Drama, das überzeugend die Schwierigkeiten junger, armer Mütter aufzeigt.

Kinostart: 01.05.2008

Martin Ontrop
als Dietmar

Benjamin Kramme
als Michael

Toni Arjeton Osmani
als Bert

Clara Charlotte König
als Baby Martha Camille

Die Handlung von Was am Ende zählt

Kaum ist die junge Carla (Paula Kalenberg) von daheim ausgerissen, um in Lyon Mode zu studieren, schon wird ihr am Bahnhof alles gestohlen. Mittellos heuert sie bei Rico (Vinzenz Kiefer) an, um auf seinem Schiff mitzuarbeiten. Dort lebt Lucie (Marie-Luise Schramm), in der sie eine Freundin findet. Als Carla entsetzt entdeckt, dass sie schon seit geraumer Zeit schwanger ist, trifft sie eine Vereinbarung: Sie bekommt das Kind in Lucies Namen, um frei zu sein.

Der kühn eingefädelte Deal einer werdenden Mutter wird durch ihre aufflammende Liebe zum Kind hintertrieben und löst gefährliche Eskalationen aus. Zwei Lebensentwürfe opponieren in diesem emotionalen und milieugetreuen Drama über die Orientierungslosigkeit der Jugend.

Carla wird auf dem Weg nach Lyon zur Modeschule um Geld, Papiere und Koffer erleichtert. Sie driftet durch Berlin und trifft Rico, der sie bei sich übernachten lässt. Sie wird schwanger. Nachdem ihr Rico die kalte Schulter zeigt, vertraut sie sich Lucie an, die ihr einen ungewöhnlichen Vorschlag macht: Lucie würde so tun, als ob sie schwanger sei und sich später des Babys annehmen, während Carla sich absetzen könne.

Eigentlich sollte es für Carla der Start in ein besseres Leben werden. Doch auf dem Weg nach Lyon zur Modeschule wird sie um Geld, Papiere und Koffer erleichtert. Durch Berlin driftend trifft sie Rico, der sie bei sich übernachten lässt. Sie wird schwanger. Nachdem ihr Rico die kalte Schulter zeigt, vertraut sie sich Lucie an, die ihr einen ungewöhnlichen Vorschlag macht: Lucie würde so tun, als ob sie schwanger sei und sich später des Babys annehmen, während Carla sich absetzen könne.

Kritik zu Was am Ende zählt

Drama, das sich anfangs schwer tut, seinen roten Faden zu finden, aber überzeugend die Schwierigkeiten junger, armer Mütter in der Anonymität der Großstadt aufzeigt.

Eigentlich sollte es für Carla der Start in ein besseres Leben werden. Doch wie so oft kommen die Dinge anders und als sie in den Zug nach Lyon steigt, um dort eine renommierte Modeschule zu besuchen, fällt sie einem Trickbetrüger zum Opfer. Ohne Geld, Papiere und Koffer treibt sie durch Berlin und trifft schließlich Rico, der sie nicht ganz uneigennützig bei sich übernachten lässt und ihr einen Job anbietet. Am nächsten morgen hilft Carla nicht nur beim Umbau eines Hausbootes in eine Kneipe, sondern ist auch von Rico schwanger, was sie allerdings erst später feststellt. Von Rico inzwischen mit der obligatorischen kalten Schulter geächtet, ist das Straßenmädchen Lucie, die ebenfalls beim Bau der schwimmenden Bar hilft, ihre einzige Bezugsperson. Nach einiger Zeit dämmert es auch Carla, dass sich in ihrem Bauch ein weiteres Leben regt. Allerdings passt dies nicht in ihre Zukunftspläne. Lucie bringt sie auf eine etwas absurde Idee: Man könnte der Umwelt vorgaukeln, dass Lucie schwanger und somit, nachdem sich Carla nach Lyon abgesetzt hätte, die offizielle Mutter wäre.

Regisseurin Julia von Heinz gibt mit "Was am Ende zählt" ihr Kinodebüt, in dem sie die Geschichte ihres Kurzfilms "Lucie & Vera" erneut aufgreift und sich gleich mehreren schweren Themen, inklusive Armut, dem Leben auf der Straße, Drogenmissbrauch und Teenagerschwangerschaften widmet. Hier wäre weniger mehr gewesen. So weiß der Film vor allem in der zweiten Hälfte, in der er sich zusehends auf die Probleme der jungen Mütter konzentriert, zu fesseln. Gerade da zeigt sich auch die Stärke der beiden Hauptdarstellerinnen, die weitgehend erfolgreich gegen die künstlich-naiven Dialoge des Drehbuchs anspielen. Etwas arg Klischee beladenen sind dagegen die Männerrollen ausgefallen. Zu Aktionen jenseits des Faulenzens, Keifens und Testosteronablassens scheinen sie nicht fähig zu sein. Sie wurden geboren, um den Frauen das Leben schwer zu machen. Angenehm unaufdringlich ist die zart angedeutete Liebe von Lucie zu Carla inszeniert. Und so empfiehlt sich der Film letztlich einem deutschen Arthouse-Publikum, das auf der Suche nach einer ehrlicheren, weniger gekünstelt frechen Alternative zum derzeitigen Indie-Hit "Juno" ist. mahe.

Wertung Questions?

FilmRanking: 47877 -22290

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Was am Ende zählt
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 01.05.2008

Deutschland 2007

Länge: 1 h 44 min

Genre: Drama

Originaltitel: Was am Ende zählt

Regie: Julia von Heinz

Drehbuch: Julia von Heinz, John Quester

Musik: Matthias Petsche

Produktion: Jörg Trentmann, Susann Schimk

Kostüme: Elke Sivers

Kamera: Daniela Knapp

Schnitt: Florian Miosge

Ausstattung: John Quester