Komödie um eine baldige Braut, die zwar den passenden Bräutigam hat, aber keinen präsentablen Brautvater.

Kinostart: 03.05.2012

Die Handlung von Väter und andere Katastrophen

Eine junge Frau möchte mit ihrem Traummann, einem Ex-Tennis-Profi und erfolgreichen Geschäftsmann, die perfekte Hochzeit feiern. Was fehlt ist der Brautvater, der sie zum Traualtar führt. Statt des dafür engagierten Mimen stehen plötzlich zwei Herren bereit: Der Gatte ihrer verstorbenen Mutter, der sie groß gezogen hat und ein steifer Großindustrieller, der sich als ihr leiblicher Vater entpuppt. Nur entsprechen beide nicht dem Verlobten aufgetischten Märchen vom treusorgenden Papa. Die Katastrophen lassen nicht auf sich warten.

Kritik zu Väter und andere Katastrophen

Leichtfüßige französische Komödie über eine Braut, der sich gleich zwei Kandidaten als Brautvater empfehlen.

Familie kann man sich nicht aussuchen, aber den Brautvater, das denkt jedenfalls die schöne Braut. Sie hat sich den Traummann geangelt und möchte eine perfekte Hochzeit mit dem Ex-Tennis-Profi und erfolgreichen Geschäftsmann. Was fehlt, ist der Brautvater, der sie zum Traualtar führt. Sie befürchtet, dass der Gatte ihrer verstorbenen Mutter, der sie groß gezogen hat, sie bis auf die Knochen blamiert, weil er gerne einen über den Durst trinkt und lädt ihn erst gar nicht ein. Sie entschließt sich, einen Schauspieler als Brautvater zu engagieren. Als der Mime ausfällt, springt plötzlich ein steifer Großindustrieller ein und entpuppt sich als ihr leiblicher Vater, der einstige Sommerflirt ihrer Mutter. Große und kleine Katastrophen lassen nicht auf sich warten. Der Erzählstrang ist einfach wie die Figuren. Da ist die junge Frau, die ihrem Verlobten ein Märchen vom idealen Papa als Generalkonsul in der Mongolei vorgelogen hat und jetzt um ihr Glück zittert. Die zwei Männer in den Fünfzigern - trotz aller Unterschiedlichkeit sehr komplementär - möchten gerne Vater sein und die verlorene Zeit nachholen, sind aber beim Töchterchen nicht willkommen.

Regisseur und Drehbuchautor MartinValente schlägt keine intellektuellen Volten, sondern setzt auf verständlichen Humor, ohne das Gehirn zu sehr zu fordern - was aber nicht unbedingt anspruchslos bedeutet. Den Mangel an wirklich überraschenden Momenten und tiefer gehenden Witz kompensiert das Duo Gérard Jugnot als rundlicher Bonvivant mit Herz und François Berléand als penibler Zwangsneurotiker mit Marotten. Beide überzeugten schon gemeinsam als gegensätzliche Lehrertypen in Christophe Barratiers "Die Kinder des Monsieur Mathieu". Neben ihnen kann sich auch Sängerin Olivia Ruiz in der Rolle der Braut behaupten mit einem Hauch von Ernsthaftigkeit. An der Karikatur entlang schrappt die Figur des Bräutigams, eine Mischung aus Naivling und tumben Tor. Bei Valentes etwas ungewöhnlicher Form der Familienzusammenführung in der Tradition klassischer französischer Komödien darf allemal gelacht werden. mk.

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Info

Plakat des Films: Väter und andere Katastrophen

Kinostart: 03.05.2012

Frankreich 2011

Länge: 1 h 42 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Un jour mon père viendra

Regie: Martin Valente

Drehbuch: Gianguido Spinelli, Martin Valente

Produktion: Fabrice Goldstein, Antoine Rein

Kostüme: Mélanie Gautier

Kamera: Pierre-Yves Bastard

Schnitt: Valérie Deseine

Ausstattung: Judith Lacour

Website: http://www.vaeterundanderekatastrophen-film.de