TV-Beziehungskomödie mit Peter Sattmann und Jutta Speidel.

Kinostart: nicht bekannt

Peter Sattmann

Peter Sattmann
als Peter

Jutta Speidel

Jutta Speidel
als Charlotte

Cornelia Schmaus
als Karin

Thomas Thieme
als Klaus

Edda Leesch
als Gabi

Guntbert Warns
als Ritschi

Katharina Lorenz
als Jenny

Peter Meinhardt
als Jens

Michael Hanemann
als Dr. Schoknecht

Falk Rockstroh
als Dr. Rehberg

Bernhard Piesk
als Torsten

Kritik zu Was glücklich macht

Anständige Männer sterben mit vierzig, damit ihre Frauen noch was vom Leben haben. Peter (Peter Sattmann) ist mittlerweile sechzig und hat den richtigen Zeitpunkt somit entschieden verpasst. Außerdem hat er andere Pläne: Nachdem er als gefragter Architekt jahrelang durch die Welt gereist ist, will er seinen vorgezogenen Lebensabend gemeinsam mit Gattin Charlotte (Jutta Speidel) in Berlin verbringen. Die findet die Vorstellung auch ganz reizvoll, ist aber andererseits erfolgreiche Wissenschaftlerin und erhält ausgerechnet jetzt eine große Anerkennung für ihr Wirken: Sie soll eine Forschungsgruppe in Brüssel leiten.

Im Grunde erzählt Edda Leesch eine ganz einfache Geschichte: Womit füllt man sein Leben, wenn die Arbeit getan ist? Peter fühlt sich irgendwann, Proust zitierend, wie ein Toter, der darauf wartet, seinen Posten einzunehmen. Dank der geistreichen Dialoge und der munteren Inszenierung (Matthias Tiefenbacher) hat die nachdenkliche Komödie "Was glücklich macht" ohnehin ungleich mehr Esprit und Tempo als die Mehrzahl der Werke, die die ARD-Tochter Degeto ansonsten für den Freitagssendeplatz in Auftrag gibt. Dafür läuft der Film nun am Ostersonntag. Und dann sind da ja noch die Darsteller. Gerade Sattmann wirkte lange nicht mehr so spielfreudig, profitiert aber auch von einer tollen Rolle.

Die beiden Eheleute haben, wie es Charlottes verhärmte Schwester Karin (Cornelia Schmaus) formuliert, wegen Peters häufiger Abwesenheit stets eine Ehe im Ausnahmezustand geführt. Jetzt müssen sie miteinander klarkommen. Oder richtiger gesagt: Peter braucht einen neuen Lebensinhalt. Eigentlich will er einen Roman zu Papier bringen, der in seinem Kopf schon fix und fertig ist. In einer hübschen Schnittfolge zeigt Tiefenbacher, wie Peter auf der Suche nach dem richtigen Einstieg rastlos durchs Wohnzimmer tigert. Später kauft er sich eine mechanische Schreibmaschine, deren Geklapper Charlotte natürlich nervt. Weiter bringt ihn die Tipperei auch nicht: Als die Gattin am nächsten Abend nach Hause kommt, ist der Boden übersät mit zerknüllten Blättern.

Szenen wie diese hat sich Edda Leesch zuhauf ausgedacht. Wunderbar ist auch der Motorrad-Trip von Peter und seinen Kumpels Ritschie und Klaus (Guntbert Warms, Thomas Thieme); sie wollen es nach dem Tod eines Freundes noch mal richtig krachen lassen. Für die amüsantesten Momente sorgt dabei Thieme als hypochondrischer Schwarzseher, der permanent mit Unfallstatistiken um sich wirft. Sein Haus ist gespickt mit Feuerlöschern; beim Ausflug an den See hat er selbstredend auch einen dabei. Gegenstück zu den Männern sind die beiden Schwestern sowie Charlottes unbemannte Kollegin Gabi, mit der sich Edda Leesch (wie schon in "Der Mann an ihrer Seite") eine hübsche Rolle geschrieben hat: Das Damenkränzchen hat gleichfalls einige kernige Dialoge zu bieten. Aber dramatisch wird die ganze Geschichte erst, als sich Peter in die unbeschwerte junge Kellnerin Jenny (Katharina Lorenz) verliebt; damit ist die Krise perfekt und Peter endgültig, wie Karin resigniert feststellt, in der dritten Pubertät angelangt. Der wiederum lernt, dass man im Alter keineswegs automatisch weiser wird; nur dicker. tpg.

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Info

Plakat des Films: Was glücklich macht

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2009

Genre: Komödie

Originaltitel: Was glücklich macht

Regie: Matthias Tiefenbacher

Drehbuch: Edda Leesch

Musik: Thomas Osterhoff

Produktion: Iris Kiefer, Katrin Kuhn

Kostüme: Nicole Stoll

Kamera: Pascal Mundt

Schnitt: Ulrike Leipold

Ausstattung: Detlef Provvedi