Mix aus Hommage und Persiflage auf Wolfgang Petersens Kultfilm "Das Boot" vom "7 Zwerge"-Macher mit Atze Schröder.

Kinostart: 09.10.2008

Oliver Wnuk

Oliver Wnuk
als Samuel

Yvonne Catterfeld

Yvonne Catterfeld
als Maria

Atze Schröder

Atze Schröder
als Atze Schr

Götz Otto
als Oberleutnant von Stetten

Jürgen Schornagel
als General Strasser

Christian Kahrmann
als Leutnant Block

Maxim Mehmet
als Leutnant Messerschmidt

Handlung

Essen, 1944. Schwarzmarkthändler Atze Schröder und sein Kumpel Samuel (Oliver K. Wnuk) hoffen auf einen baldigen Einmarsch der Amerikaner, damit der Krieg endet. Doch eine Verkettung unglücklicher Umstände sorgt für eine überstürzte Flucht, der sich auch Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld) anschließt. Sie endet auf dem letzten verfügbaren deutschen U-Boot, der U-900, das von dem Trio gekapert wird. Die Crew ist allerdings auf Geheimmission.

Nach seinen Humor-Hits von den "7 Zwergen" sorgen Sven Unterwaldt und Mitstreiter Atze Schröder für die nächste Gag-Granate, um mit Slapstick und Schenkelklopfern Wolfgang Petersens "Das Boot" zu parodieren - in einem torpedostarken und absolut seetüchtigen Komödienabenteuer.

Schröder und sein Kumpel Samuel warten auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und vertreiben sich die Zeit mit Schwarzmarkt-Geschäften. Plötzlich landen die beiden samt der aparten Schauspielerin Maria auf dem U-Boot U-900, das von Toulon nach Warnemünde transferiert werden soll. Schröder gibt sich als legendärer Kapitänleutnant Rönberg aus: Eine gefährliche Mission, vor allem weil er von der Seefahrt nicht die leiseste Ahnung hat.

Schröder und sein Kumpel Samuel warten auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und vertreiben sich die Zeit mit Schwarzmarkt-Geschäften. Plötzlich landen die beiden samt der aparten Schauspielerin Maria auf dem U-Boot U-900, das von Toulon nach Warnemünde transferiert werden soll. Kurzerhand gibt sich Atze als legendärer Kapitänleutnant Rönberg aus und beginnt eine Mission, bei der die brandgefährliche Querung der Spalte von Gibraltar noch zur leichtesten Übung zählt, vor allem, wenn man von der Seefahrt nicht die leiseste Ahnung hat.

Kritik

In Sven Unterwaldts Mix aus Hommage und Persiflage auf Petersens Kultfilm "Das Boot" gibt Ruhrpott-Rüpel Atze Schröder sein Kino-Hauptrollen-Debüt.

Es gibt Komiker, die haben den Sprung von der Bühne bzw. vom Bildschirm auf die Leinwand nie so richtig geschafft. Hape Kerkeling zum Beispiel, einer der Besten seiner Zunft, konnte weder 1992 mit "Kein Pardon" noch zwölf Jahre später mit "Samba in Mettmann" seine zahllosen Fans in die Kinos locken. Ganz anders die Kollegen Loriot, Otto Waalkes oder Michael Bully Herbig, die sich allesamt ein Millionenpublikum sicherten. In deren Fußstapfen wollen nun zwei Herren treten, die seit geraumer Zeit zu den erfolgreichsten deutschen Comedians zählen: Mario Barth, dessen "Männersache" wohl erst 2009 anlaufen wird, und Atze Schröder, jener Ruhrpott-Prolet mit großer Schnauze, getönter Brille und getunter Dauerwellen-Matte. Nach einem Kurzauftritt in "Sieben Zwerge - Männer allein im Wald" hat er sich erneut mit Regisseur Sven Unterwaldt, der zuvor schon ein gutes Dutzend "Alles Atze"-Folgen realisiert hatte, zusammengetan und sich an einem deutschen Kultobjekt vergriffen, Wolfgang Petersens Kriegs-Klassiker "Das Boot".

Auch in "U-900", wie sich diese Mixtur aus Persiflage und Hommage nennt, spielt Schröder sich selbst. Gemeinsam mit seinem Kumpel Samuel (Oliver Wnuk) wartet er im Jahre 1944 auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und vertreibt sich die Zeit mit Schwarzmarkt-Geschäften im Essener Stadtteil Kray. Durch eine Verkettung kurioser Ereignisse, die Atze selbst durch seine sexuellen Aktivitäten mit der Frau von General Strasser (Jürgen Schornagel) ausgelöst hat, findet sich die Quasselstrippe mit der lässigen Lockenpracht gemeinsam mit Samuel und der aparten Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld) plötzlich auf der U-900 wieder, dem letzten deutschen U-Boot, das vom französischen Toulon nach Warnemünde transferiert werden soll. Kurzerhand gibt sich Atze als legendärer Kapitänleutnant Rönberg aus und beginnt eine Mission, bei der die brandgefährliche Querung der "Spalte" von Gibraltar noch zur leichtesten Übung zählt, vor allem, wenn man von der Seefahrt nicht die leiseste Ahnung hat.

Unterwaldt, der zuletzt mit "Siegfried" einen sehr ordentlichen (1,3 Mio. Besucher) und dem zweiten "7 Zwerge"-Teil einen beachtlichen (3,6 Mio.) Erfolg feiern konnte, legte "U-900" nicht als Sketchparade, sondern mehr als klassischen Spielfilm an. Weil auch Schröder sich zurücknimmt und seinen Partnern Raum zur Entfaltung lässt, haben wir es hier nicht mir einer reinen Atze-Show mit Dauer-Gag-Feuerwerk zu tun, sondern mit einer augenzwinkernden Ehrerweisung an Petersens Meisterwerk. Dies spiegelt sich auch in der Besetzung wider, wo in Nebenrollen Söhne der alten "Boots"-Besatzung auftauchen - wie etwa Martin Semmelrogges Sohn Dustin oder Ralph Richters Sohn Maxwell. Alles in allem besticht "U-900" durch sein für eine Komödie aufwändiges Produktionsdesign, überraschende Besetzungscoups wie Ex-Bond-Bösewicht Götz Otto oder "Lindenstraßen"-Benny Christian Kahrmann und eine gelungene Schluss-Pointe, die in engem Zusammenhang mit der Erfindung von Fritten und Fast Food steht. lasso.

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Info

Plakat des Films: U-900
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 09.10.2008

Deutschland 2008

Länge: 1 h 38 min

Genre: Komödie

Originaltitel: U-900

Regie: Sven Unterwaldt

Drehbuch: Oliver Ziegenbalg, Michael Gantenberg

Musik: Karim Sebastian Elias

Produktion: Quirin Berg, Max Wiedemann

Kostüme: Monika Jacobs

Kamera: Stephan Schuh

Schnitt: Stefan Essl

Ausstattung: Ari Hantke

Website: http://www.u900-derfilm.de