Hervorragend fotografiertes und stark gespieltes Roadmovie um drei Frauen im Aufbruch.

Kinostart: 18.10.2007

Hannelore Elsner

Hannelore Elsner
als Gerline von Habermann

Esther Zimmering

Esther Zimmering
als Francesca Conchiglia

Kim Schnitzer
als Antonietta Conchiglia

Aykut Kayacik
als Enrico Conchiglia

Egbert Jan Weeber
als Snickers

Friederike Wagner
als Inge Grewe

Nina Vorbrodt
als Frau Polder

Die Handlung von Vivere

Francesca (Esther Zimmering) und Antonietta Conchiglia (Kim Schnitzer) sind Schwestern, haben aber sonst nicht viel gemein. Taxifahrerin Francesca kümmert sich mütterlich-aufopferungsvoll um den Haushalt, seit die Mutter Vater Enrico (Aykut Kayacik) verlassen hat. Teenie Antonietta ist in einer rebellischen Phase und neuerdings schwer in ihren holländischen Freund Snickers (Egbert-Jan Weeber) verschossen. Kurz vor Weihnachten brennt sie mit ihm nach Rotterdam durch. Francesca fährt ihr nach und liest dabei Gerlinde (Hannelore Elsner) auf.

Drei Frauen geben die drei unterschiedlichen Perspektiven vor, aus denen Angelina Maccarones Drama um Liebe, Verzweiflung und Pflichtgefühl besteht. Die drei verletzten Seelen kreuzen sich in dem nächtlichen Roadmovie schicksalhaft immer wieder.

Als ihre Teenie-Schwester Antonietta an Heiligabend mit ihrem holländischen Punkfreund Snickers von Köln-Pulheim nach Rotterdam durchbrennt, will Taxifahrerin Francesca sie zurückholen und stößt bei der Suche auf die eben entlassene Speditionskauffrau Gerlinde, die die Schwestern in ihren Bann zieht und ihrerseits durch die Jüngeren verändert wird.

Als ihre Teenie-Schwester Antonietta an Heiligabend mit ihrem holländischen Punkfreund Snickers von Köln-Pulheim nach Rotterdam durchbrennt, will Taxifahrerin Francesca sie zurückholen und stößt bei der Suche auf die eben entlassene Speditionskauffrau Gerlinde. In den kommenden drei Tagen kommen sich die drei völlig unterschiedlichen Frauen auf unerwartete Weise nahe. Die Begegnung verändert jede von ihnen und lässt sie ihre bisheriges Leben von Grund auf überdenken und zu Entscheidungen kommen.

Kritik zu Vivere

Hervorragend fotografiertes und stark gespieltes Roadmovie um drei Frauen im Aufbruch, die in drei Geschichten drei Gründe fürs Leben finden.

Als ihre Teenie-Schwester Antonietta (Kim Schnitzer) an Heiligabend mit ihrem holländischen Punkfreund Snickers von Köln-Pulheim nach Rotterdam durchbrennt, will Taxifahrerin Francesca (Esther Zimmering) sie zurückholen und stößt bei der Suche auf die eben entlassene Speditionskauffrau Gerlinde (Hannelore Elsner), die die Schwestern in ihren Bann zieht und ihrerseits durch die Jüngeren verändert wird. Was sich in diesen drei Tagen ereignet, erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone in drei jeweils aus der Sicht von (in der Reihenfolge) Francesca, Gerlinde und Antonietta erzählten Geschichten, deren besonderer Reiz in den Schnittpunkten der Stories und den dadurch bedingten veränderten Perspektiven liegt.

Angelina Maccarone ("Verfolgt", "Fremde Haut") kam es eigener Aussage nach auf das Warten von Menschen an, die über den plötzlichen Aufbruch gezwungen sind, ihr Leben zu überdenken. Sie finden in der Begegnung mit den anderen Frauen den Mut, Alltagsfrust, Routine, Resignation und Desillusion ("Früher oder später wird man immer verlassen.") hinter sich zu lassen und dem Titel gemäß die entscheidenden Gründe fürs Leben ("Man ist nie zu alt für die Liebe.") zu finden. Den klaren Vorgaben entspricht der nüchterne, fast lakonische Stil, mit dem Hannelore Elsner, Esther Zimmering ("Kleine Schwester") und Kim Schnitzer ("Lucy") das Trio der im Taxi, in Punk-Club und in einem Hotel die mit knappen Dialogen zu sich findenden starken Frauen generationsüberwindend spielen.

Von der mehrfach ausgezeichneten Kamerafrau Judith Kaufmann ("Vier Minuten") hervorragend fotografiert, gehört Maccarones größtenteils nachts spielendes Roadmovie zu den farbdramaturgisch durchdachtesten deutschen Filmen der letzten Jahre. Die Arbeit mit der Signalwirkung von Primärfarben, Schärfenwechseln und Kontrasten ist purer visueller Genuss und überwindet so auch formal die Tristesse, aus der das Trio der lebens- und liebeskranken Frauen ausbricht. Ein Roadmovie der Hoffnung. ger.

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Info

Plakat des Films: Vivere
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.10.2007

Deutschland 2007

Länge: 1 h 34 min

Genre: Drama

Originaltitel: Vivere

Regie: Angelina Maccarone

Drehbuch: Angelina Maccarone

Musik: Jakob Hansonis, Hartmut Ewert

Produktion: Anita Elsani

Kostüme: Ute Paffendorf

Kamera: Judith Kaufmann

Schnitt: Bettina Böhler

Ausstattung: Peter Menne