugang zu ihrem Konto verschafft, indem er sie eine angebliche Ausbildungsversicherung für die Kinder unterschreiben lässt. Einziger Lichtblick in Annas Leben ist der griesgrämige Bestseller-Autor Tom (Peter Sattmann), der nach diversen Zusammenstößen mehr und mehr auftaut und Gefallen an ihr findet.

Das Drehbuch von Manfred Kosmann hat eigentlich nur eine Schwäche, doch die ist recht störend: die mitunter allzu konstruiert wirkenden Rückführungen zum eigentlichen Thema. Damit man Annas Nöte auch ja nicht vergisst, muss zum Beispiel ein Anwalt, den sie aufsucht, am Telefon über unfähige Analphabeten schimpfen; klar, dass sie nun mit der Wahrheit nicht mehr 'rausrückt. Die Inszenierung trägt ebenfalls einige Male zu dick auf, weil Regisseurin Christine Hartmann immer noch einen draufsetzt. Etwas plötzlich kommt auch Toms Wandlung vom hingebungsvollen Misanthropen zum kinderlieben, hilfsbereiten Freund der Familie. Die Titelliebe allerdings ist trotzdem reine Nebensache in diesem Film. Viel wichtiger (und sehenswerter) sind Annas kleine Ausflüchte, mit denen sie ihr Analphabetentum nicht bloß bei Fremden, sondern auch gegenüber den eigenen Kindern zu verbergen versucht. tpg.

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Info

Plakat des Films: Wie buchstabiert man Liebe?

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2001

Genre: Drama

Originaltitel: Wie buchstabiert man Liebe?

Regie: Christine Hartmann

Drehbuch: Manfred Kosmann

Musik: Fabian Römer

Produktion: Christa Gerlach

Kamera: Otto Kirchhoff