Im vierten Ausflug der verrückten Griswald-Family dient die Glitzermetropole Las Vegas als Kulisse für allerhand Slapstick.

Kinostart: nicht bekannt

Handlung

Die vierköpfige Familie Griswald beschließt, die Ferien in diesem Jahr in Las Vegas zu verbringen. Dort geht die geplante Harmonie bald über Bord und jedes Mitglied eigene Wege: Vater Griswald verspielt das Familiensilber, Mutter läßt sich von einem charmanten Schnulzensänger becircen und Tochter Audrey studiert die hohe Kunst des textilarmen Tanzes.

Was für die Griswolds - Papa Clark, Mama Ellen und ihre beiden pubertierenden Kinder Rusty und Audrey - als entspannender und zusammenhaltsfördender Urlaub in Las Vegas geplant war, entpuppt sich schnell als Alptraum. Clark droht am Spieltisch Haus und Hof zu verlieren, Ellen zeigt sich den Avancen des Schnulzensängers Wayne Newton nicht abgeneigt, Rusty erweist sich als hochbegabter Glücksspieler und Audrey sieht ihre berufliche Zukunft als Disco-Showtänzerin. Die US-Musterfamilie steht vor einer harten Bewährungsprobe...

Die kleinbürgerliche Familie Griswolds planen ihren Jahresurlaub in Las Vegas zu verbringen. Doch dies entpuppt sich als nicht sonderlich fördern für den Zusammenhalt der Familie. Der Vater verspielt Haus und Hof, die Mutter fühlt sich zu einem Sänger hingezogen und die Tochter träumt nun von einer Karriere als Showtänzerin. Viertes Reiseabenteuer der skurrilen Familie.

Kritik

Nachdem die "typisch amerikanische" Familie Griswold unter ihrem Oberhaupt Chevy Chase im ersten Teil "Die schrillen Vier auf Achse" (1983) in einem cross country trip die Vereinigten Staaten unsicher machte, in "Hilfe, die Amis kommen" (1985) Europa auf den Kopf stellte und 1989 die immens erfolgreiche "Schöne Bescherung" auftischte, dient der reisefreudigen Chaotentruppe nun das Glitterparadies Las Vegas als satirische Spielwiese.

Getreu der Maxime, daß für jede Folge ein neuer Regisseur an die Arbeit muß, wurde die Inszenierung der Slapstickkomödie diesmal von Stephen Kessler übernommen. Unter der Schauspielerriege finden sich neben Chase etliche bekannte Gesichter: Beverly D'Angelo mimt Mutter Ellen Griswold, Randy Quaid ist wie gewohnt als der nervtötende Cousin Eddie mit von der Partie, und Christie Brinkley wiederholt ihren Part als flotter Käfer im schnellen Flitzer. Daneben wird mit Auftritten der sich selbst spielenden Großkatzendompteure Siegfried & Roy und Schmusesänger Wayne Newton adäquat überkanditeltes Vegas-Showbusiness-Flair vermittelt. Selbst Produzent Jerry Weintraub ließ sich einen Cameo-Auftritt als modebewußter Mafia-Don nicht nehmen. Das Drehbuch von Autorin Elise Bell bugsiert das Ehepaar Griswold (Chase und D'Angelo) samt ihrer pubertierenden Sprößlinge Rusty (Ethan Embry) und Audrey (Marisol Nichols) nach Las Vegas, wo Familienzusammenhalt praktiziert werden soll. Doch kaum angekommen, geht jedes Familienmitglied seine eigenen Wege: Vater Griswold wird vom Spielteufel befallen, die schmählich zugunsten eines ebenso unsympathischen wie unbesiegbaren Kartendealers (Wallace Shawn) vernachlässigte Mutter Griswold ist den Avancen Wayne Newtons nicht abgeneigt, Rusty erweist als Spieler-Naturtalent, und Audrey übt sich als leichtgeschürzte Disco-Showtänzerin. Erst als Clark Griswold völlig abgebrannt ist, besinnt er sich auf den unbezahlbaren Wert einer intakten Familie und macht sich daran, seinen wertvollsten Besitz zurückzugewinnen...

Die Filmemacher haben sich bei der Auswahl ihrer Gags nicht gerade in punkto Originalität überschlagen: Wenn Chase beispielsweise versucht, Wasserlöcher im Hoover-Damm mit Kaugummi zu stopfen - eine Episode, die jüngst in "Beavis & Butthead machens in Amerika" weitaus witziger ausgeführt wurde - dann offenbart die "Vegas Vacation" die abgegriffene Slapstick-Seele satter Achtziger-Jahre-Komödien wie "Spione wie wir". Auch wenn das komödiantische Timing nicht immer so recht sitzen will, konnte der vierte Familientrip der Griswolds in den USA bisher beachtliche 21,3 Mio. Dollar einspielen, was für das komödienvernarrte Deutschland durchaus akzeptable Aussichten verheißt. ara.

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Info

Plakat des Films: Viva Las Vegas - Hoppla, wir kommen
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 1996

Länge: 1 h 34 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Vegas Vacation

Regie: Stephen Kessler

Drehbuch: Elisa Bell

Musik: Joel McNeely

Produktion: Jerry Weintraub

Kamera: William A. Fraker

Schnitt: Seth Flaum

Ausstattung: David L. Snyder, Tom Valentine