Terror-Thriller mit Christiane Paul und Heino Ferch in den Hauptrollen.

Kinostart: nicht bekannt

Christiane Paul

Christiane Paul
als Elke Seeberg

Heino Ferch

Heino Ferch
als Heinrich Buch

Inka Friedrich

Inka Friedrich
als Ulla Bittner

Fabian Hinrichs
als Richard K

Matthias Matschke
als Tom Henskind

Carolina Vera
als Leila Onger

Linn Reusse
als Marie Seeberg

Hans-Werner Meyer
als Ferdinand Hochheim

Lara Mandoki
als Nina

Kirsten Block
als Valerie Palmen

Mirko Lang
als Johannes

Ulas Kilic
als Imam

Marie-Kristin Boese
als Verena Schmidt

Nursel Köse
als Amira

Adam Venhaus
als Bartosz

Andreas Birkner
als Andreas Hiller

Raúl Semmler
als Richie

Kritik zu Unterm Radar

Kampf dem Dschihad - in Elmar Fischers realitätsnahem ARD-Thriller gerät die überragend agierende Christiane Paul als Richterin unter Terrorverdacht.

Gewisse Parallelen zu "Fremder Freund" kann man beim aktuellen Film von Elmar Fischer ausmachen, der sich erneut mit Radikalismus und politischem Fanatismus auseinandersetzt - beispielsweise wenn die Mutter anfängt, an ihrer Tochter und deren Gesinnung zu zweifeln. Der Regisseur selbst sieht die WDR-Produktion eher als Fortschreibung seines etwas anderen Buddy-Movies, in dem er von der allmählichen Entfremdung zweier Kumpels erzählt: "'Unterm Radar' hat einen viel größer gefassten Rahmen. Wenn man die Entwicklung rund um den IS, die neue Ausformung des Terrors betrachtet, sind wir heute auch an einem anderen Punkt als 2003.

Wie Gewaltbereitschaft, Misstrauen und der Ruf nach einer schlagkräftigen Justiz unseren Alltag belasten, darüber räsoniert der Regisseur nach Henriette Buëggers stimmig und konsequent entwickeltem Skript. In Berlin explodiert ein Bus. Des Bombenanschlags verdächtigt werden ein Araber und dessen Freundin, Tochter der Richterin Elke Seeberg. Am Abend des Attentats stürmt eine Spezialeinheit die Wohnung der alleinerziehenden Mutter und verhaftet sie. Richard König, ehrgeiziger Chef der BKA-Terrorabwehreinheit, ist von ihrer Mittäterschaft fest überzeugt, Heinrich Buch, seinem Einsatzleiter, kommen diesbezüglich jedoch bald Zweifel.

Was nützt uns eine Freiheit, in der wir nicht mehr sicher sind? Und was nützt uns Sicherheit, in der wir nicht frei sind? Dieses Dilemma wird in Form eines modern umgesetzten, von Sten Mende ("Freier Fall") in kräftigen Farben und fast zu sauber gefilmten Thrillers ausgelotet. Blaue Rasterbilder aus Sicherheitskameras zeugen von totaler Überwachung, kein (Telefon-)Gespräch bleibt unbelauscht. "Alle nötigen Mittel sind erlaubt", lässt der Minister ausrichten, wenn es um den Kampf gegen Polit-Extremisten geht. Dass dabei Unschuldige zu Schaden kommen - etwa in einem Gefängnis, das an Guantanamo erinnert -, wird billigend in Kauf genommen.

Zynisch, gnadenlos und kalt legt Fabian Hinrichs den "Falken" König an. "Die neue Logik in der Sicherheitspolitik" hat der machthungrige Technokrat verinnerlicht. Sein Widerpart ist der reflektierte "good guy" Buch, den Heino Ferch zurückgenommen, fast schüchtern spielt. "Old school" ist er, Ex-Alkoholiker und Frontschwein, wovon die speckige "Schimanski"-Jacke zeugt. Zwischen diesen Männern reibt sich die großartige Christiane Paul auf - wütend, verzweifelt und fassungslos. Sie steht unter "staatlicher Kontrolle", muss sich damit abfinden, "Terroristenmutter" zu sein. Bis sie sich wehrt, das Gesetz, dem sie lange treu gedient hat, selbst beugt und zum Angriff übergeht. geh.

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Info

Plakat des Films: Unterm Radar

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2015

Genre: Thriller

Originaltitel: Unterm Radar

Regie: Elmar Fischer

Drehbuch: Henriette Buëgger

Musik: Matthias Beine

Produktion: Fritjof Hohagen, Nicole Swidler

Kostüme: Diana Dietrich

Kamera: Sten Mende

Effekte: Johannes Mewes

Schnitt: Eva López Echegoyen

Ausstattung: Kade Gruber