Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Mit symbolträchtigen Bildern erzählte Geschichte über einen Märchenerzähler, der den Menschen neuen Mut bringt.

Kinostart: nicht bekannt

Die Handlung von Ulak - Der Bote

Als der Wanderer Zekeriya in ein kleines Dorf gelangt, ist seine ganze Erzählkunst gefragt, um den dunklen Ort von seinem Fluch zu befreien und den niedergeschlagenen Menschen wieder Hoffnung zu geben.

Türkisches Mysteryabenteuer, das anrührend von der Kraft der Märchen erzählt.

Geschichtenerzähler Zekeriya zieht mit der Erzählung über den Boten Abraham von Dorf zu Dorf, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Eines Tages macht der Wanderer in einer Ortschaft Halt, in der das Böse und die Sünde dominieren und die Bewohner von Leid geprägt sind. Mit seinem Märchen gelingt es Zekeriya, den Menschen ihre Ängste zu nehmen.

Kritik zu Ulak - Der Bote

Imposante Predigt über Glaube, Verrat und die Schwäche des Menschen, in der die Geschichte eines Märchenerzählers symbolträchtig mit der Wirklichkeit korreliert.

Nach der Komödie "Mein Vater und mein Sohn" über den türkischen Militärputsch 1980, taucht Cagan Irmak nun in die fernere Vergangenheit ab, um dort ein Gleichnis über Menschen, Sünden und die Pflicht vom gottesfürchtigen Leben zu ersinnen. Mittel dazu ist der umherziehende Wanderer Zekeriya (Seriendrasteller Çetin Tekindor), der als Weiser mit Rauschebart einen prächtigen Märchenonkel für die Dorfkinder abgibt, die er mit seinen Erzählungen in den Bann zieht. Neueste Station des Vagabunden ist ein Städtchen mit prall gefülltem Sündenregister. Da gibt es den prügelnden Vater Adam (Yetkin Dikinciler), den unterdrückten Denker Omar (Kaya Akkaya), oder die verachtete, weil kinderlose Maria (Soap-Star Hümeyra) - schon ihre Namen weisen auf das religiöse Mandat hin. Zekeriyas Gleichnis zeigt immer stärkere Parallelen zu den Verhältnissen vor Ort. Es entpuppt sich als die eigene Geschichte und die seines Sohns, dessen Tod er nie verwinden konnte. Der war nämlich Prophet, verkündete mit seinen Jüngern einen neuen Glauben und wurde deshalb erdolcht. Die Mörder wollten sich der Wahrheit Gottes verschließen und sind Sünder, die der Film strikt von den Guten unterscheidet.

Irmak bedient in seiner im Grunde schlichten Fabel einen naiven Glauben, der Zeichen und Wunder verlangt. Ganz schriftentreu wird hier ein Gottesmythos verklärt, der die Menschen erleuchtet. Wer mag, kann darin die Lehren des Sufisten Mevlana herauslesen. Dafür nutzt Irmak ironielos die Werkzeuge des Unterhaltungskinos und müht sich redlich, aber nicht immer erfolgreich um internationale Standards. Er verabreicht in hohen Dosen Sentimentalität, lässt die Bösewichte chargieren, während der Weise und vor allem die Kinder starke Leistungen bieten. Eine unentschlossen zwischen reiner Unterhaltung und Anspruch wechselnde Reise in arabische Mystik und die Fabulierlust von 1001 Nacht.

tk.

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Info

Plakat des Films: Ulak - Der Bote
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

Türkei 2008

Länge: 1 h 47 min

Genre: Action

Originaltitel: Ulak

Regie: Cagan Irmak

Drehbuch: Cagan Irmak

Musik: Evanthia Reboutsika

Produktion: Sükrü Avsar

Kamera: Mirsad Herovic