Derbe Teen-Comedy um eine Sexpuppe, die zum Leben erwacht und einen Loser zum Hipster macht.

Kinostart: 13.10.2016

Ruby O. Fee
als Jessy

Lucas Reiber
als Jannis

Lennart Betzgen
als Ecki

Helena Siegmund-Schultze
als Mia

Sarah Mahita
als Neele

Nina Kronjäger
als Toms Mutter

Lenny Den Dooven
als Felix

Janina Stopper
als Sonja

Lion Wasczyk
als Richi

Fang Yu
als Jiao Yu

Adnan Maral
als Autoh

Anke Sevenich
als Direktorin

Armin Marewski
als Stuntpr

Luis Immanuel Rost
als Tom (11 Jahre)

Lorenzo Germeno
als Dodie (11 Jahre)

Handlung

„Fünf Freunde“-Regisseur Mike Marzuk lässt eine Plastikpuppe auf eine Abi-Clique los.

Tom hat ein Problem: Er ist einfach zu nett, und echte Frauen stehen nicht auf nette Kerle. Folglich ist er der einzige, der noch bei keiner landen konnte.

Der Gipfel der Peinlichkeit ist, als er auf der Abi-Party unter grölendem Gelächter ein besonderes Geschenk erhält: Fixi, eine aufblasbare Puppe in Lebensgröße.

Tom ertränkt seinen Frust und will das Ding einfach nur loswerden. Doch am nächsten Morgen liegt plötzlich eine echte Traumfrau in seinem Bett: Die Puppe ist zum Leben erwacht!

Mit der supersüßen Fixi (Lisa Tomaschewsky) als Freundin wird Tom über Nacht vom Normalo zum Hipster: coole Partys, neue Freunde inklusive – doch andere bleiben auf der Strecke. Bis Tom klar wird, worauf es im Leben wirklich ankommt …

Tolle deutsche Jungstars und ein fieser Scherz beim Abi-Ball machen „Verrückt nach Fixi“!

Kritik

Verrückte High-Concept-Comedy über einen unsicheren Jungen, der eine Gummipuppe geschenkt bekommt, die zu Leben erwacht.

Die Blütezeit der Wish-Fulfillment-Komödien für Heranwachsende war Mitte der Achtzigerjahre - Filme wie "L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn", "Big" oder "Ferris macht blau" gab es da, in denen nerdige Jungs wie Matthew Broderick oder Anthony Michael Hall von den süßen Früchten der Versuchung kosten durften, nur um versichert zu werden, dass das eigene, vormals so trist und traurig erscheinende Leben in der Vorstadt doch das richtige ist. "Verrückt nach Fixi", die achte Regiearbeit von "Fünf Freunde"-Regisseur Mike Marzurk, stets in Tandem mit der Münchner SamFilm entstanden, wirkt wie dieser Zeit entrissen.

Wenn das Wuschelhaar der von Jascha Rust gespielten Hauptfigur Tom nicht so eindeutig im Hier und Jetzt verortet wäre und hippe Beats über den Hochglanzbildern des ins beste Großstadtlicht gerückten Mainhattan lägen, könnte die Geschichte einer besten Jungsfreundschaft, die auf eine schwere Belastungsprobe gestellt wird, ein etwas spießigerer "Tschick" sozusagen, tatsächlich in den Tagen des jungen Tom Hanks und John Cusack spielen. Die Eighties sind allgegenwärtig in dem High-Concept-Spaß mit einer zu Leben erweckten Sexgummipuppe namens Fixi, die das Leben des schluffigen Helden auf den Kopf stellt, weil er mit einer so scharfen und ihm willenlos ergebenen Mieze am Arm auf einmal als das wahrgenommen wird, was er immer gerne gewesen wäre, aber niemals war: cool. Was ihn bereitwillig all das über den Haufen werfen lässt, was in seinem Leben stets für ihn gut gelaufen ist: seine Freundschaft zu dem ebenso schlagfertigen wie loyalen Dodie (Roland Schreglmann als aufrechter Sympathieträger), sein Talent als Comiczeichner, für das er von einem anonymen Fan sogar auf Facebook bewundert wird, sein hervorragender Schulabschluss und die offenkundige Zuneigung der patenten Krankenschwester Mia, die für jedermann ersichtlich außer ihm selbst wie geschaffen für ihn ist. Aber das ist nun mal das eherne Gesetz dieser schlichten Filme: Der Held muss erst einmal alle erdenklichen Irrwege gehen, bevor ihm ein Licht aufgeht.

Und so hat Tom die Sexbombe Fixi am Arm und erlebt mit einem Mal all die Dinge, die ihm bislang verwehrt geblieben sind: Spritztour mit einem Porsche, Anerkennung der hippen Jungs, Einlass in die angesagte Disco und, auch nicht zu verachten, erster heißer Sex. Aber so recht scheint Marzuk dem leichten Ton seines Films nicht zu trauen. Mit zunehmender Dauer wird er dem zunächst eingeschlagenen "Harte Jungs"-Kurs immer wieder untreu und streut ernste Momente ein. Die Szene, in der Dodie von den Kumpels eines fiesen Angebers krankenhausreif getreten wird, scheint gar aus einem anderen Film zu stammen. Dass man dabei bleibt, bis sich die grauen Wolken wieder verzogen haben, ist den liebenswerten Figuren geschuldet. Und Lisa Tomascheswky, die aus der undankbaren Rolle des willfährigen Mädchens mehr herausholt, als man jemals ahnen würde. Und wenn es nur der Spaß ist, einer Fleisch gewordenen Sexpuppe dabei zuzusehen, wie sie einen inneren Triumph erlebt, weil es ihr gelingt, das Geheimnis von Rubiks Zauberwürfel zu knacken. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 13.10.2016

Deutschland 2016

Länge: 1 h 35 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Verrückt nach Fixi

Regie: Mike Marzuk

Drehbuch: Mike Marzuk, Thomas Sieben

Musik: Wolfram de Marco

Produktion: Andreas Ulmke-Smeaton, Ewa Karlström, Bernd Schiller

Kostüme: Diana Dietrich

Kamera: Benjamin Dernbecher

Schnitt: Tobias Haas

Ausstattung: Franziska Ganzer