Actionreiches, auch amüsantes Redneck-Rachedrama mit Dwayne "The Rock" Johnson.

Kinostart: nicht bekannt

Dwayne Johnson

Dwayne Johnson
als Chris Vaughn

Johnny Knoxville

Johnny Knoxville
als Ray Templeton

Neal McDonough

Neal McDonough
als Jay Hamilton

Khleo Thomas
als Pete Vaughn

Kristen Wilson
als Michelle Vaughn

John Beasley
als Chris Vaughn Sr.

Ashley Scott
als Deni

Michael Bowen
als Sheriff Stan Watkins

Kevin Durand
als Booth

Patrick Gallagher
als Keith

Barbara Tarbuck
als Connie Vaughn

Ryan Robbins
als Travis

Michael Adamthwaite
als Burke

Terence Kelly
als Richter L. Powell

Andrew Tarbet
als Jimmy

John Stewart
als Rusty

Eric Breker
als Deputy Ralston

Darcy Laurie
als Smitty

Fred Keating
als Doctor

Ben Cardinal
als Michelles Partner

Kett Turton
als Kenner

Tom Scholte
als Merle Crowe

Handlung

Früher tötete Chris Vaughn (Dwayne "The Rock" Johnson) für Uncle Sam in fernen Wüstenkriegen, jetzt kehrt er heim in sein ehemals beschauliches Hinterwalddorf in Washington. Er muss jedoch feststellen, dass dort längst Kriminelle die Bevölkerung hemmungslos in Angst und Schrecken versetzen. Die Spuren der Zerstörung führen zu einem unlauteren Casino, wo Vaughns Exfreundin mittlerweile auf dem Table tanzt. Vaughn beschließt, sich zum Sheriff wählen zu lassen und den Bösewichten einen Besuch abzustatten.

Die wahre Geschichte eines Knüppel schwingenden Provinzordnungshüters, den auch Mafiamethoden nicht stoppen können, wurde frei nach dem Original von 1972 ("Der Große aus dem Dunkel") neu aufbereitet, diesmal mit Wrestling-Hauklotz "The Rock" und "Jackass"-Vandale Johnny Knoxville.

Ex-Soldat Chris Vaughn kehrt nach Jahren in sein Heimatstädtchen zurück, wo statt einer Holzfabrik ein Casino mit Striptease, Drogen und Falschspiel wichtigster Arbeitgeber geworden ist. Nach übler Schlägerei und der Überdosis von Chris' Neffen, sieht Chris rot. Er schnappt sich einen Holzpfosten und haut das Casino kurz und klein und wird sogar zum Sheriff ernannt.

Einst kehrte Chris Vaughn seinem schmucken Heimatort den Rücken, um bei den Special Forces Karriere zu machen. Während sein Kumpel Ray zu Hause unschöne Junkie-Zeiten verlebte, hat der gemeinsame Schulfreund Jay das ehemals blühende Holzfällerstädtchen in einen heruntergekommenen Sündenpfuhl voller Dealer, Zocker und Nutten verwandelt. Natürlich stinkt das dem Gutmenschen Ray ganz gewaltig und so lässt er sich zum Sheriff wählen, um selbst das Gesetz in die Hand zu nehmen - mit Hilfssheriff Ray an seiner Seite.

Kritik

Nach der Special-Effects-Fantasy "Scorpion King" und der launigen Actionkomödie "Welcome to the Jungle" ist der dritte Film mit dem Wrestling-Superstar "The Rock" aka Dwayne Johnson in der Hauptrolle nun ein actionreiches Redneck-Rachedrama. Dieses Remake von "Der Große, der aus dem Dunkeln kam" aus dem Jahr 1973 basiert auf wahren Begebenheiten und dreht sich um die wenig zimperliche Verbrechensbekämpfung des legendären Holzplanken schwingenden Südstaaten-Sheriffs Buford Pusser.

Das Original mit Joe Don Baker in der Hauptrolle war ein Eintrag ins sogenannte "Hixploitation"-Subgenre (Hicks entspricht Rednecks) und erfolgreicher Vorreiter der in den 70er Jahren populären Selbstjustiz-Thriller à la "Ein Mann sieht rot". Für die Neuadaption des Drehbuchs waren immerhin vier Autoren notwendig, die die formelhafte Geschichte auffällig noch mehr fiktionalisierten. Der Haudrauf-Held heißt jetzt Chris Vaughn, der nun nicht mehr professioneller Ringer, sondern ein ehemaliger Special Forces Elitesoldat ist und in sein Heimatstädtchen im ländlichen Washington (gefilmt wurde im naturschönen British Columbia) zurückkehrt. Während seiner achtjährigen Abwesenheit hat sich viel verändert. Die örtliche Holzfabrik hat zugemacht und Chris' ehemaliger Schulkamerad Jay Hamilton (Neil McDonough aus "Timeline" gibt einen kompetenten Bösewicht ab) hat ein Casino eröffnet, das mit Striptease, Drogen und Falschspiel aufwartet. Die örtliche Polizei drückt mit aufgehaltener Hand beide Augen zu und so wimmelt es im Städtchen von "künstlichen Brüsten und echten Arschlöchern". Im Casino wird der moralisch unerschütterliche Fels Chris denn auch alsbald in eine Riesenschlägerei verwickelt, wonach er von Hamiltons Schurken fast zu Tode gefoltert wird. Als sein kleiner Neffe wenig später mit einer Drogenüberdosis ins Krankenhaus eingeliefert wird, sieht Chris endgültig rot. Er schnappt sich einen Holzpfosten und haut das Casino kurz und klein. Doch statt dafür im Kittchen zu landen, wählen ihn die geplagten Bürger zu ihrem neuen Sheriff, der den amoralischen Sumpf konsequent trocken legt.

An Johnsons wuchtige Seite gesellen sich "Jackass" Johnny Knoxville, der mit seinen bewährten (wenn auch entschärften) Maso-Stunt-Einlagen als amüsanter Sidekick aufwartet, und "S.W.A.T."-Girl Ashley Scott als sexy Love Interest, die dem bleihaltigen Shootout im Sheriffsgebäude nach ihrem gemeinsamen Schäferstündchen im roten Spitzen-BH beiwohnt. Auf Realismus fußende Glaubwürdigkeit wird bei der abgehackt wirkenden Inszenierung des ehemaligen Videoclipregisseurs Kevin Bray (Debüt: "All About the Benjamins") also nicht unbedingt großgeschrieben. Dafür legte er sein Augenmerk bei einer ausgesprochen dürftigen Lauflänge von knapp 75 Minuten fast ausschließlich auf Nonstop-Action im primitiven Hausmannskostformat. Dies gibt Johnson Gelegenheit, seine Wrestlingkünste in machohaft-bodenständigen Keilereien einzusetzen. Mehr ist kaum drin. Dennoch blitzt auch hier sein beträchtliches Charisma auf. Man wünscht dem schauspielerisch nicht untalentiertem Johnson für die Zukunft weniger eindimensionale Projekte. Dann hätte er durchaus das Zeug, die derzeit ein wenig in der Schwebe hängende Hollywood-Actionkrone in Anspruch zu nehmen. ara.

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Info

Plakat des Films: Walking Tall - Auf eigene Faust
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2004

Länge: 1 h 26 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Walking Tall

Regie: Kevin Bray

Drehbuch: Channing Gibson, Brian Koppelman, David Klass, David Levien

Musik: Graeme Revell

Produktion: Lucas Foster, David Hoberman, Jim Burke, Ashok Amritraj, Paul Schiff

Kostüme: Gersha Phillips

Kamera: Glen MacPherson

Schnitt: George Bowers, Robert Ivison

Ausstattung: Brent Thomas, Roxanne Methot

Website: http://www.walkingtall-derfilm.de

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