Melancholische Tragikomödie über die Vergänglichkeit von Träumen, großen und kleinen Lebenslügen und die Liebe zum Filmemachen.

Kinostart: 03.09.2009

Henry Hübchen

Henry Hübchen
als Otto Kullberg

Corinna Harfouch

Corinna Harfouch
als Bettina Moll

Sylvester Groth

Sylvester Groth
als Martin Telleck

Markus Hering
als Arno Runge

Valerie Tscheplanowa
als Heike Marten

Peter Kurth
als Produktionsleiter Herbert

Karina Plachetka
als Melanie

Matthias Walter
als Alex

Kai Börner
als Tillmann Korn

Thomas Putensen
als Holger

Peter Pauli
als Henry

Frank Auerbach
als B

Tilo Prückner
als Wirt Landgasthof

Falk Willy Wild
als Moderator

Fritz Marquardt
als Vater von Otto

Thomas Neumann
als Arzt im Krankenhaus

Heike Warmuth
als Krankenschwester

Axel Werner
als Mann in Bar

Katja Langnäse
als Frau in Bar

Mike Zaka Sommerfeldt
als Fotograf

Stephanie Schönfeld
als Schauspielerin Theater

Martin Braun
als Arzt

Handlung

Otto Kullberg ist ein alternder Filmstar, der schon mal beim Dreh Hochprozentiges aus der Thermoskanne trinkt, bis er sich nicht mehr auf den Beinen halten kann. Der Produzent hat genug von seinen Eskapaden und bestimmt, dass alle Szenen mit einem Ersatzschauspieler noch einmal gedreht werden sollen, um Kullberg zu Höchstleistungen an zu spornen. Es funktioniert. Beide Männer geben alles, während sich nicht nur die Film-Liebesgeschichte weiterentwickelt, sondern auch Schauspieler und Team romantische Beziehungen wiederbeleben, beenden oder neue knüpfen.

Otto Kullberg ist ein alternder Filmstar, der schon mal beim Dreh Hochprozentiges aus der Thermoskanne bis zur Besinnungslosigkeit trinkt. Der Produzent hat genug von seinen Eskapaden und bestimmt, dass alle Szenen mit einem Ersatzschauspieler noch einmal gedreht werden sollen, um Kullberg zu Höchstleistungen an zu spornen. Es funktioniert. Beide Männer geben alles, während sich nicht nur die Film-Lovestory weiterentwickelt, sondern auch Schauspieler und Team romantische Beziehungen wiederbeleben, beenden oder neue knüpfen.

Kritik

Melancholische Tragikomödie über die Vergänglichkeit von Träumen, großen und kleinen Lebenslügen und die Liebe zum Filmemachen.

Wer wagt, gewinnt. Andreas Dresen jedenfalls wagte einen Spagat, drehte mit fast demselben Team "Wolke 9" im Frühsommer 2007 und im darauffolgenden Herbst "Whisky mit Wodka", manchmal arbeiteten die Teammitglieder an Wochenenden parallel an beiden Filmen. Wie immer begegnet Dresen seinen Figuren mit großer Zärtlichkeit und in erneuter Kombination mit Drehbuchautor Michael Kohlhaase ("Sommer vorm Balkon") und dessen präzisen und pointierten Dialogen konnte bei dieser Punktlandung nichts schief gehen. Ausgangspunkt war eine skurrile Begebenheit aus den 50er-Jahren, der Produzent eines DEFA-Projekts ließ die Hauptrolle zweimal besetzen, um den trinkfreudigen Hauptdarsteller zur Bestleistung anzuspornen - was funktionierte.

Wie in dieser Komödie mit Henry Hübchen als Otto Kullberg, der in die Thermoskanne Hochprozentiges füllt und schon mal einen Drehtag versemmelt. Der Paralleldreh mit einem jüngeren Kollegen soll ihn von Eskapaden abhalten, Druck ausüben. Plötzlich muss der charmante Sprücheklopfer und Freund der Frauen um Job, Achtung und Respekt kämpfen, nicht gerade seine bevorzugte Disziplin. Seit Jahren taumelt er am Abgrund entlang, unter der ruppigen Schale und dem souveränen Duktus verstecken sich Verletzlichkeit und Einsamkeit, Angst vor dem Altern: Ein beziehungsunfähiger Mensch im Abseits.

Die Grenzen zwischen Film-im-Film-Geschichten und Wirklichkeit sind fließend, die amourösen Verstrickungen zwischen den Geschlechtern gehen nach dem Dreh weiter. Wenn Kullbergs Ex-Geliebte und jetzige Ehefrau des Regisseurs (Corinna Harfouch), ein Revival vergangener Leidenschaft versucht, nach einem Besuch im alten Landgasthof sexuelle Lust in einem inzwischen abgewohnten Hotelzimmer in Frust und Enttäuschung endet, beide ihre verpasste Chance realisieren, ist dies ein existenzieller Moment von kaum auszuhaltender Schmerzhaftigkeit. Im Gegensatz zu "Wolke 9" filmte Dresen auf 35mm, was den Bildern eine ungewöhnliche Opulenz verleiht - der Ballsaal mit seinem morbiden Charme, das prächtige Kurhotel in Binz, die Wohnwagensiedlung am Meer bei Nacht abgetrennt vom Rest der Welt wie ein Ufo. Zusammen ist man hier mehr allein. Neben den persönlichen kleinen und großen Tragödien und Knockouts ist "Whisky mit Wodka" auch eine brennende Liebeserklärung an das Filmemachen trotz Geltungssucht, Streitereien und Opportunismus, an die liebenswerten Verrücktheiten und emotionalen Extreme der Filmfamilie. Nach dem Film ist vor dem Film. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 7728 -1285

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Whisky mit Wodka
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.09.2009

Deutschland 2009

Länge: 1 h 44 min

Genre: Drama

Originaltitel: Whisky mit Wodka

Regie: Andreas Dresen

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase

Produktion: Christoph Müller, Cooky Ziesche

Kostüme: Sabine Greunig

Kamera: Andreas Höfer

Schnitt: Jörg Hauschild

Ausstattung: Susanne Hopf