Leinwand-Adaption der populären Jugendkrimi-Buch- und Hörspielreihe.

Kinostart: 28.09.2006

Jannis Niewöhner

Jannis Niewöhner
als Tim

Jonathan Dümcke
als Karl Vierstein

Lukas Eichhammer
als Willi "Kl

Svea Bein
als Gabi Glockner

Hauke Diekamp
als Kevin Sudheim

Jürgen Vogel
als Kommissar Emil Glockner

Ulrich Noethen
als Lehrer Manek

Jeanette Hain
als Eleonora

Robert Dölle
als Weltmann

Heinrich Schafmeister
als Chauffeur Georg

Anna Hausburg
als Nadine

Anna Schudt
als Frau Glockner

George Lenz
als Bienert

Ruby Kossin
als Claudia

Nicolas Christl
als Martin

Johann Hillmann
als Benjamin "Benni" K

Helmfried Lüttichau
als Hackspecht

Handlung

Wenn Tim, Karl, Klößchen und Gaby nicht gerade typischen Kinderbeschäftigungen nachgehen, bringen sie als Privatdetektiv-Quartett TKKG Gauner, Gangster und sogar mal Superbösewichte zur Strecke. Diesmal wird's ein schwieriger Fall, könnte doch ihr mysteriöser Widersacher über die von Klassenstreber Kevin entworfene Mind-Machine verfügen, was ihn so ziemlich unbesiegbar machen würde. Doch auch die Kids haben ein paar Asse im Ärmel.

Nach Kästners Klassenzimmer, Bibi Blocksberg und den wilden Hühnern zieht Kinderfilm-Expertin Uschi Reich erneut alle Register des Jugendkinos mit der Adaption der beliebten Buch- und Hörspielserie von Stefan Wolf. Tomy Wigand ("Das fliegende Klassenzimmer") inszenierte.

Als das Schulgenie Kevin seine Erfindung, die Mind-Machine, seinen Mitschülern präsentieren will und verwirrt flüchtet und schließlich auch noch seine Freundin verschwindet, ist für die jungen Hobbydetektive Tim, Karl, Klößchen und Gaby klar: Das ist ein neuer Fall für TKKG. Das Quartett macht sich auf die gefährliche Suche nach den Verschwundenen.

Kevin ist ein echtes Superhirn. Seine neueste Erfindung ist die mysteriöse Mind-Machine, doch kaum dass der Jungspund in der Schule damit herumprotzen konnte, sind er und seine Freundin wie vom Erdboden verschluckt. Klare Sache, dass die Nachwuchsdetektive Tim, Karl, Klößchen und Gabi, kurz TKKG, einen aufregenden neuen Fall wittern. Umgehend machen die vier sich auf, die Gründe für Kevins Verschwinden aufzudecken, und geraten dabei an die ebenso verführerische wie gefährliche Eleonora.

Kritik

Nach Kästner, Blocksberg und den wilden Hühnern wirft Kinderfilm-Produzentin Uschi Reich erneut ihre geballte Erfahrung in die Waagschale und verwandelt die angestaubte "TKKG"-Hörspielreihe in einen topbesetzten und hoch spannenden Krimi.

Kind sein müsste man in diesen Tagen. Dann könnte man in den Kinos aus dem Vollen schöpfen. Ob CGI-Animation aus den USA ("Ab durch die Hecke") oder made in Germany ("Urmel aus dem Eis"), ob dicke Animatronic-Kater von drüben ("Garfield 2") oder Computer-gesteuerte Gespenster von hüben ("Hui Buh") - der kleine Leinwand-Fan hat im Sommer 2006 schon fast die Qual der Wahl. Und das dürfte im Herbst auch so weiter gehen, schließlich stehen im September Pixars "Cars", Warner-Deutschlands "Oh, wie schön ist Panama" und Constantins "TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine" an. Letzterer reiht sich nahtlos in die immens erfolgreichen Projekte der Kinderfilmproduzentin Uschi Reich ein, die 1999 zunächst damit begann, Kästner für die Leinwand neu zu definieren. Es folgten zwei Kinoversionen mit der Hörspiel-Hexe Bibi Blocksberg sowie die Adaption des Cornelia-Funke-Bestsellers "Die wilden Hühner", dessen Fortsetzung sich gerade in der Postproduktion befindet. Nun also "TKKG", der inzwischen auch schon ein Viertel Jahrhundert alte Krimi-Hörspiel-Klassiker von Stefan Wolf, dessen Franchise-Derivate millionenfach in deutschen Kinderzimmern Einzug gehalten haben.

Wie bei "Bibi" hatte man es also hier mit einer Hörspiel-Vorlage zu tun und wie bei allen bisherigen Reich-Produktionen war die Marke bereits bestens eingeführt. Das Ganze musste nur noch kinogerecht, zeitgemäß und publikumswirksam umgesetzt werden. Das ist nun geschehen, durch den "Das fliegende Klassenzimmer"-erprobten Tomy Wigand, der sich nach seinem Ausflug in die Independent-Szene ("Polly Blue Eyes") wohl wieder frisch genug fand für eine weitere Auftragsarbeit. In "TKKG" geht es nicht nur um die im Untertitel beschriebene Mind-Machine, sondern vor allem um Tim, Karl, Klößchen und Gaby, das titelgebende Kinder-Privatdetektiv-Quartett. In der Folge werden die Vier in ihrem sozialen Umfeld gezeigt, beim Umgang mit engagierten Lehrern (einmal mehr der "Klassenzimmer"-bewährte Ulrich Noethen), mit unorthodoxen Polizisten ("Herr Grundeis" Jürgen Vogel hat nach Rollen als Krebskranker und Vergewaltiger sichtlich Spaß an einer "normalen" Rolle), liebenswerten Chauffeuren (Heinrich Schafmeister bekommt hier die meisten Lacher) oder aufregend schönen Kriminellen (Jeanette Hain betört als erste Femme Fatale des neuen deutschen Kinderfilms). Und dazwischen geht es richtig zur Sache, mit aufregenden Entführungen, nächtlicher Spurensuche und der Entdeckung eines gespenstischen Keller-Verlieses, dessen Labor verblüffende Ähnlichkeit mit jenem aus dem Tom-Cruise-Spektakel "Minority Report" besitzt. Damit sind wir auch schon bei den Innovationen. Denn für eine Reich-Produktion wurde diesmal vergleichsweise viel modernisiert, amerikanisiert und vor allem auf die Suspense-Tube gedrückt. Was bedeutet, dass man sich von den Vorschulkindern verabschiedet und nun die einen Tick älteren Knaben und Mädchen, die nicht mit Puppen spielen wollen, im Visier hat. Eine kühl durchkalkulierte Rechnung, die fraglos einmal mehr aufgehen wird. lasso.

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Info

Plakat des Films: TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 28.09.2006

Deutschland 2006

Länge: 1 h 57 min

Genre: Komödie

Originaltitel: TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine

Regie: Tomy Wigand

Drehbuch: Marco Petry

Musik: Martin Todsharow

Produktion: Uschi Reich

Kostüme: Sabine Staudt

Kamera: Egon Werdin

Schnitt: Christian Nauheimer

Ausstattung: Uwe Szielasko

Website: http://www.tkkg.film.de/

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