Biopic über den legendären Drehbuchautor Trumbo im Hollywood der Vierzigerjahre - mit Bryan Cranston ("Breaking Bad") in der Hauptrolle.

Kinostart: 10.03.2016

Szenenbild aus Trumbo mit Bryan CranstonBryan Cranston

Bryan Cranston
als Dalton Trumbo

Diane Lane

Diane Lane
als Cleo Trumbo

Helen Mirren

Helen Mirren
als Hedda Hopper

Elle Fanning
als Niki Trumbo

Adewale Akinnuoye-Agbaje
als Virgil Brooks

Louis C.K.
als Arlen Hird

David James Elliott
als John Wayne

John Goodman
als Frank King

Michael Stuhlbarg
als Edward G. Robinson

Alan Tudyk
als Ian McLellan Hunter

Dan Bakkedahl
als Roy Brewer

Roger Bart
als Buddy Ross

Peter MacKenzie
als Robert Kenny

Dean O'Gorman
als Kirk Douglas

Richard Portnow
als Louis B. Mayer

Stephen Root
als Herman King

Die Handlung von Trumbo

Dalton Trumbo ist in Hollywood ein gefragter Mann - besonders seitdem er für sein Skript zu "Fräulein Kitty" für einen Oscar nominiert wurde. Doch dann gerät er als Mitglied der Kommunistischen Partei ins Visier von Senator Joseph McCarthy und dessen HUAC-Ausschuss in Sachen "unamerikanischer Umtriebe". Die Klatschkolumnistin Hedda Hopper macht mit Hilfe von John Wayne und Ronald Reagan Stimmung gegen den "Verräter". Und so landet Trumbo im Gefängnis und - mit Berufsverbot belegt - auf der "Schwarzen Liste".

Kritik zu Trumbo

Bryan Cranston glänzt in Jay Roachs Biopic als Autor Dalton Trumbo, der wegen seiner "unamerikanischen Umtriebe" auf Hollywoods "schwarzer Liste" landete.

Er ist der heute wohl berühmteste der "Hollywood Ten", einer jener zehn Regisseure bzw. Autoren, die sich in den späten Vierzigerjahren weigerten, vor Senator Joseph McCarthys HUAC-Ausschuss in Sachen "unamerikanischer Umtriebe" auszusagen: Dalton Trumbo. Unter Berufung auf den fünften Zusatzartikel der US-Verfassung machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch - wegen Missachtung des Kongresses wurde er daraufhin, wie auch mitangeklagte Kollegen wie Edward Dmytryk oder Ring Lardner Jr., Anfang 1948 zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt und landete auf der "schwarzen Liste", was ein langjähriges Berufsverbot zur Folge hatte.

Für dieses unrühmliche Kapitel der Filmgeschichte interessiert sich Komödienspezialist Jay Roach ("Austin Powers") in "Trumbo", der den ernsten Stoff mit einem humorvollen Unterton versieht. Wortreich und komplex - dem Sujet und seinem Helden entsprechend - ist das Drama. Komitees und Vereinigungen werden zunächst vorgestellt, Personen nebst Randfiguren, unter ihnen der notorische Frauenheld und konservative Western-Star John Wayne sowie der spätere US-Präsident Ronald Reagan, damals Chef der Schauspielergewerkschaft, eingeführt - für Kinokenner ein Spaß, für normale Zuschauer etwas unübersichtlich und wohl auch ermüdend.

Aber in dem Moment, in dem das Biopic sein Zentrum, den furios aufspielenden Bryan Cranston ("Breaking Bad") als kämpferischen, hoch bezahlten (Erfolgs-)Autor von Klassikern wie "Dreißig Sekunden über Tokio" findet, ist man mitten drin im Geschehen. Ein leidenschaftlicher Mann ist Trumbo, ewig rauchend, auf die Tasten seiner Schreibmaschine einhämmernd und vor allem nie um eine Antwort oder Pointe verlegen. Kraft holt er sich bei der Familie, seiner treuen Gattin Cleo (Diane Lane) und der politisch aktiven Tochter Niki (Elle Fanning). Ein prototypischer amerikanischer Held, ein Mann, der leidenschaftlich für seine Überzeugungen kämpft und ohne Rücksicht auf persönliche Folgen für (Meinungs-)Freiheit eintritt.

In warmen Brauntönen hält Jim Denault seine Bilder, Nostalgie schwingt in ihnen mit - ebenso wie in der sorgfältigen Ausstattung und Theodore Shapiros Score. Michael Stuhlbarg glänzt als Wendehals Edward G. Robinson, für Lacher sorgt der überragende John Goodman als hemdsärmeliger B-Movie-Produzent Frank King, der Trumbo gegen alle Widerstände beschäftigt. Film ist Knochenarbeit, die Traumfabrik eine Schlangengrube, personifiziert durch die Klatschkolumnistin Hedda Hopper, die Helen Mirren als intrigante Giftspritze zum Leben erweckt. Einen hellsichtigen Blick hinter die Kulissen von "Tinseltown" bekommt man geboten, wer will, kann es als "Happy End" lesen, dass Trumbo für seine unter Pseudonym verfassten Skripts zu "Roter Staub" und "Ein Herz und eine Krone" Oscars gewann. Kunst lässt sich nicht verbieten. geh.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 10.03.2016

USA 2015

Länge: 2 h 5 min

Genre: Drama

Originaltitel: Trumbo

Regie: Jay Roach

Drehbuch: John McNamara

Musik: Theodore Shapiro

Produktion: Monica Levinson, Shivani Rawat, John McNamara, Michael London, Nimitt Mankad, Janice Williams

Kostüme: Daniel Orlandi

Kamera: Jim Denault

Schnitt: Alan Baumgarten

Ausstattung: Mark Ricker