Weitgehend dialogfreies Science-Fiction-Abenteuer von Pixar über einen kleinen Haushaltsroboter, der nach der Apokalypse 700 Jahre auf der Erde aufgeräumt hat, um sich in eine süße Androidin zu verlieben und ihr ins Weltall zu folgen.

Kinostart: 25.09.2008

Handlung

Wall·E ist ein kleiner Haushaltsroboter, der klaglos seinen Dienst verrichtet und Müll zusammenpresst, um ihn zu Wolkenkratzern aufzustapeln. Denn der kleine rostige Kasten macht seinen Job seit nunmehr 700 Jahren! Damals verließen alle Menschen die völlig zugemüllte Erde. Nun ist Wall·E der letzte seiner Art auf einem toten Planeten. Bis Androidin Eve als Lichtgestalt vom Himmel herunterschwebt. Der schüchterne Blechkerl verliebt sich sofort in sie.

Animationsperle aus dem Hause Pixar, das mit "Findet Nemo", "Ratatouille" & Co. regelmäßig für Filmwunder sorgt. Das liebevolle, konsum- und kulturkritische Science-Fiction-Märchen bietet einen R2D2-artigen Roboter als Helden in einer herzerwärmenden, fast dialoglosen (Liebes-)Odyssee.

700 Jahre sind vergangen, seitdem die Erde in der Apokalypse versunken ist. Seither hat der kleine Haushaltsroboter Wall-E brav die ihm verordneten Arbeiten verrichtet und Wolkenkratzer-hohe Türme von Schutt errichtet. Seine Routine gerät aus den Fugen, als ein Raumschiff landet und den modernen weiblichen Androiden Eva auslädt, die nach Leben suchen soll. Wall-E ist sofort verknallt und schenkt Eva einen Sprössling, den er gefunden hat. Als sie wieder abgeholt wird, folgt er Eva ins Weltall.

700 Jahre sind vergangen, seitdem die Erde in der Apokalypse versunken ist. Seither hat der kleine Haushaltsroboter Wall-E brav die ihm verordneten Arbeiten verrichtet und Türme von Schutt errichtet, während um ihn herum alles vor die Hunde gegangen ist. Seine Routine gerät aus den Fugen, als ein Raumschiff landet und den modernen Androiden Eva auslädt, die nach Leben suchen soll. Wall-E ist sofort verknallt und schenkt Eva einen Sprössling, den er gefunden hat. Als sie wieder abgeholt wird, folgt er Eva ins Weltall.

Kritik

Perfekte Pixar-Familienunterhaltung, die mit großem Herzen die postapokalyptische Geschichte eines einsamen kleinen Müll-Roboters erzählt, der zur Schlüsselfigur der menschlichen Zukunft avanciert.

Regisseur und Drehbuchautor Andrew Stanton meldet sich nach seinem Oscar-prämierten Blockbuster "Findet Nemo" (2003) mit einem weiteren Instant Classic zurück. Ähnlich wie bei seiner ersten Eigenregie setzt Stanton auf liebenswerte Figuren und eine pfiffige Story, die optimistische sowie tragische Elemente verbindet. Die technische Realisation mit verblüffend realistischen Backgrounds entspricht dem gewohnt richtungweisenden Pixar-Standard. So werden mit dem nunmehr neunten Projekt des Animationshauses neue Höhenflüge bewältigt, die auch (oder gerade) Erwachsene begeistern wird. Dabei wird zunächst nicht in charakteristischer Farbenpracht geschwelgt, sondern das sepia-getränkte Szenario einer deprimierenden Dystopie entworfen. 700 Jahre in der Zukunft ist der Planet mit riesigen Müllschichten überhäuft, selbst die Erdumlaufbahn ist mit alten Satelliten und Schrott aller Art verschandelt. Als einzige Zeichen von Leben entpuppen sich der Müllkompaktierer WALL-E (Waste Allocation Load Lifter Earth-class) und seine Pinocchios Grille Jiminy Cricket nachempfundene Kakerlake. WALL-E ist der letzte funktionierende Roboter der Welt (Endzeit-Klassiker wie "Omega Man" werden recycelt) und er vergnügt sich neben seiner Arbeit (dem Aufstapeln von gepressten Müllwürfeln zu Wolkenkratzern) mit dem Auflesen von coolen Sammelgegenständen und Ersatzteilen für sich selbst. Unerwartete Gesellschaft erscheint aus verrauchtem Himmel mit dem grazilen weißen Flugroboter EVE (Extraterrestial Vegetation Evaluator) an Bord eines Raumschiffs. Obwohl sie zuerst versucht ihn abzuknallen, ist WALL-E von ihr hingerissen und versucht sie schüchtern zu umgarnen. Als er ihr eine kleine (und weltweit einzige!) Pflanze zeigt, ist EVEs Mission erfüllt und ihr Raumschiff holt sie ab. WALL-E klammert sich an dessen Außenwand und reist als blinder Passagier zu EVEs Heimatstation. Dorthin ist die Menschheit vor Jahrhunderten ausgewandert, wo sie inzwischen zu allesamt übergewichtigen, wurmartigen Konsumkreaturen mutiert sind. Sie laufen nicht mehr, sondern lümmeln in schwebenden Fernsehsesseln, starren auf virtuelle Monitore direkt vor ihren Augen und nehmen ununterbrochen Flüssignahrung wie "Pizza-Drinks" zu sich. Diese unverhohlene Satire auf die krass um sich greifende amerikanische Walmart-Wegwerf-Kultur hätte ohne weiteres bösartig ausfallen können, doch Stanton entschärft diese Spitzen, indem er die Menschen als sympathische Kindwesen porträtiert. So auch den Kapitän des Raumkreuzer, der aufgrund des pflanzlichen Lebensbeweises zurück zur Erde navigieren will. Doch diverse Komplikationen könnten einen Strich durch die Rückkehr-Rechnung machen. Letztlich ist es der kleine WALL-E, der dabei eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Sobald die Story auf die Weltraumstation verlegt wird, macht sich beispielsweise mit Randale machenden Rabauken-Robotern fröhlich überschwängliche Verspieltheit breit, die an "Die Monster AG" oder eben "Findet Nemo" erinnert. Ab diesen Zeitpunkt setzen mehr Dialoge ein, zuvor sind nur vereinzelt die mechanischen Stimmlaute von WALL-E und EVE zu vernehmen. Diese wurden von Soundspezialist Ben Burtt kreiert, der bereits die Stimme von R2-D2 aus "Krieg der Sterne" schuf. Ohnehin finden sich Referenzen zu allen Weltraum-Klassikern, die gut und heilig sind, vor allem aber zu Kubricks "2001". Weitläufige Panorama-All-Aufnahmen sind von bestechender Schönheit, doch mit am erstaunlichsten ist die anrührende Emotionalität dieses ergreifenden Abenteuers um Zerstörung, Einsamkeit, Liebe, Ausdauer und dem Triumph des Überlebenswillens. ara.

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Info

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Kinostart: 25.09.2008

USA 2008

Länge: 1 h 38 min

Genre: Animation

Originaltitel: WALL·E

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