Horror-Drama um eine 16-Jährige, die in einer abgelegenen Ortschaft aufwächst und entdeckt, dass sie ein Werwolf ist.

Kinostart: 21.08.2014

Die Handlung von When Animals Dream

Auf einer entlegenen Insel der dänischen Nordküste: Als die 16-jährige Marie in einem Fischverarbeitungsbetrieb zu jobben beginnt, schlägt ihr aggressive Ablehnung entgegen. Den Grund dafür findet sie nur allmählich heraus: Ihre an den Rollstuhl gefesselte Mutter, die sie liebevoll pflegt, leidet unter einer mysteriösen degenerativen Krankheit, vor der sich die Dorfgemeinschaft fürchtet - denn sie hat bereits mehrere Todesopfer gefordert. Und nun beginnt auch Marie sich körperlich zu verändern. Ihr Vater versucht den Ausbruch mit Medikamenten aufzuhalten.

Auf einer Insel der dänischen Nordküste: Als die 16-jährige Marie in einem Fischverarbeitungsbetrieb zu jobben beginnt, schlägt ihr Ablehnung entgegen. Den Grund dafür findet sie nur allmählich heraus: Ihre an den Rollstuhl gefesselte Mutter, die sie liebevoll pflegt, leidet unter einer degenerativen Krankheit, vor der sich die Dorfgemeinschaft fürchtet - denn sie hat bereits mehrere Todesopfer gefordert. Und nun beginnt auch Marie sich körperlich zu verändern. Ihr Vater versucht den Ausbruch mit Medikamenten aufzuhalten.

Eine 16-Jährige, die in einer abgelegenen Ortschaft aufwächst, entdeckt, dass sie ein Werwolf ist. Subtiles Horrordrama, dass die Konventionen einer Genregeschichte nutzt, um von den Schmerzen des Erwachsenwerdens zu erzählen.

Kritik zu When Animals Dream

Hypnotisch-erlesenes Arthaus-Coming-of-Age, das sich zum Werwolfhorror entwickelt.

Wenn einer jungen Frau Haarbüschel auf der Brust sprießen, ihr bei Wut oder sexueller Erregung ein Fell wächst und sie nachts von blutroten Visionen heimgesucht wird - da kann man sich schon mal unwohl in seiner Haut fühlen. Besonders, da die 16-jährige Marie (Newcomerin Sonia Suhl hinterlässt einen großartigen Eindruck) mit den graduellen Veränderungen ihres Körpers an der Schwelle zum Erwachsenwerden unvorbereitet klarkommen muss. Sie lebt bei ihren Eltern im Norden Dänemarks auf einer entlegenen Insel. Ein Fischerdorf, in dem die Angst umgeht. Dass es ausgerechnet ihre stumme, an einen Rollstuhl gefesselte Mutter ist, vor der die Anrainer zittern und notfalls als bedrohlicher Lynchmob auftreten, hat einen triftigen Grund: Sie ist ein Wolfsmensch, ein Ungeheuer, dass nur mit starken Spritzen kontrolliert werden kann. Und nun beginnt die namenlose, degenerative Krankheit auch bei Marie auszubrechen, was ihr überprotektiver Vater verhindern will, so dass sie aus dem beengten Haus ausbricht.

Der Däne Jonas Alexander Arnby, der bei Lars von Trier das Handwerk erlernte, erzählt die Pubertätsgeschichte eines "Ginger Snaps" mit den stilistisch filigranen Mitteln des skandinavischen Horrorgeheimtipps "So finster die Nacht". Wie dieser den Vampirmythos neu errichtete, das gelingt dem unaufdringlich sinnlich-poetischen Psychodrama mit dem Werwolfmythos. Vorwiegend ist die beängstigende körperliche Mutation eine Allegorie auf die sexuelle Reife eines Mädchens in strengen patriarchalen Strukturen - gegen diese begeht sie wie eine Schwester von Carrie auf, die ausgegrenzt und schikaniert wird, bis sich ihre übernatürlichen Kräfte Bahn brechen. Dies gerät so berauschend-kühl wie die Protagonistin, spiegelt ihre karg-spröde Schönheit mit an moderner Fotokunst geschulten Stimmungsbildern düsterer nordischer Küstennatur. Bedrohliche Klangkompositionen verstärken dies zur hypnotischen Parabel, die mit zart-berührender emotionaler Bande gekrönt wird: Maries liebevoller Umgang mit ihrer Mutter sowie ihre romantische Flucht mit dem Einzigen, der zu ihr hält - eine sehr bildhafte, bezaubernde Passage in ein neues Leben. tk.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 21.08.2014

Dänemark 2014

Länge: 1 h 25 min

Genre: Drama

Originaltitel: Når dyrene drømmer

Regie: Jonas Alexander Arnby

Drehbuch: Rasmus Birch

Musik: Mikkel Hess

Produktion: Jacob Jarek, Christoffer Boe, Ditte Milsted, Caroline Schlüter Bingestam, Tine Grew Pfeiffer

Kostüme: Jane Whittaker

Kamera: Niels Thastum

Schnitt: Peter Brandt

Ausstattung: Sabine Hviid

Website: http://www.when-animals-dream.de