Die norwegische Antwort auf "Blairwitch Project", in der sich Studenten mit einer Videokamera auf die Suche nach Trollen in den Wäldern Norwegens machen.

Kinostart: 07.04.2011

Handlung

Thomas, Kalle und Johanna sind drei aufgeweckte norwegische Studenten, die sich im Zuge einer geplanten Reportage um Bärenwilderei an die Fersen des dubiosen Hans heften. Dieser geht in seinem abenteuerlich zerkratzten Wohnwagen mysteriösen Dingen nach, was die Neugier des Studententrios weckt - zu Recht. Denn Hans jagt zwar keine Bären, aber dafür Trolle. Er führt die drei in die Geheimnisse dieser mystischen Wesen ein - und davon gibt es einige.

Thomas, Kalle und Johanna sind drei aufgeweckte norwegische Studenten, die sich im Zuge einer geplanten Reportage um Bärenwilderei an die Fersen des dubiosen Hans heften. Dieser geht in seinem abenteuerlich zerkratzten Wohnwagen mysteriösen Dingen nach, was die Neugier des Studententrios weckt - zu Recht. Denn Hans jagt zwar keine Bären, aber dafür Trolle. Er führt die drei in die Geheimnisse dieser mystischen Wesen ein - und davon gibt es einige.

Kritik

Drei norwegische Studenten drehen eine Reportage über illegale Bärenjagd und entdecken - Trolle. Monströs unterhaltsamer Fantasy-Spaß.

Dass die Fantasy-Welle der letzten Jahre Trolle glatt als Einwohner von Mittelerde ausgibt, ist schlicht Diebstahl. Die Wesen gehören seit Urzeiten zur nordischen Mythologie, wie uns der skandinavische Regisseur André Øvredal auf originelle Art mit seiner augenzwinkernden Pseudo-Doku im Stile von "Cloverfield" und "Monsters" nahebringt. Trolle leben in der Wildnis Norwegens und ihre Existenz wird von der Regierung geheim gehalten - bis ein Filmteam zufällig auf ihre Spuren kommt. Geschickt verpackt als Rohschnitt des Filmmaterials, erweist sich dieser Found-Footage-Fun als unerschöpflich einfallsreiche Fantasy-Mär, in der sich Spannung und Spaß ideal ergänzen.

Die aufgeweckten Studenten Thomas, Kalle und Johanna haben sich im Zuge einer geplanten Reportage um Bärenwilderei an die Fersen des dubiosen Hans geheftet. Der ist wetter- wie menschenabweisend und geht in seinem abenteuerlich zerkratzten Wohnwagen mysteriösen Dingen nach. Aber getreu ihres investigativen Vorbilds Michael Moore observiert ihn das Trio hartnäckig und folgt ihm quer durch wolkenverhangene Fjordserpentinen, bis ihnen im nächtlichen Tann ein dreiköpfiger Gigant entgegenspringt, den der UV-Strahler ihres "Wilderers" sekundenschnell versteinert. Hans, seines Zeichens geheimer Wildhüter im Dienste der Regierung und frustriert von den schlechten Arbeitsbedingungen, entschließt sich nun auszupacken und den begeisterten Jungreportern die Story ihres Lebens zu liefern. Er führt sie in Trollkunde ein, räumt mit Mythen auf, eine Veterinärin erklärt ihnen den Stoffwechsel der nachtaktiven, ziemlich einfältigen Raubtiere, gemeinsam gehen sie auf Trolljagd und werden oft genug selbst Gejagte.

Die schlitzohrige Monster-Mockumentary über die grummelnden Gesellen ist keine Minute langweilig und übertrifft sich laufend selbst mit einem ideenreichen Trip, der immer tiefer in die sattgrüne Landschaft und die Trollmythologie führt - stets verschmitzt und von famoser Komik, die keine Scheu vor derben Scherzen kennt. Ob polnische Bärenschieberbanden oder die Nachteile des christlichen Glaubens - die satirischen Pointen sitzen, und das ungemein locker. Hier tut sich eine auch optisch optimal getroffene Parallelwelt auf und bald sehen die staunenden, immer noch ein wenig ungläubigen Protagonisten mit anderen Augen auf ein Land, in dem hinter fast jedem Vorgang das Wirken der vielgestaltigen CGI-Untiere steckt, während die Öffentlichkeit nachgerade dreist an der Nase herumgeführt wird. Das gipfelt nach einer effektreichen Action-Klimax in einem maliziösen Verschwörungs-Ende, das einer guten "Akte X"-Folge würdig gewesen wäre. Die norwegische Überraschung, die einem vergleichsweise nur wenig Wackelkamera zumutet, spielt damit locker in der Liga von "Forgotten Silver" und "Spinal Tap". tk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 07.04.2011

Norwegen 2010

Länge: 1 h 44 min

Genre: Action

Originaltitel: Trolljegeren

Regie: André Øvredal

Drehbuch: André Øvredal

Produktion: John M. Jacobsen, Sveinung Golimo

Kostüme: Stina Lunde

Kamera: Hallvard Bræin

Schnitt: Per-Erik Eriksen

Ausstattung: Martin Gant

Website: http://movies.universal-pictures-international-germany.de/trollhunter/