Mit klingenden deutschen Namen veredelte Dramödie um einen Außenseiter, der sich für ein Alien hält.

Kinostart: 10.04.2008

Max Riemelt

Max Riemelt
als Arnold

Katja Riemann

Katja Riemann
als Ida

Armin Rohde

Armin Rohde
als Emil

Anneke Kim Sarnau
als Wanda

Dietmar Mues
als Professor Borgmann

Stephan Kampwirth
als Thomas

Charly Hübner
als Pfleger Raffael

Hildegard Kuhlenberg
als Charlotte B

Matthias Klimsa
als Fred

Uwe Rohde
als Bauer Ernst B

Isabelle Menke
als Patientin Langhammer

Sonia Serrano
als Isa

Angelika Thomas
als Professor Heuler

Silvia Platter
als Mutter

Wolfgang Scheiner
als Patient H

Charlie Rinn
als Bauer

Jens Weisser
als Bauer

Michael Trischan
als Frauenarzt

Hardi Sturm
als Pf

Dirk Böhling
als Journalist

Die Handlung von Up! Up! To the Sky

Arnold (Max Riemelt) ist ein Träumer, der sich für einen Außerirdischen hält. Tag für Tag werkelt er an einem Flugapparat, der ihn zu seinem Heimatstern zurückbringen soll. Nach dem letzten erfolglosen Test wird der Dorfaußenseiter in die psychiatrische Klinik überwiesen, was weder seine besorgte Mutter Ida (Katja Riemann) noch ihr tapsiger Arztfreund Emil (Armin Rohde) verhindern können. Dort bringt Arnold den Hormonhaushalt einer Jungdoktorantin durcheinander.

Eine klingende deutsche Starbesetzung vereint die Tragikomödie von Hardi Sturm, die mit milden Mitteln für Toleranz und die Kraft der Magie wirbt. Die märchenhafte Dramödie zettelt gleich zwei Romanzen an und orientiert sich an amerikanischen Vorbildern wie "Starman".

Arnold konstruiert aus Schrott Flugmaschinen, die ihn in seine interstellare Heimat - Gliese 581 - bringen sollen. Das stempelt den gutmütigen, aber unbeirrbaren jungen Mann zum Außenseiter in seinem Dorf. Schließlich kann auch Mutter Ida nicht verhindern, dass er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Dort will die Jungdoktorantin Wanda über seinen originellen Fall promovieren, wird durch Arnolds elektrostatischen Fähigkeiten aber gründlich verwirrt.

Kritik zu Up! Up! To the Sky

Mit klingenden deutschen Namen veredelte Dramödie um das Schicksal eines weltfremden Außenseiters, der sich für ein Alien hält und dadurch zwei zwischenmenschliche Annäherungen auslöst.

Wie Kevin Spacey in "K-Pax" hält sich der junge Mann Arnold (längst kein Shootingstar mehr, sondern langsam eine feste Größe, die sich spätestens dieses Jahr am Leinwandhimmel etabliert: Max Riemelt) für einen Außerirdischen, der aus allerlei Schrott waghalsige Flugmaschinen konstruiert, die ihn in seine interstellare Heimat - Gliese 581 - bringen sollen. Das stempelt den gutmütigen, aber energischen und unbeirrbaren Jungen folgerichtig zum Außenseiter in einer Dorfgemeinschaft, bis selbst seine Mutter Ida (Katja Riemann als radelnder Landwirttraum) eine Einweisung in die nahe gelegene Psychiatrische Landesklinik nicht mehr verhindern kann. Dort will die Jungdoktorantin Wanda (bedingt gute Wahl: Anneke Kim Sarnau) über den originellen Fall promovieren, verliert aber durch die äußerst merkwürdigen, elektrostatischen Fähigkeiten des Sonderlings zuerst ihre professionelle Distanz, schließlich ihren unsensiblen Freund. Der ist die typisch falsche Wahl, mit der Lovestories ihre Figuren zu binden pflegen, bis die beiden Richtigen nach vielen Manövern zueinander finden.

Doch ganz so simpel geht es dann doch nicht zu in der sommerlichen Dramödie von Schauspieler und Regisseur Hardi Sturm ("Nachtasyl"), die das Märchenhaft-Phantastische stets dem Realistisch-Plausiblen vorzieht. Das bedeutet den Verzicht auf eine auch nur annähernd authentische Darstellung einer Psychiatrie, die als Hort schräger Vögel präsentiert wird. Aber solche Ungenauigkeiten sind kalkuliert, denn was zählt, sind Romantik und Poesie nach Art gewisser US-Vorbilder, wenn sie auch nicht gerade subtil unterbreitet, so mit aller Routine abgewickelt werden. Parallel zur Funken-sprühenden Begegnung zwischen Ärztin und Patient kommen sich Mutter Ida und der knuddelige Landarzt Emil (Armin Rohde) vorsichtig näher. Das Verwirrspiel der Herzen setzt seine Doppel-Konfiguration attraktiv vor Landpostkartenkulisse (Kamera: Philipp Sichler) ein und taucht seine deutsche Star-Besetzung in ein Gefühlswechselbad mit sicherem Feel-Good-Hafen. Abstecher zu "Einer flog übers Kuckucksnest" und "Starman" sind mit inbegriffen, bevor Arnold wie Major Tom allen Zweifeln entschwebt und bis dahin die Herzen nicht nur eines weiblichen Publikums erobert haben sollte. tk.

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Info

Plakat des Films: Up! Up! To the Sky
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 10.04.2008

Deutschland 2007

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: Up! Up! To the Sky

Regie: Hardi Sturm

Produktion: Ute Schneider, Christof Groos

Kostüme: Jürgen Knoll

Kamera: Philipp Sichler

Schnitt: Antje Zygna

Ausstattung: Birgit Esser