SciFi-Neuverfilmung des Schwarzenegger-Krachers "Die totale Erinnerung", in der nun Colin Farrell einen Urlaub per Gedächtnismanipulation erlebt - oder ist es doch real...?

Kinostart: 16.08.2012

Szenenbild aus Total Recall mit Colin FarrellColin Farrell

Colin Farrell
als Doug Quaid / Hauser

Kate Beckinsale

Kate Beckinsale
als Lori

Jessica Biel

Jessica Biel
als Melina

Bryan Cranston
als Vilos Cohaagen

John Cho
als McClane

Bill Nighy
als Kuato

Bokeem Woodbine
als Harry

Ethan Hawke

Handlung

Eigentlich wollte Quaid mit dem Angebot von Rekall, den Spezialisten für lebensechte Träume, nur der tristen Realität des Jahres 2084 entkommen. Doch ist das Rekall-Abenteuer, in dem er als übergelaufener Top-Agent gegen den skrupellosen Machthaber Cohaagen und mit der schönen Melina für den Widerstand kämpft, wirklich nur ein Traum? Auf der Flucht vor Cohaagens Robotertruppen und seiner eigenen, zur Killerin mutierten Ehefrau, versucht Quaid seine Erinnerungen wiederherzustellen, ohne Leben und Verstand zu verlieren.

Eigentlich wollte Quaid mit dem Angebot von Rekall, den Spezialisten für lebensechte Träume, nur der tristen Realität des Jahres 2084 entkommen. Doch ist das Rekall-Abenteuer, in dem er als übergelaufener Top-Agent gegen den skrupellosen Machthaber Cohaagen und mit der schönen Melina für den Widerstand kämpft, wirklich nur ein Traum? Auf der Flucht vor Cohaagens Robotertruppen und seiner eigenen, zur Killerin mutierten Ehefrau, versucht Quaid seine Erinnerungen wiederherzustellen, ohne Leben und Verstand zu verlieren.

Der Arbeiter Quaid lässt sich 2084 in eine Simulation als gejagter Geheimagent schicken, die sich vielleicht als reale Erfahrung entpuppt. Effektsatter Actionthriller nach Vorlage von Philip K. Dick, das mehr High Tech und weniger Humor bietet als Paul Verhoevens Version mit Arnold Schwarzenegger.

Kritik

Len Wisemans Neuinterpretation einer berühmten Science-Fiction-Story vertraut auf Nonstop-Action und einen Speedtrip durch die jüngere Genregeschichte.

Die Zukunft des Jahres 2084 sieht aus wie die Vergangenheit in diesem effektsatten Actionthriller, der Assoziationen vor allem an "Blade Runner", aber auch an andere Science-Fiction-Hits der letzten 30 Jahre weckt. Wie "Blade Runner" hat auch "Total Recall" eine Kurzgeschichte von Philip K.Dick zur Grundlage und ist vom Phänomen artifizieller Erinnerungen fasziniert. Ihren Anspruch, kein Remake von Paul Verhoevens Erstverfilmung leisten zu wollen, löst diese Neuinterpretation in der Akzentuierung eines humorloseren, weniger verspielten Tons und auch im Schauplatz ein.

Denn diese Adaption bleibt erdgebunden, reist weder in den Träumen (Kurzgeschichte) noch in der Realität (Version Verhoeven) zum Mars. 2084 ist der Blaue Planet eine von Krieg zerstörte, chemisch verseuchte Kloake. Leben ist nur noch in zwei Regionen möglich, die man früher unter dem Namen Großbritannien und Australien kannte. Ein gigantischer Aufzug durch das Erdinnere verbindet das reiche, vom skrupellosen Manipulator Cohaagen geführte Mutterland, die United Federation of Britain, mit der verarmten Kolonie, die täglich Arbeiter in die Industriezentralen der UFB schickt. Einer von ihnen ist Quaid (Colin Farrell), der sich, geplagt von Albträumen und der Monotonie seines Drohnenlebens, von Rekall, den Spezialisten für simulierte Event-Erinnerungen, in ein aufregendes Agenten-Abenteuer schicken lässt. Hier flieht er vor Cohaagens Robotertruppen und seiner eigenen Killer-Frau (Kate Beckinsale), kämpft mit Melina (Jessica Biel) für den Widerstand und die Wiederherstellung seiner durch Gehirnwäsche ausgelöschten Erinnerungen.

Knapp zwei Stunden hetzt der neue Film Len Wisemans ("Stirb langsam 4.0") technisch versiert, aber etwas seelenlos durch ein klaustrophobisches Jagd-und-Flucht-Szenario, in dem der Zuschauer Quaids Verunsicherung, ob die Rekall-Erfahrung nur Traum oder tatsächlich Realität ist, mitfühlt, wenn auch nur wenig mehr. Nur für Spezialisten ein Hindernis ist die totale Erinnerung des Genrefans und Déjà-vus, die von "Das fünfte Element" bis hin zu Lucas' Klonkriegern reichen. Wer sich von solchen Recall-Blockaden aber nicht behindern lässt, den erwartet ein opulenter Ausstattungsfilm, der seine futuristische Welt visuell glaubwürdig manifestiert, viele hübsche technische Spielereien und mit Beckinsale im tollwütigen Kampfmodus eine Reihe einfallsreicher und dynamischer Actionsequenzen bietet. Hier muss "Total Recall" Verhoevens Film nicht fürchten, der zu seiner Zeit ein Event, aber nie makellos und unantastbar, nie Michelangelos Pietà war. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 16.08.2012

USA 2012

Länge: 1 h 58 min

Genre: Action

Originaltitel: Total Recall

Regie: Len Wiseman

Drehbuch: Dan O'Bannon, Jon Povill, Ronald Shusett, Mark Bomback, Kurt Wimmer

Musik: Harry Gregson-Williams

Produktion: Neal H. Moritz, Len Wiseman, Toby Jaffe

Kostüme: Sanja Milkovic Hays

Kamera: Paul Cameron

Schnitt: Christian Wagner

Ausstattung: Patrick Tatopoulos

Website: http://www.total-recall-film.de

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