Die "Millennium"-Trilogie geht in die letzte Runde: Nerven aufreibender, actionreicher Thriller und atmosphärisch stimmiger Politkrimi in bester skandinavischer Tradition.

Kinostart: 03.06.2010

Noomi Rapace

Noomi Rapace
als Lisbeth Salander

Michael Nyqvist

Michael Nyqvist
als Mikael Blomkvist

Peter Andersson
als Nils Bjurman

Jacob Ericksson
als Christer Malm

Sofia Ledarp
als Malin Erikson

Mikael Spreitz
als Ronald Niedermann

Niklas Hjulström
als Richard Ekstr

Lennart Hjulström
als Fredrik Clinton

Georgi Staykow
als Alexander Zalachenko

Lena Endre
als Erika Berger

Annika Hallin
als Annika Giannini

Michalis Koutsogiannakis
als Dragan Armanskij

Yasmine Garbi
als Miriam Wu

Per Oscarsson
als Holger Palmgren

Anders Ahlbom Rosendahl
als Peter Teleborian

Johan Kylén
als Jan Bublanski

Tanja Lorentzon
als Sonja Modig

Paolo Roberto
als Paolo Roberto

Pelle Bolander
als Sonny Nieminen

Thomas Lindblad
als Magge Lundin

Mirja Turestedt
als Monica Figuerola

Magnus Krepper
als Hans Faste

Hans Alfredson
als Evert Gullberg

Tomas Köhler
als Plague

Handlung

Lisbet Salander wird beim Kampf mit ihrem Widersacher Zala schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebt weiterhin in höchster Lebensgefahr, will doch nun der Geheimdienst sie mundtot machen, damit die Verbindung zwischen Zala und höchsten Regierungskreisen nicht publik wird. Derweilen setzt der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem sadistischen Vormund sowie zwei Journalisten zu beweisen.

Lisbet Salander wird beim Kampf mit ihrem Widersacher Zala schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Sie schwebt weiterhin in größter Lebensgefahr, will doch nun der Geheimdienst sie mundtot machen, damit die Verbindung zwischen Zala und höchsten Regierungskreisen nicht publik wird. Derweilen setzt der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem sadistischen Vormund sowie zwei Journalisten zu beweisen.

Kritik

In bewährter skandinavischer Krimimanier beschließt das Trio Noomi Rapace, Michael Nyqvist und Daniel Alfredson Stieg Larssons dreiteilige Bestseller-Adaption.

"Verblendung", "Verdammnis", "Vergebung"... Stieg Larssons fulminante "Millennium-Trilogie" geht in die letzte Runde. Regie führte wie bei Teil zwei, erneut nach Jonas Frykbergs Drehbuch, Daniel Alfredson, was insofern Sinn macht, weil die Story - nach finalem Cliffhanger - direkt dort anknüpft, wo "Verdammnis" aufhörte und beide "Folgen" im Prinzip als ein langer Film gesehen werden können. Entsprechend gleichen sich auch Machart und Aufbau, entsprechend werden hier nach dem etwas ruhigeren "Zwischenspiel" eher die Spannungselemente, weniger die psychologischen Momente herausgearbeitet.

Die Punk-Ermittlerin Lisbeth Salander, wieder überzeugend zum Leben erweckt von Noomi Rapace, wird nach einem Kampf mit ihrem Widersacher Zala mit einer Schussverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Doch in Sicherheit ist sie deswegen nicht, trachtet ihr doch nun der Geheimdienst nach dem Leben, der auf keinen Fall will, dass die Verbindung zwischen Zala und höchsten Regierungskreisen bekannt wird. Derweilen arbeitet der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (gleichbleibend gut: Michael Nyqvist) fieberhaft daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem sadistischen Vormund und zwei Journalisten zu beweisen.

Mit Hilfe einer langen, verschachtelten Parallelhandlung erzählt Alfredson seinen Nerven aufreibenden Thriller. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt der Film, der sich abwechselnd auf seine beiden Protagonisten konzentriert und die Geschichte jeweils aus deren Blickwinkel schildert. Wieder geht es um Perversion und Scheinmoral, um Hass und Verlogenheit, um Gewalt und Familiengeheimnisse - (mögliche) staatserschütternde Konsequenzen inklusive. Die bekannten Zutaten skandinavischer Krimiqualitätsware sind vorhanden, für Hitchcockschen Suspense ist reichlich gesorgt, dafür fehlt weitgehend der feministische Blickwinkel, der viel zur Qualität von "Verblendung" beitrug.

Atmosphärisch überzeugt "Vergebung" wie schon seine Vorläufer, dunkel und düster, blau-schwarz hält "Mankell"-Kameramann Peter Mokrosinski seine Bilder, ob Hospital, Gefängnis oder auch freie Natur, bedrohlich legt Jacob Groth seinen Soundtrack an. (Fast) zu viel Wert wird auf beinharte Action gelegt, der Nebenplot um eine Rockerbande wirkt etwas aufgesetzt - wie auch die Irokesenfrisur mit der Salander erhobenen Hauptes zur Gerichtsverhandlung schreitet. Insgesamt geradliniger fällt diese Larsson-Adaption aus, Politmachenschaften drängen persönliche Dramen in den Hintergrund. Eine Entscheidung, die wohl der berechtigten Hoffnung nach (noch) breiterem Publikumszuspruch geschuldet ist. geh.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 03.06.2010

Schweden 2009

Länge: 2 h 26 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Luftslottet som sprängdes

Regie: Daniel Alfredson

Drehbuch: Ulf Rydberg

Musik: Jacob Groth

Produktion: Søren Stærmose

Kostüme: Cilla Rörby

Kamera: Peter Mokrosinski

Schnitt: Mattias Morheden

Ausstattung: Jan Olof Agren, Maria Haard

Website: http://www.vergebung-derfilm.de/film

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