Die legendäre Liebesgeschichte als prächtiges Historienspektakel, in dem Action ebenso groß geschrieben wird wie Emotion.

Kinostart: 18.05.2006

James Franco

James Franco
als Tristan

Sophia Myles

Sophia Myles
als Isolde

Rufus Sewell

Rufus Sewell
als Lord Marke

David O'Hara
als K

Henry Cavill
als Melot

Jean-Baptiste Blanc
als Leon

Thomas Brodie-Sangster
als Tristan, jung

Jaime King
als Anwick

Leo Gregory
als Sammy

Richard Dillane
als Aragon

Wolfgang Müller
als Rothgar

Barbara Kodetová
als Lady Marke

Marek Vasut
als Luther

Bronwen Davies
als Lady Aragon

Bronagh Gallagher
als Bragnae

Todd Kramer
als Witseth

Dexter Fletcher
als Orick

Thomas Morris
als Kaye

Cheyenne Rushing
als Lady Serafine

Lucy Russell
als Edyth

Hans-Martin Stier
als Kurseval

Mark Strong
als Wictred

Ronan Vibert
als Bodkin

Kevin Flood
als Priester

Handlung

Nach dem Fall des römischen Imperiums prügeln sich Kelten, Sachsen und Normannen um die Vorherrschaft auf den britischen Inseln. Die besseren Karten ziehen zunächst die frühen Iren, was zu allerhand Blutzoll unter den späteren Engländern führt. Deren Prinz Tristan (James Franco) wird nach der Ermordung seiner Eltern vom noblen Lord Marke (Rufus Sewell) zum jungen Helden erzogen und verliebt sich bald genau in jene irische Prinzessin (Sophia Myles), die aus staatspolitischen Gründen den eigenen Mentor ehelichen soll.

Die Gebrüder Ridley und Tony Scott produzierten eine entsprechend actiongeladene Version jener Legende, die auch als Vorbild für eine Wagner-Oper diente.

Der noble Ritter Tristan und die bereits verheiratete Isolde, designierte Königin von Irland, gehen eine Affäre miteinander ein, die den fragilen Frieden zwischen England und Irland gefährdet. Epische Schlachten, Intrigen im Königshaus und unkontrollierbare Passionen sind die Folgen - und führen zur unausweichlichen Tragöide.

Für tot gehalten, wird der junge Brite Tristan an der Küste Irlands angeschwemmt. Prinzessin Isolde findet den Verwundeten und pflegt ihn gesund, verschweigt ihm aber ihre wahre Identität. Die beiden verlieben sich, doch als Tristan für seinen Herrn, Lord Marke, bei einem Turnier um die Gunst der Thronfolgerin antritt, muss er eine Entscheidung treffen. Trotz seiner Loyalität zu Marke kann er Isolde nicht vergessen, aber diese Liebe könnte den Frieden zwischen England und Irland zerstören und die ganze Region ins Chaos stürzen.

Kritik

"Romeo und Julia" trifft auf "Braveheart" in der historischen Liebestragödie, die mit leidenschaftlicher Romantik wie auch furioser Schwertkampf-Action aufwartet.

Bekanntermassen diente die keltische Legende aus dem frühen Mittelalter Richard Wagner als Inspiration für seine schwermütige Oper. Die mystischen Elemente (ein Liebestrunk, ein Feuer speiender Drache), die sich in seiner Version finden, wurden im Drehbuch von Dean Georgaris ausradiert und mit schicksalhafter Zufallsbekanntschaft und politischer Intrige ersetzt. Zu Beginn steht ein längerer Prolog über Tristans Kindheit: Ein Treffen der verfeindeten Stämme Britanniens zur Vereinigung gegen das übermächtige Irland endet mit Verrat und dem Tod seiner Eltern. Lord Marke von Cornwall (ein hervorragender Rufus Sewell zur willkommenen Abwechslung als Good Guy mit großem Herz) rettet ihm unter Verlust seiner Hand das Leben und zieht ihn wie einen eigenen Sohn groß. Neun Jahre später ist Tristan in Gestalt von James Franco zu Lord Markes geschicktesten Ritter herangewachsen. Ein Überfall der Iren kann dank seiner Cleverness vereitelt werden, doch er bezahlt scheinbar mit dem Leben und wird zum Begräbnis in ein Boot gelegt. Dies treibt an die irische Küste, wo ihn die holde Prinzessin Isolde (eine feengleiche Sophia Myles) findet und den gar nicht so Toten in einer Strandhütte gesund pflegt. Beim Auflegen von Kräutern auf die muskulöse Heldenbrust kommt man sich näher, sie geben sich ihrer Leidenschaft hin. Alldieweil verschweigt sie ihm ihre wahre Identität, was sich später als verhängnisvoll erweist. Denn als Tristan nach Irland zurückkehrt, um beim Turnier von König Donnchadh (David Patrick O'Hara gekonnt als durchtriebener Patriarch) die Hand von dessen Tochter für Lord Marke zu gewinnen, erlebt er eine böse Überraschung. Zunächst beugen sich die Liebenden ihrer Pflicht und Isolde ehelicht den edelmütigen Marke, der sie anbetet. Schon bald können Tristan und Isolde jedoch ihre Gefühle füreinander nicht länger unterdrücken.

Regisseur Kevin Reynolds bringt routiniert seine mit "Robin Hood - König der Diebe" und "Monte Cristo" gesammelten Erfahrungen im historischen Abenteuergenre ein. Knackige Actionsequenzen (vom "Braveheart"-Stuntkoordinator choreographiert) halten sich mit aufwallenden Gefühlsmomenten die Waage. Dabei fällt nicht nur die Romanze der beiden Titelfiguren dramatisch ins Gewicht, sondern vor allem auch das Liebesdreieck mit dem nichts ahnenden Lord Marke, für den der Betrug doppelt schwer zu ertragen ist, da er Tristan wie seinen eigenen Sohn liebt. Kameramann Arthur Reinhart fotografiert schauprächtig die authentisch anmutenden Sets und Kostüme. Statt auf Opulenz wird auf Understatement gesetzt. Anachronistisch wirken bisweilen die Dialoge (samt Zitieren eines Gedichts aus dem 17. Jahrhundert), während die Porträtierung Isoldes als eigensinnig und emanzipiert einen Hauch zu modern wirkt. Mädchen werden sich vortrefflich damit identifizieren können und zudem bedenkenlos über die Eindimensionalität von Francos Performance hinwegsehen. Und dank der fulminanten Gefechtsszenen müssen auch männliche Begleiter diese klassische Love Story nicht scheuen - ein formidables Datemovie also. ara.

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Info

Plakat des Films: Tristan & Isolde
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.05.2006

Deutschland/Großbritannien/Tschechien 2006

Länge: 2 h 6 min

Genre: Action

Originaltitel: Tristan & Isolde

Regie: Kevin Reynolds

Drehbuch: Dean Georgaris

Musik: Anne Dudley

Produktion: Giannina Facio, Moshe Diamant, Lisa Ellzey, Elie Samaha

Kostüme: Maurizio Millenotti

Kamera: Arthur Reinhart

Schnitt: Peter Boyle

Ausstattung: Mark Geraghty

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