Neuer Gruselthriller von M. Night Shyamalan ("Signs - Zeichen") über ein isoliertes, von mythischen Kreaturen bedrohtes Dorf.

Kinostart: 09.09.2004

Bryce Dallas Howard

Bryce Dallas Howard
als Ivy Walker

Joaquin Phoenix

Joaquin Phoenix
als Lucius Hunt

Adrien Brody

Adrien Brody
als Noah Percy

William Hurt
als Edward Walker

Sigourney Weaver
als Alice Hunt

Brendan Gleeson
als August Nicholson

Cherry Jones
als Mrs. Clack

Celia Weston
als Vivian Percy

Frank Collison
als Victor

Judy Greer
als Kitty Walker

John Christopher Jones
als Robert Percy

Fran Kranz
als Christop Crane

Jayne Atkinson
als Tabitha Walker

Michael Pitt
als Finton Coin

Jesse Eisenberg
als Jamison

Die Handlung von The Village - Das Dorf

Pennsylvania zu Ende des 19. Jahrhunderts: In dem kleinen Dörfchen Covington leben die Leute seit jeher im Schatten eines großen Waldes, in dessen Dunkel sich dem Mythos zufolge geheimnisvolle Kreaturen tummeln. Vor langer Zeit traf man ein Abkommen, wonach die Bürger nicht in den Wald gehen und im Gegenzug von den Kreaturen in Ruhe gelassen werden. Nachwuchsbürger Lucius (Joaquin Phoenix), frisch verliebt in die Bürgermeistertochter und auch sonst ein rechter Rebell, will das nicht länger hinnehmen.

M. Night Shyamalan

Pennsylvania 1897. Ein kleines, von der Außenwelt isoliertes Dorf lebt in Koexistenz mit unheimlichen Kreaturen, die ihr Revier im angrenzenden Wald weitgehend unsichtbar, aber ständig präsent verteidigen. Jede Spezies respektiert den Lebensraum der anderen, bis der junge Lucius mit seiner Ankündigung, er wolle die Grenzen überschreiten, eine Kette unvorhersehbarer Ereignisse auslöst.

In einem idyllischen Dorf im Pennsylvania des Jahres 1897 lebt man autark und hält sich an überlieferte Regeln. Doch der ruhige Schein trügt. Denn in den Wäldern hausen fremdartige, fleischfressende Wesen, die in den Ort einfallen, wenn sie sich bedroht fühlen. Da beschließt der stoische Schweiger Lucius, das Böse zu suchen. Ein kleiner Schritt mit großen Folgen. Für Lucius' Geliebte Ivy, die blinde Tochter des Ortsvorstehers, für den auch in sie verliebten Dorftrottel und all die anderen, die um das wirkliche Geheimnis der Gemeinde wissen.

Kritik zu The Village - Das Dorf

Rot ist die Farbe, die sie anlockt, Gelb der Ton, der sie besänftigt und Grün die Farbe der Hoffnung, dass nach "Sixth Sense", "Unbreakable" und "Signs - Zeichen" das Konzept des übernatürlichen Überraschungsthrillers ein weiteres Mal Früchte trägt. Dank einer erneut cleveren Prämisse, die sich ideal zum Schüren von Neugier nutzen lässt, stehen die Zeichen für eine grüne Ampelschaltung bestens, auch wenn "The Village", der bislang ambitionierteste und strengste Film von M. Night Shyamalan, seine Besucher stärker polarisieren könnte als die anderen Grusel-Rätsel-Hybriden des Autors und Regisseurs.

Entscheidend für einen langfristigen Erfolg, der sich schließlich auch in der Zweitverwertung unter dem Laser niederschlagen soll, ist letztlich das Maß, wie harmonisch Erwartungen und Seherfahrung in Einklang gebracht werden können. Diese Variable ist auch bei "The Village" unberechenbar, weil jeder sein eigenes Drehbuch mit ins Kino bringt oder dort entwickelt, das dann an entscheidenden Stellen entweder überflüssig oder dominant wird. Gesichert aber ist, dass dank eines atmosphärischen Trailers und eines Marketings, das die Warnfarbe Rot clever als Köder benutzt, diesen Film Millionen sehen wollen. Grund ist Shyamalans Ruf als Magier von Suspense und Twists sowie Urängste, denen sich der Mensch immer wieder stellen muss. Kultiviert wurden sie früher in Märchen, die auch den neuen Film des Regisseurs maßgeblich beeinflussen.

Schauplatz ist ein kleines, isoliertes Dorf in Pennsylvania, das 1897, an der Schwelle zur Moderne, mit alten Mythen konfrontiert ist. Umringt von undurchdringlichen Wäldern, leben die Dorfbewohner ein Quäker-ähnliches friedliches Leben, sofern keiner die mit Wachturm gesicherte Grenze zum Wald überschreitet. Denn hierhin haben sich gefürchtete Kreaturen zurückgezogen, die mit animalischen Lauten Angst in den Menschen säen und sie mit sporadischen nächtlichen Besuchen warnen, sollte ihr Territorium verletzt werden. Ihre Präsenz wird weitgehend von Geräuschen etabliert, wenn Zweige knacken, an Türen geschabt wird oder über dem Keller Schritte zu hören sind. Mit wenigen, atmosphärisch magischen Bildern deuten Shyamalan und sein exzellenter Kameramann Roger Deakins die humanoide Gestalt der Wesen an, die Fleischfresser sind, sich unter roten Umhängen verbergen und in die Häuser einfallen, wenn sie sich bedroht fühlen.

Wie in "Signs" beschränkt sich die Regie auf Fast-Kontakte, erzeugt meisterlich Spannung, wenn sich die Jungs zur Mutprobe an die Waldgrenze stellen oder die Hand eines blinden Mädchens durch eine geöffnete Tür in die Außenwelt greift, gerade als sich das in Unschärfe gehüllte Grauen nähert. Die junge Frau, eine der beiden Töchter des Dorfvorstehers (William Hurt), ist die Protagonistin dieses gruseligen Herbstmärchens über eine Oase der Reinheit in einer verdorbenen Welt. Sie liebt den stoischen Schweiger Lucius (Joaquin Phoenix), der die Aufklärung verkörpert, weil er die Furcht vor dem Unbekannten überwinden will.

Mehr darf man eigentlich nicht verraten über das mehrfach Haken schlagende Gruselkonstrukt, will man dessen Geheimnisse nicht verraten. In Shyamalans Mix aus Grimms Märchen, "Belphegor" und "Blair Witch Project" trägt Newcomerin Bryce Dallas Howard, Tochter von Regisseur Ron Howard, den Film mit einer emotional erstaunlich souveränen Leistung. Wie der von Adrien Brody gespielte Dorftrottel erfüllt auch sie als sensible, höchst verwundbare Sympathieträgerin eine genau kalkulierte, traditionelle Rolle im Film, der ähnlich wie "Unbreakable" die Welt moralisch kommentiert, aber nicht mehr den Weg des Widerstands wählt.

Spannung entwickelt "The Village" stilsicher, zeigt aber auch Humor und lyrischen Charme (zwei tanzend eine Veranda putzende Frauen) und relativ früh sein wahres Gesicht. Es ist eine von mehreren noch folgenden Überraschungen, die wichtige Antworten liefern, aber auch die Türen zu weiteren Fragen öffnen. Es ist der Punkt, an dem sich Fantasie von Realität prüfen lassen muss, an dem Glauben oder Zweifel vielleicht mitentscheiden, ob "The Village" im Kino über den Hit hinaus auch eine Attraktion werden wird. kob.

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Info

Plakat des Films: The Village - Das Dorf
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.09.2004

USA 2004

Länge: 1 h 48 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Village

Regie: M. Night Shyamalan

Drehbuch: M. Night Shyamalan

Musik: James Newton Howard

Produktion: Scott Rudin, M. Night Shyamalan, Sam Mercer

Kostüme: Ann Roth

Kamera: Roger Deakins

Schnitt: Christopher Tellefsen

Ausstattung: Tom Foden, Michael Manson

Website: http://www.movie.de