Düster-bizarre Verfilmung des Romans von Mitch Cullin über eine Zehnjährige, die vor dem Schrecken einer unerträglichen Realität in eine Fantasiewelt flieht.

Kinostart: nicht bekannt

Jodelle Ferland
als Jeliza-Rose

Janet McTeer

Janet McTeer
als Dell

Brendan Fletcher
als Dickens

Die Handlung von Tideland

Nach dem Drogentod der Mutter reist die zehnjährige Jeliza-Rose mit ihrem Vater, einem heroinabhängigen Rockmusiker, in die Prärie, wo er in einer Einöde in einer klapprigen Hütte groß wurde. Während Jeliza-Rose die Umgegend zu erforschen beginnt, nimmt auch der Vater Abschied von seinem irdischen Dasein. Völlig auf sich allein gestellt, mit der langsam verwesenden Leiche des Vaters als ständiges Mahnmal, zieht sich das einsame Mädchen mehr und mehr zurück in eine morbide Fantasiewelt, in der sie neue Freunde findet.

Die kleine Jeliza-Rose hat's nicht leicht mit ihren lebensuntüchtigen, drogenkranken Hippie-Erzeugern und flüchtet deshalb vor der Realität gerne in eine bizarre Fantasiewelt zu ihren Freundinnen, den abgetrennten Barbiepuppenköpfen. Als ihre Mutter das Zeitliche segnet, zieht Jeliza-Rose mit dem Daddy auf eine heruntergekommene Farm, wo sie in einer exzentrischen Nachbarin und deren halbverrückten, jüngeren Bruder zur Abwechslung zwei menschliche Freunde findet. Gemeinsam verwandelt man den Hof in ein kleines Paradies.

Kritik zu Tideland

Obwohl Düsternis und Verzweiflung immer ein Merkmal selbst der verspieltesten und drolligsten Filme von Terry Gilliam waren, hat der Regisseur seinen finsteren Impulsen noch nie so kompromisslos wie hier nachgegeben, in seiner visuell immer beeindruckenden Verfilmung des Romans von Mitch Cullin. Die morbide Variation von "Alice im Wunderland" entstand für ein Budget von acht Mio. Pfund komplett während der Fertigstellung des problembeladenen "Brothers Grimm" im kanadischen Saskatchewan. Zusammengehalten werden die grotesken Ereignisse, in wahrer Gilliam-Manier mit extremen Kamerawinkeln und verzerrenden Linsen festgehalten, von der beeindruckenden Zehnjährigen Jodelle Ferland, die den Film mühelos trägt.

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Info

Plakat des Films: Tideland

Kinostart: nicht bekannt

Großbritannien/Kanada 2005

Genre: Drama

Originaltitel: Tideland

Regie: Terry Gilliam

Drehbuch: Terry Gilliam

Musik: Mychael Danna, Jeff Danna

Produktion: Jeremy Thomas, Gabriella Martinelli

Kamera: Nicola Pecorini

Schnitt: Lesley Walker

Ausstattung: Jasna Stefanovic