Furioses, grell überzeichnetes Actioninferno nach Comicvorlage von Timur Bekmambetov, in der James McAvoy vom Nobody zum weltbesten Auftragskiller avanciert.

Kinostart: 04.09.2008

Morgan Freeman

Morgan Freeman
als Sloan

James McAvoy

James McAvoy
als Wesley

Angelina Jolie

Angelina Jolie
als Fox

Terence Stamp
als Pekwarsky

Thomas Kretschmann
als Cross

Common
als Waffenschmied

Kristen Hager
als Cathy

David O'Hara
als Mr. X

Chris Pratt
als Barry

Konstantin Khabenskij
als The Exterminator

Dato Bakhtadze
als The Butcher

Lorna Scott
als Janice

Die Handlung von Wanted

Arbeitsdrohne Wesley (James McAvoy) fristet sein kafkaeskes Dasein in einem Großraumbüro, wo ihn die übergewichtige Vorgesetzte tagsüber unterdrückt und die Freundin ihn nach Feierabend weiter demütigt. Bis ihm die aufregende Killerin Fox (Angelina Jolie) eröffnet, der Sohn einer jüngst ermordeten Hitman-Legende zu sein. Sie führt ihn zur Bruderschaft von Sloan (Morgan Freeman), wo Wesley in die väterlichen Fußstapfen tritt, um Rache zu nehmen.

Nach den "Wächtern der Nacht" gilt der Russe Timur Bekmambetow als Wunderkind und entfesselt in seinem US-Debüt ein furioses Actioninferno, das "Mr. & Mrs. Smith" mit "Matrix" verbindet: Amazone Jolie führt eine Starbesetzung durch die super-coole wie brutale Comicadaption.

Wesley Gibson ist 25 Jahre alt und ein Niemand, wie er im Buche steht. Getriezt von seinem Boss, verlacht von seiner Freundin, versinkt sein Leben in Banalität. Dann lernt Wes nach dem Mord an seinem Vater eine atemberaubende Frau namens Fox kennen, die ihm eine neue Welt zeigt: die der Bruderschaft, eine Geheimgesellschaft, die Wes zur tödlichen Waffe mit blitzschnellen Reflexen und unfassbaren Fähigkeiten ausbildet, damit er den Tod seines Vaters sühnen kann. Doch dann stellt Wes fest, dass die Bruderschaft auch eine dunkle Seite hat.

Wesley Gibson ist 25 Jahre alt und ein Niemand, wie er im Buche steht. Sein Leben ist gekennzeichnet von Banalität. Dann wird Wes von einer atemberaubenden Frau namens Fox angesprochen, die ihm eine neue Welt zeigt: die der Bruderschaft, eine Geheimgesellschaft, die Wes zur tödlichen Waffe mit blitzschnellen Reflexen und unfassbaren Fähigkeiten ausbildet, damit er den Mord an seinem Vater sühnen kann. Doch dann stellt Wes fest, dass die Bruderschaft nicht mit offenen Karten spielt und ihn nur ausnutzt, um ihre Feinde auszuschalten.

Kritik zu Wanted

Timur Bekmambetov debütiert mit einer furiosen, grellbunten und knallharten Comic-Adaption in Hollywood - sein bester Effekt bleibt aber Angelina Jolie als Action-Amazone.

"Wanted". Das klingt nach Genre und Routine. Von beidem sind ordentliche Prisen vorhanden. Und dann ist da noch dieser "Matrix"-Touch, diese Augenblicke, in denen die Zeit einzufrieren scheint, ehe der Held explodiert und die Hölle in Gang setzt. Dann fliegen Fetzen und Kugeln wie einst bei "Mr. & Mrs. Smith". Womit wir bei Angelina Jolie wären, diesem unglaublichen Spezialeffekt der Natur, die hier eine Auftragskillerin namens Fox gibt: katzenäugig, schmollmundig, biegsam - und mit Waffen versteht sie umzugehen wie Sarah Wiener mit ihrem Küchengerät. Aber halt. Eigentlich spielt Mrs. Pitt nur die zweite Geige. Held, besser kafkaesker Anti-Held, ist ein gewisser Wesley, dem der tief traurig dreinblickende James McAvoy, Leibarzt von Idi Amin in "Der letzte König von Schottland", Gesicht und Stimme leiht.

Tag für Tag hockt er in seinem spartanischen Verschlag inmitten eines riesigen Großraumbüros. Drohne einer Versicherungsgesellschaft, unterdrückt von der übergewichtigen Vorgesetzten, die jedem Hochsicherheitstrakt zur Zierde gereichen würde, betrogen von der ewig keifenden Freundin. Da taucht Fox auf und offenbart Wesley, dass er doch seine Talente besser einer Bruderschaft von Webern zur Verfügung stellen sollte. Weber? Na ja, weben tun die Herrschaften eigentlich nur Hobby-mäßig, ihr Hauptjob besteht im Beseitigen unliebsamer Zeitgenossen. Deren Namen finden sich in den Fäden des Webstuhls des Schicksals, die Ober-Weber Sloan zu lesen versteht. Morgan Freeman gibt mit Grandezza diese mysteriöse Gestalt - und nur ihm nimmt man sie auch ab. Im Falle moralischer Bedenken verweist er darauf, dass man mit einem Mord eventuell Tausende Leben zu retten vermag. Fragwürdig? Schon, aber der Film basiert auf der Comic-Serie von Mark Millar und J.G. Jones. Ende der Diskussion.

Also durchläuft Wesley einen allumfassenden Schnelllehrgang in Sachen Mordmaschine, Hauptaugenmerk Kugeln ausweichen bzw. diese mit Gedanken umlenken. Dann geht's richtig los. Mit der Suche nach dem Mörder seines Vaters. Diese sabotiert ein gewisser Cross - Thomas Kretschmann setzt seine körperlichen Vorzüge gekonnt ein -, während der durchgeknallte Kasache Timur Bekmambetov bei seinem stilistisch sorgfältig durchkomponierten Hollywood-Debüt beweist, dass seine beiden höchst erfolgreichen "Wächter"-Filme quasi nur Fingerübung in Sachen Suspense und Thrill waren. So stürzen denn hier gleich ganze Zuggarnituren optisch überzeugend in die Schlucht, derweilen im Fallen noch aus allen Rohren geballert wird. Ruht mal kurz die Action, schwillt mal Danny Elfmans Pompös-Score für Momente ab, begeben sich die Verwundeten in wortwörtliche "Heilbäder", denen sie wie neugeboren entsteigen - nur um sich gleich wieder ein paar Löcher in den Pelz brennen zu lassen. Besonders gerne von Ms. Jolie, der man nicht einmal eine Waffe in die Hand drücken muss - sie ist so schon Killer genug. geh.

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Info

Plakat des Films: Wanted

Kinostart: 04.09.2008

USA 2008

Länge: 1 h 50 min

Genre: Action

Originaltitel: Wanted

Regie: Timur Bekmambetow

Drehbuch: Michael Brandt, Derek Haas

Musik: Danny Elfman

Produktion: Iain Smith, Jason Netter, Marc E. Platt, Jim Lemley

Kostüme: Varvara Avdyushko

Kamera: Mitchell Amundsen

Schnitt: David Brenner

Ausstattung: John Myhre

Website: http://www.wanted-film.de