In Spannung und beklemmender Atmosphäre ausgezeichneter, subtil und immer wieder überraschend erzählter Gespenster-Thriller.

Kinostart: 30.12.1999

Bruce Willis

Bruce Willis
als Dr. Malcolm Crowe

Haley Joel Osment

Haley Joel Osment
als Cole Sear

Toni Collette

Toni Collette
als Lynn Sear

Olivia Williams
als Anna Crowe

Donnie Wahlberg
als Vincent Gray

Glenn Fitzgerald
als Sean

Mischa Barton
als Kyra Collins

Trevor Morgan
als Tommy Tammisimo

Bruce Norris
als Stanley Cunningham

Handlung

Kinderpsychologe Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) kümmert sich um den schwer verhaltensgestörten Jungen Cole (Haley Joel Osment), dessen in Scheidung lebende Mutter nicht mehr alleine mit ihm zurecht kommt. Dabei vernachlässigt er jedoch seine Frau Anna. Nachdem der Junge endlich Vertrauen zu Malcolm gefasst hat, erzählt er ihm, was ihn peinigt: Geister von Toten, die ihn auch körperlich malträtieren.

M. Night Shyamalan

Kinderpsychologe Dr. Malcolm Crowe kümmert sich um den schwer verhaltensgestörten Jungen Cole, dessen in Scheidung lebende Mutter nicht mehr alleine mit ihm zurecht kommt. So sehr, daß sich seine Frau Anna von ihm vernachlässigt fühlt. Nachdem der Junge endlich Vertrauen zu Malcolm gefaßt hat, erzählt er ihm, was ihn peinigt: Geister von Toten, die ihn auch körperlich malträtieren.

Kinderpsychologe Malcolm Crowe befindet sich gerade selbst in einer schweren Identitätskrise (schwerer, als er denkt), als der Fall eines Schuljungen, der behauptet, Tote sehen zu können, seine ganze Aufmerksamkeit gefangen nimmt. In dem selben Maße, in dem Crow Zugang zu dem zunächst unnahbaren Patienten gewinnt, entfernt er sich von seiner eigenen Umwelt. Als er schließlich zu der Überzeugung gelangt, dass der Junge mit seinen Visionen recht hat, macht er noch eine weitere, ungleich erschreckendere Entdeckung.

Kinderpsychologe Malcolm Crowe befasst sich mit dem Fall eines Schuljungen, der behauptet Tote sehen zu können. Als er ihm schließlich Glauben schenkt, macht er eine erschreckende Entdeckung. Gruseliger Überraschungserfolg für Regisseur M. Night Shyamalan und Hauptdarsteller Bruce Willis.

Kritik

Der Gespensterfilm lebt - und zwar gewaltig. Nach dem fast schon erschreckenden Erfolg von "Blair Witch Project" zog jetzt der bedächtig-bedrohliche paranormale Thriller "The Sixth Sense" mit dem bewährten Weltretter Bruce Willis das gruselsehnsüchtige Publikum zahlreich in seinen Bann. Dabei wirft das atmosphärisch düstere Spukdrama zunächst eine dramatisch locker gespannte Schlinge aus, die grausam langsam enger wird, um sich mit dem überraschenden und alles Vorangegangene in eine neue Perspektive setzenden Ende schlagartig zuzuziehen.

Der Prolog zeigt den erfolgreichen Kinderpsychologen Dr. Malcolm Crowe (Willis), wie er mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) eine seiner beruflichen Auszeichnungen feiert. Der Abend endet jedoch tragisch, als einer von Crowes ehemaligen Patienten (das nicht mehr wieder zu erkennende ehemalige "New Kids on the Block"-Bandmitglied Donnie Wahlberg) in ihr Haus einbricht und auf ihn schießt. Ein Jahr später arbeitet Crowe an dem Fall des verhaltensgestörten Jungen Cole (Haley Joel Osment), der sich, von der Scheidung seiner Eltern traumatisiert, abkapselt. Nur schrittweise entwickelt sich zwischen den beiden ein Vertrauensverhältnis, und Cole offenbart, daß er ständig die Geister von Toten um sich hat, womit sich seine Verstörtheit und die Mißhandlungen erklären, die ihm von rabiaten Gespenstern zugefügt werden. Währenddessen droht Crowes Ehe zu zerbrechen, da er sich aus Schuldgefühlen seinem amoklaufenden Patienten gegenüber so obsessiv mit Cole befaßt, daß Anne sich beiseite gestoßen fühlt. Crowe befürchtet, daß sie mit ihrem jungen Angestellten eine Affäre haben könnte, doch die finale Auflösung stellt alle möglichen Vermutungen in den Schatten.

Getragen wird das durchdachte Depri-Kammerspiel von Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan ("Wide Awake") vom elfjährigen Osment, der vor fünf Jahren Forrest Gump Jr. mimte. Er fasziniert mit einer nuancierten Darstellung, die das Gefühlsspektrum von katatonischer Angst hin zu laut kreischenden Wutausbrüchen abdeckt. Willis, der bereits in "Color of Night" einen Psychologen spielte, gibt sich verhalten und versteht es, seine Figur mit tiefer und überzeugender Traurigkeit zu versehen. Toni Collette als hilflose Mutter des Jungen bleibt ebenfalls mit einem starken Auftritt in Erinnerung. Der Reiz einiger unheilvoller Omen, die von Türknaufen zu spiralenförmigen Treppenaufgängen reichen, wird teilweise erst im Rückblick in seiner vollen Tragweite offenbar. Kameramann Tak Fujimoto ("Das Schweigen der Lämmer") verleiht dem cineastischen Psychopharmakon darüberhinaus den passenden, oft subtil realitätsfremd wirkenden Look. Die große deutsche Fangemeinde von Willis wird bei diesem ungewöhnlichen Anti-"Armageddon" den Atem anhalten. ara.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 30.12.1999

USA 1999

Länge: 1 h 47 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Sixth Sense

Regie: M. Night Shyamalan

Drehbuch: M. Night Shyamalan

Musik: James Newton Howard

Produktion: Kathleen Kennedy, Frank Marshall, Barry Mendel

Kostüme: Joanna Johnston

Kamera: Tak Fujimoto

Schnitt: Andrew Mondshein

Ausstattung: Philip J. Messina, Larry Fulton

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