Gothic Romance, Horrorwestern und verquere Philosophiestunde mit Val Kilmer als geplagtem Schriftsteller.

Kinostart: nicht bekannt

Val Kilmer

Val Kilmer
als Hall Baltimore

Bruce Dern

Bruce Dern
als Bobby LaGrange

Ben Chaplin
als Edgar Allan Poe

Elle Fanning
als V

Joanne Whalley
als Denise

David Paymer
als Sam Malkin

Alden Ehrenreich
als Flamingo

Don Novello
als Melvin

Anthony Fusco
als Pastor Allan Floyd

Ryan Simpkins
als Carolyne

Handlung

Ein drittklassiger, dem Alkohol nicht abgeneigter Autor von Gruselgeschichten macht auf seiner Lesereise in einer verschlafenen Kleinstadt Station. Der schrullige Sheriff des Orts erzählt ihm vom mysteriösen Mord an einem jungen Mädchen. In derselben Nacht erscheint dem Schriftsteller der Geist der jungen V, die ihn durch die Stadt führt und in deren dunkle Geheimnisse einweiht. Er ist sich nicht sicher, inwieweit sie mit dem Verbrechen zu tun hat, kommt aber durch sie mit seiner eigenen, ihn schwer belastenden Vergangenheit ins Reine.

Ein drittklassiger, dem Alkohol nicht abgeneigter Autor von Gruselgeschichten macht auf seiner Lesereise in einer verschlafenen Kleinstadt Station. Der schrullige Sheriff des Ortes erzählt ihm vom mysteriösen Mord an einem jungen Mädchen. In derselben Nacht erscheint dem Schriftsteller der Geist der jungen V, die ihn durch die Stadt führt und in deren dunkle Geheimnisse einweiht. Er ist sich nicht sicher, inwieweit sie mit dem Verbrechen zu tun hat, kommt aber doch die Begegnung möglicherweise mit der eigenen Vergangenheit ins Reine.

Ein heruntergekommener Horrorbuchautor stößt in einer kleinen Stadt auf echten Spuk und düstere Geheimnisse. Kein geringer als Francis Ford Coppola inszenierte das originelle Spiel zwischen Filmkunst und Genreelementen.

Kritik

Gothic romance, Horrorwestern, Philosophiestunde - Francis Ford Coppola sprengt die Grenzen des konventionellen Erzählkinos und Val Kilmer irrt durch die Handlung.

Bevor er mit "Der Pate " den Gangsterfilm neu definierte, ehe er mit "Apocalypse Now" das ultimative Werk zum Vietnamkrieg schuf, arbeitete er an kleinen Horrorfilmen in Roger Cormans Talentschmiede: Francis Ford Coppola. Nun ist Coppola, einer der Köpfe des New Hollywood, mit "Twixt" zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Als Produzent, Drehbuch und Regisseur in Personalunion erzählt er von einem drittklassigen Schriftsteller - ideal besetzt mit dem übergewichtigen, pausbäckigen Val Kilmer -, der auf Lesereisen durchs amerikanische Hinterland seine Spukgeschichten zu verkaufen versucht. Wenig Erfolg ist ihm dabei beschieden; da kommt ihm am Bücherständer eines Gemischtwarenladens die zündende Idee: Untote sind angesagt, über sie will er fortan schreiben - und einen Titel hat er schnell parat: "The Vampire's Execution".

Wie zuletzt schon "Tetro" und "Jugend ohne Jugend" ist auch Coppolas jüngster Film eine ganz persönliche Angelegenheit, eine Spielerei, bei der er die Möglichkeiten des Mediums nutzt. Von den Schriften Poes und Hawthornes ist dieser Trip ins alkoholumnebelte Gehirn eines geplagten Autors beeinflusst, die Grenzen zwischen Realität und (Alb-)Traum sind schwer auszumachen - ein filmisches Experiment weit entfernt von Hollywoods Mainstream. Mal sind die Bilder schwarzweiß, dann wieder bunt, zwei längere 3D-Sequenzen werden mit einer auf der Leinwand erscheinenden Brille angekündigt und beendet.

Elle Fanning wandelt als Untote (?) durch den nebeligen Wald, Ben Chaplin gibt sich als Edgar Allen Poe die Ehre und der schrullige Hinterwäldler-Sheriff Bruce Dern hängt irgendwann tot von der Decke seines Büros. Der Glockenturm des Provinzkaffs hat sieben Uhren, die Gebäude sehen aus, als wären sie Überbleibsel eines John-Ford-Westerns und man wäre auch nicht verwundert, würde Stephen King plötzlich durchs Bild marschieren. Gothic romance, Horrorwestern und verquere Philosophiestunde, ein kurzweiliges Hirngespinst, eine Leinwandposse. Coppola wollte sich wohl, frei nach Nestroy, einen Jux machen. geh.

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Info

Plakat des Films: Twixt

Kinostart: nicht bekannt

USA 2011

Genre: Horror

Originaltitel: Twixt

Regie: Francis Ford Coppola

Drehbuch: Francis Ford Coppola

Musik: Osvaldo Golijov, Dan Deacon

Produktion: Francis Ford Coppola

Kostüme: Marjorie Bowers

Kamera: Mihai Malaimare Jr.

Schnitt: Glen Scantlebury, Robert Schafer

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