Hochkarätiges Western-Remake, in dem Russell Crowe und Christian Bale ein psychologisch packendes Schauspiel-Duell austragen.

Kinostart: 13.12.2007

Russell Crowe

Russell Crowe
als Ben Wade

Christian Bale

Christian Bale
als Dan Evans

Logan Lerman

Logan Lerman
als Will Evans

Dallas Roberts
als Grayson Butterfield

Ben Foster
als Charlie Prince

Peter Fonda
als Byron McElroy

Luce Rains
als Marshall Weathers

Gretchen Mol
als Alice Evans

Vinessa Shaw
als Emmy Nelson

Kevin Durand
als Tucker

Alan Tudyk
als Doc Potter

Handlung

Seit er nach einem tragischen Unfall aus der Armee entlassen wurde, versucht Dan Evans (Christian Bale) sein Glück als rechtschaffener Ranger in Arizona. Doch ihm, seiner Frau Alice (Gretchen Mol) und den beiden Söhnen fehlt es am Nötigsten zum Leben. Als der berüchtigte Outlaw Ben Wade (Russell Crowe) eine Postkutsche überfällt, kann Dan den schwer verletzten Kopfgeldjäger McElroy (Peter Fonda) retten und hilft, den Banditen zu verhaften. Nun soll er Wade zu einem Zug geleiten, der ihn ins Staatsgefängnis bringt. Dan willigt aus Geldnot in das riskante Unterfangen ein, verfolgt von Wades brutalem Komplizen Charlie (Ben Foster).

Im mit zeitgenössischer Action und starker Charakterbesetzung auftrumpfenden Remake eines Westerns von 1957 bietet "Walk the Line"-Regisseur James Mangold ein hervorragend inszeniertes Duell zweier Stars: Russell Crowe ("A Beautiful Mind") und Christian Bale ("The Machinist").

Dan Evans ist ein verschuldeter Farmer, seine Frau und sein Sohn halten ihn für einen Versager. Um 200 Dollar zu verdienen, erklärt sich Dan bereit, den gefangenen, charismatischen Gangster Ben Wade, den sein Sohn bewundert, ins zwei Tage entfernte Contention zu bringen. Zwischen den ungleichen Männern entwickelt sich Sympathie.

Der verschuldete und von seiner Familie als Versager angesehene Dan Evans meldet sich in seiner Not für den Gefangenentransport für den berüchtigten Bandenchef Ben Wade, der nach einem Geldkutschenüberfall geschnappt und ins zwei Tage entfernte Contention gebracht zu werden, wo der Gefängniszug nach Yuma wartet. Obwohl Wade betont, durch und durch schlecht zu sein, hilft er seinen Wächtern, bei einem Apachenüberfall ihre Haut zu retten. Er weiß, dass seine seine hartgesottene Gang ihm auf den Fersen ist, um ihn zu retten.

Kritik

Hochkarätiges Western-Remake, in dem "Gladiator" Russell Crowe und "Batman" Christian Bale, inszeniert vom "Walk the Line"-Regisseur James Mangold, ein psychologisch packendes Schauspiel-Duell austragen.

Das 1957 mit Glenn Ford verfilmte Original "Zähl bis drei und bete" basierte auf einer Kurzgeschichte von Elmore Leonard. Das Originalskript von Halsted Welles wurde nun von den beiden "2 Fast 2 Furious"-Autoren Derek Haas und Michael Brandt neu adaptiert. Der traditionell melancholische Ton der Moralfabel des klassischen Zusammenpralls von Gut und Böse (dessen Vertreter unter Verzicht von Schwarzweißmalerei unkonventionelle Charakterschattierungen aufweisen) ist weitgehend unverändert geblieben, modern aufgewertet wurde hingegen der Realismus der Actionszenen. Doch als größter Coup des stimmig-schön fotografierten Westerndramas erweist sich die Besetzung der beiden Hauptdarsteller, die derart hervorragend aufspielen, dass sie selbst eine gewisse Vertrautheit mit dem Stoff völlig vergessen machen.

Dan Evans (Bale) ist ein verschuldeter Farmer am Rande des Ruins, der von seiner Frau (eine leider unterbeschäftigte Gretchen Mol) und seinem ältesten Sohn William als Versager angesehen wird. Als ihre Scheune niedergebrannt wird, wehrt sich der im Krieg verkrüppelte Evans nicht. Im Kontrast zu ihm nimmt sich der berüchtigte Bandenchef Ben Wade (Crowe) was er will, wie mit einem brutalen Geldkutschenüberfall demonstriert wird. Unerwartet wird er im Anschluss jedoch geschnappt und Scharfschütze Evans meldet sich für Wades Gefangenentransport ins zwei Tage entfernte Contention, um so 200 Dollar zu verdienen. Wade wird als faszinierender Zeitgenosse skizziert, der ebenso locker einen Mann umbringt, wie er charmante Komplimente austeilt oder aus der Bibel zitiert. Er betont, durch und durch schlecht zu sein, doch bei einem Apachenüberfall hilft er seinen Wächtern ihre Haut zu retten. Allerdings hindert dies Wade nicht zu versuchen zu entkommen und gleichzeitig ist ihnen seine hartgesottene Gang (angeführt von einem herrlich psychopathischen Ben Foster) auf den Fersen.

Nach allerlei Konfrontationen, aufreibenden Nervenkrieg und der Entwicklung einer gewissen Sympathie zwischen Evans und Wade, kulminiert das Geschehen mit einem ausgedehnten Shootout à la "Zwölf Uhr mittags".

Neben der komplexen Charakterstudie, wartet die Story mit einem vielschichtigen Porträt des Wilden Westens auf, der so gegensätzliche Elemente aufweist, wie die beiden Protagonisten. Recht und Gesetzlosigkeit, Ehre und Schande, Tradition und Fortschritt (der nicht aufzuhaltende Eisenbahnbau), Verantwortungsgefühl und Freiheitsdrang bilden die Spannungsfelder, in denen sowohl die beiden Männer als auch die Ära definiert werden. Eine zusätzliche Dimension gibt es durch den schwelenden Vater-Sohn-Konflikt, da William seinen Vater zunächst für einen Feigling hält, den charismatischen Wade hingegen als glorreichen Outlaw anhimmelt. Letztlich geht es hier um den Ehrenkodex unter Männern, womit sich in der jüngeren Vergangenheit kaum einer besser als Clint Eastwood auseinandergesetzt hat. Und zu seinem Meisterwerk "Erbarmungslos" dürfen hier durchaus Parallelen gezogen werden. ara.

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Info

Plakat des Films: Todeszug nach Yuma
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 13.12.2007

USA 2007

Länge: 2 h 3 min

Genre: Western

Originaltitel: 3:10 to Yuma

Regie: James Mangold

Drehbuch: Michael Brandt, Derek Haas, Halsted Welles

Musik: Marco Beltrami

Produktion: Cathy Konrad

Kostüme: Arianne Phillips

Kamera: Phedon Papamichael

Schnitt: Michael McCusker

Ausstattung: Andrew Menzies

Website: http://www.todeszug-nach-yuma.de

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