Pfiffiges CGI-Animations-Abenteuer über einen Zwölfjährigen, der auf einer Zeitreise eine überaus verrückte Familie kennenlernt und als Einziger ihren Fortbestand sichern kann.

Kinostart: 29.03.2007

Die Handlung von Triff die Robinsons

Lewis ist ein brillantes Kerlchen. Doch der 12-Jährige wartet einsam im Waisenhaus darauf, von einer Familie aufgenommen zu werden. Er erfindet einen Gedankenscanner, um herauszufinden, warum ihn seine Mutter zur Adoption freigab. Daraufhin wird der Apparat von dem bösen Melonenmann und seinem lebenden Hut Doris gestohlen. Zum Glück taucht der geheimnisvolle Wilbur auf, der ihn mit seiner Zeitmaschine in die Zukunft nimmt. Dort trifft Lewis auf dessen total verrückte Familie, ein Haufen liebenswerter Exzentriker. Und auf den Melonenmann ...

Flippiger und innovativer CGI-Spaß zum Staunen, mit dem Disney nach dem Buch "Zu Gast bei Willi Robinson" von William Joyce eine wilde SF-Komödienversion von "Alice im Wunderland" präsentiert. Ein quietschbuntes Abenteuerspektakel, das zurück in die Zukunft rast.

Der zwölfjährige Lewis hat einen Memory-Scanner erfunden, mit dessen Hilfe er in seine tiefste Kindheit eintauchen und herausfinden will, warum ihn seine Mutter einst zur Adoption freigab. Doch der Apparat wird von dem verschlagenen Bowler Hat Guy und seinem Hut Doris, der ihm nie von der Seite weicht, gestohlen. Da taucht der geheimnisvolle Wilbur Robinson auf, der Lewis in seiner Zeitmaschine mitnimmt. In der Zukunft treffen sie auf Wilburs exzentrische Familie und machen Jagd auf den Bowler Hat Guy.

Der clevere Lewis will wissen, warum er im Waisenhaus leben muss. Deshalb erfindet er eine Maschine, mit der man eine Zeitreise unternehmen kann. Doch statt in der Vergangenheit landet er mit dem Jungen Wilbur in der Zukunft, bei dessen Familie, den Robinsons, die sich allesamt als mindestens so verrückte wie großartige Erfinder entpuppen. Klar, dass sich Lewis in diesem Paradies pudelwohl fühlt und dabei sein eigentliches Anliegen fast vergisst. Doch dann beginnt der böse Melonenmann die perfekte Robinson-Idylle empfindlich zu stören.

Kritik zu Triff die Robinsons

Kunterbunte Animationssause aus dem Hause Disney, in der ein erfinderisches Waisenkind in die Zukunft reist und dort die perfekte, überdrehte Adoptivfamilie findet.

Bevor demnächst nur noch die einverleibten Pixar Studios für Animationsnachschub sorgen, muss Disney noch mal ohne deren Anziehungskraft auf die Kassen auskommen und das Projekt selber stemmen. Nach dem bestenfalls soliden Abschneiden von "Tierisch wild" soll nun wieder ein Ergebnis wie von "Himmel und Huhn", dem ersten studioeigenen CGI-Film, erzielt werden.

Mit dem eigenen Disney Digital 3D-Verfahren kommen die rasanten Gimmicks der Zukunftswelt, in die der Protagonist stürzt, vorteilhaft zur Geltung. Zunächst aber lernen wir den zwölfjährigen Lewis kennen, der als Findelkind in ein Waisenhaus kam. Nächtelang werkelt er an Erfindungen, zum Leidwesen seines Zimmergenossen Goob, der dadurch an permanentem Schlafentzug leidet. Mit den verrückten Maschinen beabsichtigt der Alptraum eines jeden "Jugend forscht"-Wettbewerbs potenzielle Adoptiveltern zu beeindrucken, hat damit aber Scharen von Interessenten vergrault. Dem Wunsch nach Familie folgend, entwirft er einen Gedankenscanner, um sich an seine eigene Mutter zu erinnern. Doch der arglistige Melonenmann sabotiert sein Wunderwerk und entführt die Apparatur, um damit steinreich zu werden. Erst als ihn der gleichaltrige Wilbur Robinson aufsucht und mit seiner Zeitmaschine - einer UFO-Version des Delorean aus "Zurück in die Zukunft" - mit in die quietschbunte Zukunft nimmt, lernt Lewis mehr über die finsteren Absichten seines Gegenspielers. Der steht unter dem übermächtigen Einfluss des Roboter-Huts Doris, der ihm seine Untaten souffliert. Der spargeldürre Mann, eine fiese Fassung von Pan Tau, setzt destruktive Energien frei, die weniger zu planvoller Taktik als zu kopflosem Aktionismus führen. Es gilt seine Taten zu stoppen, derweil Lewis die vielköpfige Sippe Wilburs entdeckt - und endlich eine Familie findet, die ihn adoptieren würde. Nur Wilbur weiß, dass dies unmöglich ist und missbraucht mit seinen Lügen Lewis' Vertrauen.

Das Zeitreiseabenteuer nach dem Kinderbuch "Zu Gast bei Willi Robinson" von William Joyce ist bunt, fantasievoll, kindgerecht und doch von ernsten Absichten getragen. Spaßschwerpunkte sind die verrückten Erfindungen, die schrille Zukunft und die skurrilen Mitglieder der Robinsonschen Großfamilie, Action und Fantasy verspricht ein Tyrannosaurus Rex. Die Regie übernahm Stephen J. Anderson, der sich von "Tarzan" bis "Ein Königreich für ein Lama" die Hierarchie hocharbeitete und sein überzeugendes Debüt abliefert. Zwischendurch entsteht eine Alternativzukunft, die durch die Machtübernahme des Hutes zu einer apokalyptischen Horrorwelt gerät. Mag der grundlegende Twist Erwachsene auch nicht sonderlich überraschen, so eröffnet er doch eine herzerwärmende Perspektive und obendrein wird aus dem Bösewicht ein menschlich leidendes Wesen. Das angestrebte junge Publikum wird davon ungestört ein vor Ideen sprühendes, kurzweiliges Vergnügen erleben. tk.

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Info

Plakat des Films: Triff die Robinsons

Kinostart: 29.03.2007

USA 2007

Länge: 1 h 35 min

Genre: Animation

Originaltitel: Meet the Robinsons