Komödie um zwei Freundinnen, die auf der Suche nach Glück in Liebe und Beruf einige Überraschungen erleben müssen.

Kinostart: 08.08.1996

Handlung

Die Moderatorin Esther und ihre beste Freundin, die Regieassistentin Sophie, versuchen beruflichen Erfolg und erfülltes Liebesleben gleichzeitig auf die Reihe zu bekommen. Doch irgendwie macht ihnen Gevatter Tod einen Strich durch die Richtung, gleich vier Lover sterben durch den Einfluß von Wasser, Erde, Luft oder Feuer. Als die beiden schließlich noch einen Erotikversand erben und ahnungslos den selben Mann teilen, spitzt sich die Lage zu.

Esther und Sophie sind Busenfreundinnen. In Sachen Männer unterscheiden sie sich allerdings grundlegend. Während die Karrierefrau Esther auf unkomplizierten Sex steht und mit ihrem Liebhaber Winnie daher aufregende Nächte erlebt, sucht die Romantikerin Sophie immer noch nach ihrem Märchenprinzen. Als sie Chip, einen PC-Fachmann, kennenlernt, glaubt sie, diesen endlich gefunden zu haben. Doch dann stellt sich heraus, daß Chip niemand anderes als Winnie ist. Aus Esther und Sophie werden plötzlich erbitterte Rivalinnen...

Leichtverdauliche Komödie um zwei Freundinnen, die auf der Suche nach Glück in Liebe und Beruf einige Überraschungen erleben müssen.

Kritik

Mit ihrem ersten Film setzt die Studio Düsseldorf Film- und Fernsehproduktions GmbH gleich zum 170 Kopien starken Generalangriff auf die deutschen Kinos an. Ob die Rechnung allerdings aufgeht, mit einem hastig zusammengemixten Zutatenpotpourri aus Sex und Klamauk auf der aktuellen Komödienwelle mitzuschwimmen, wird sich erst noch zeigen müssen.

Folgt man Leon Bodens Komödienerstling, stehen "Weibsbildern" die Sinne nur nach einem: Nach Mannsbildern nämlich. Und da es das Genre vorschreibt, teilen sich die Titelheldinnen Esther (Andrea Schieffer) und Sophie (Lydia Andrei) ein und dasselbe Exemplar: Zielscheibe der konträren weiblichen Wünsche ist ausgerechnet der westfälische Kumpeltyp Winni (Ingo Naujocks). Während Esther des Nachts Winni in einer Art linksrheinischer "Basic Instinct"-Varinate vollen Körpereinsatz abverlangt, gibt dieser tagsüber bei Sophie den romantischen Herzensbrecher. Weiter treten auf: ein vertrotteltes Polizistenduo, ein paar versehentlich zu Tode gekommene Liebhaber und die "interaktive Gummipuppe" Madame Qui. Letztere krankt wie ihre Darstellerkollegen daran, daß ihre Macher sie nicht mit den zündenden Dialogen versorgt haben. Und da in einer neuen deutschen Komödie ein Schwuler nicht fehlen darf, wurde diesmal der bedauernswerte, aber immerhin schon B-Movie-erfahrene Rolf Zacher mit Kittelschürze, Kosmetikkoffer und viel Klischee ausgestattet. Statt in den "spektakulärsten Stunt der europäischen Filmgeschichte" - ein vielpublizierter Sprung vom Düsseldorfer Fernsehturm - hätten die Macher des mit fünf Mio. Mark recht üppig budgetierten Werkes besser mehr in die Entwicklung des Drehbuches investiert. Als ob man sich dem Mangel an Witz und Situationskomik bewußt war, präsentiert sich der Film als umso aufdringlicherer Versuch, mit dem Holzhammer noch komische Funken aus komödiantischer Asche zu schlagen. Wichtigstes humoristisches Vorbild scheinen neben dem Düsseldorfer Karneval die Sex-Klamotten der siebziger Jahre zu sein. Inwieweit das den Sehgewohnheiten des Kinopublikums Mitte der neunziger Jahre entspricht, muß abgewartet werden. tn.

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Info

Plakat des Films: Weibsbilder
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 08.08.1996

Deutschland 1996

Länge: 1 h 29 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Weibsbilder

Regie: Leon Boden

Drehbuch: Harald Holzenleiter

Kamera: Frank Grunert