Moderne Fortsetzung der altbekannten Bram-Stoker-Geschichte, die als Leckerbissen eine Antwort auf Fragen nach der Herkunft des legendären Vampirfürsten bietet.

Kinostart: nicht bekannt

Christopher Plummer

Christopher Plummer
als Van Helsing

Gerard Butler

Gerard Butler
als Dracula/Judas

Jonny Lee Miller

Jonny Lee Miller
als Simon Sheppard

Justine Waddell
als Mary Heller

Jennifer Esposito
als Solina

Omar Epps
als Marcus

Colleen Fitzpatrick
als Lucy

Sean Patrick Thomas
als Trick

Danny Masterson
als Nightshade

Lochlyn Munro
als Eddie

Shane West
als J.T.

Tig Fong
als Dax

Nathan Fillion
als Vater David

Jeri Ryan
als Valerie Sharp

Tony Munch
als Charlie

Jonathan Whittaker
als Gautreaux

Robert Verlaque
als Dr. Seward

Handlung

Seit Jahrzehnten hält sich Abraham van Helsing mit Vampirbluttransfusionen am Leben, um über den Leichnam Draculas in der Gruft seines Anwesens zu wachen. Als eine Gruppe von Dieben in die Gruft eindringt und ihren Inhalt nach New Orleans schafft, hat die Stunde des Blutsaugers geschlagen. Van Helsing und sein junger Assistent folgen seinem ewigen Gegenspieler.

Im London der Gegenwart lebt der mittlerweile 200-jährige Dr. Van Helsing als wohlhabender Antiquitätenhändler, und nicht einmal sein jugendlicher Azubi ahnt, dass der Alte im Keller seines Hauses den toten Graf Dracula hütet. Als angelockt von den monströsen Sicherheitsvorkehrungen eine Gaunerbande die Tresorgruft kapert und den Fürsten der Finsternis versehentlich reanimiert, nimmt Unheil seinen Lauf. Vorrangig, um Tochter Mary zu schützen, auf die es der Vampir abgesehen hat, zieht Van Helsing mit seinem jungen Assistenten in die Schlacht.

Moderne Fortsetzung der altbekannten Geschichte durch Wes-Craven-Kameramann Patrick Lussier: Diebe stehlen den Leichnam Draculas und bringen ihn nach New Orleans, wo er zu neuem Leben erwacht. Aber sein Gegenspieler van Helsing, der sich über die Jahrzehnte mit Vampirbluttransfusionen am Leben gehalten hat, ist bereits auf seiner Spur.

Kritik

Manche Kinolegenden sind einfach nicht totzukriegen. So erfuhr im neuen Millennium nicht nur der japanischen Killerechse in "Godzilla 2000" ihre Wiederauferstehung, auch Blutsauger Dracula weilt anno 2000 nach wie vor unter den Untoten. Zum diesjährigen Schwarm von Vampirfilmen gesellt sich neben "Der kleine Vampir" und "Shadow of the Vampire" nun auch die von Horrormaestro Wes Craven präsentierte "Dracula 2000"-Version. In diesem Fall treibt der blutrünstige Graf sein bissiges Geschäft im New Orleans der Gegenwart, das auch schon Anne Rices Protagonisten Lestat aus "Interview mit dem Vampir" beherbergte.

Die etwas undankbare Aufgabe, den abgetragenen Mythos in ein neues cineastisches Cape zu stecken, fiel an Regieneuling Patrick Lussier. Er übernahm den Schnitt für Cravens "Scream"-Trilogie und inszenierte die Videopremiere "Prophecy III: The Ascent". Der Prolog beginnt recht vielversprechend, stellenweise macht sich jedoch die Unerfahrenheit des Regisseurs bemerkbar. Dies schlägt sich im anämischen Gehalt einer zuträglich düsteren Atmosphäre nieder. Einiger Aufwand hingegen wurde betrieben, um der altbekannten Legende neue Details abzugewinnen, um eingefleischten Genrefans den neuaufgegossenen Blutcocktail möglichst schmackhaft zu machen.

Zunächst gibt es ein Wiedersehen mit dem erprobten Vampirjäger Van Helsing (Christopher Plummer), der als Antiquitätenhändler in London die versargten Überreste seiner Nemesis in einer hermetisch abgeriegelten Gruft aufbewahrt. Eine Bande von Einbrechern (darunter Omar Epps und Jennifer Esposito) vermutet reiche Beute im Sarg und transportiert ihn in Richtung Karibik. Dracula schmaust alsbald an den Hälsen der Diebe und schlägt regeneriert in Gestalt von Newcomer Gerard Butler (dieser verlässt sich ausschließlich auf seine schmachtend-sexy Ausstrahlung) in New Orleans sein Quartier auf. Dort hat er es auf Van Helsings Tochter Mary (Justine Waddall) abgesehen, da sein Blut in ihren Adern fließt. Doch Papa Helsing und sein Assistent (ein farblos-fader Jonny Lee Miller) schreiten zur traditionellen Rettungsaktion.

Hinsichtlich Draculas Abneigung für Sonnenlicht, Silber und Weihwasser gelingt es den Filmemachern mit einer neuen Idee aufzuwarten, die in ihrer Umsetzung Erinnerungen an "Die letzte Versuchung Christi" wach werden lässt. Auch Van Helsing wird mit einem dunklen Geheimnis ausgestattet. Originelle Lichtblicke wie diese werden jedoch von aufdringlichem Product Placement überschattet, etwa die wiederholten Szenen in einem grell ausgeleuchteten Virgin Megastore. Vampirismus wird hier in erster Linie in erotischen Kontext gesetzt, wobei dieser auf eine Sexszene beschränkt wurde. ara.

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Info

Plakat des Films: Wes Craven präsentiert Dracula
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 1 h 39 min

Genre: Horror

Originaltitel: Dracula 2000

Regie: Patrick Lussier

Drehbuch: Patrick Lussier, Joel Soisson

Musik: Marco Beltrami

Produktion: Joel Soisson, W. K. Border

Kostüme: Denise Cronenberg

Kamera: Peter Pau

Schnitt: Patrick Lussier, Peter Devaney Flanagan

Ausstattung: Carol Spier, Elinor Rose Galbraith

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