Cast

Die Handlung von The Twin

Was der Familie um Rachel, Anthony und Elliot passiert ist, ist wahrlich nur schwer zu verdauen, dennoch versucht das Dreiergespann einen Neuanfang – und zwar mitten in der Pampa Finnlands, fernab der Zivilisation. Vielleicht lässt sich dort der Verlust und Schmerz aufarbeiten, oder doch nicht?

Denn kaum fühlt sich die Familie allmählich wohl in ihrem neuen Heim, legt Sohnemann Elliot plötzlich ein beunruhigendes Verhalten an den Tag. Er wird immer aggressiver seinen Mitmenschen gegenüber und behauptet zu allem Überfluss auch noch, dass sein Zwillingsbruder gar nicht tot sein kann.

Eh sich Mutter Rachel versieht, findet sie sich in einem neuen Albtraum wieder, wie sie nämlich von der Außenseiterin Helen erfährt, sind die Einwohner des nahegelegenen Dorfes alles andere als harmlos. Sind sie und Elliot etwa in Gefahr?


Kritik zu The Twin

Wie kann man sich nur so verzetteln? Diese Frage drängt sich mir jedenfalls auf, wenn man den neuesten Beitrag des finnischen Filmemachers Taneli Mustonen in Augenschein nimmt. Während Mustonen zuvor mit „Lake Bodom“ noch international große Wellen schlug, ist er mit dem Horrorstreifen „The Twin“ galant am Riff der Langeweile zerschellt.

Aber warum? Liegt es daran, dass sich Mustonen bei „Lake Bodom“ einem wahren und bis dato rätselhaften Verbrechen gewidmet hat, und für „The Twin“ plötzlich eigene Ideen herauskramen musste? Liegt es daran, dass sich Mustonen, der für „The Twin“ erneut mit Co-Autor Aleksi Hyvärinen zusammenarbeitet, einmal quer durch die Kiste mit allen Horrorklischees durchgegraben hat? Wenn der Film nämlich erst Okkultismus in den Raum wirft, um dann einen Schwenker in Richtung nordische Mythologie zu machen und zwischendurch noch andere übernatürliche Elemente und esoterische Themen einzustreuen, dürften waschechte Genre-Fans ziemlich schnell das Interesse verlieren. Dabei ist der Anfang gar nicht mal übel, versteht Mustonen doch, wie man eine beklemmende Atmosphäre aufbaut.

Das und sogar die Bemühungen der Schauspieler – allen voran Jungstar Tristan Ruggeri in einer Doppelrolle – helfen letztlich aber nicht, wenn „The Twin“ zu allem Überfluss auch noch einen lahmen Abgang macht. Plottwist hin oder her. Kleiner Spoiler: Genre-Kenner könnten die Wendung sogar schon in den ersten wenigen Minuten des Films ahnen. Lohnt sich nicht, weil überladene Klischees und Vorhersehbarkeit noch nie ein Garant für Erfolg waren. Da helfen nicht einmal die Bemühungen der Schauspieler.