In Oberbayern angesiedelte Brautschau eines Elfjährigen für seinen Vater. Zwischen Coming-of-Age und Komödienstadl.

Kinostart: 02.06.2016

Markus Krojer

Markus Krojer
als Sebastian

Fritz Karl

Fritz Karl
als Lorenz

Jule Ronstedt

Jule Ronstedt
als Veronika Dorstreiter

Jürgen Tonkel
als Alfred Dorstreiter

Saskia Vester
als Frau Kramer

Franz Xaver Brückner
als Franz

Johann Schuler
als Sepp Graudinger

Sepp Schauer
als Proske

Heinz-Josef Braun
als Gumberger

Tim Seyfi
als Irmengard

Handlung

Der elfjährige Sebastian (Markus Krojer) aus dem idyllischen Voralpenland glaubt, er sei Schuld am Tod seiner Mutter. Weil die ja bei seiner Geburt starb. Um trotzdem noch in den Himmel kommen zu können, muss er also eine mächtig gute Tat begehen. Und die könnte zum Beispiel darin bestehen, dem alleinerziehenden Vater Lorenz (Fritz Karl) eine neue Frau zu beschaffen. Beim dörflichen Stammtisch holt sich Sebastian das dafür nötige Know-how.

Ludwig Thoma lässt aus der Ferne schön grüßen, wenn ein furchtloser Dreikäsehoch das Kuppeleidiplom mit Bravour besteht in einem prallen Familienschwank mit Heimatfilm-touch.

Kritik

Als der junge Sebastian (Markus Krojer) erfährt, dass die Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, löst das Schuldgefühle und Albträume aus. Vor allem aber macht sich der Wunsch breit, sich vor dem Fegefeuer zu retten - am besten durch ewiges Leben.

Die tote Mama wird am Grab um ein Zeichen gebeten, woraufhin auch prompt ein Vogel am Himmel auftaucht, der auf Sebastians Haupt kackt. Die Stammtischbrüder geben dem Jungen noch den äußerst wertvollen Tipp, seinem völlig überarbeiteten Papa doch eine neue Frau zu suchen. Daran hält er sich und macht sich auf Brautschau.

Derber Humor, hemdsärmelige Handgreiflichkeiten und hundsgemeiner Hintersinn bestimmen das erfrischende Langspielfilmdebüt vor bayerischer Bilderbuchkulisse, in dem Marcus H. Rosenmüller spielerisch die Genres vermengt.

Coming of Age trifft Komödienstadl in einer zwischen Himmel und Hölle angesiedelten Brautschau. Newcomer Markus Krojer beeindruckt durch seine Natürlichkeit in der Hauptrolle des verqueren "Heimatfilms".

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Info

Plakat des Films: Wer früher stirbt ist länger tot
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 02.06.2016

Deutschland 2006

Länge: 1 h 45 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Wer früher stirbt ist länger tot

Regie: Marcus H. Rosenmüller

Drehbuch: Christian Lerch, Marcus H. Rosenmüller

Musik: Gerd Baumann

Produktion: Annie Brunner, Andreas Richter, Ursula Woerner

Kostüme: Stefanie Bruhn

Kamera: Stefan Biebl

Schnitt: Anja Pohl, Susanne Hartmann

Ausstattung: Michael Köning

Website: http://www.wer-frueher-stirbt-ist-laenger-tot.de/