Das Haus eines Drogenbosses soll von einer Polizei-Einheit gestürmt werden. Doch der Gangster lässt sich nicht so leicht hochnehmen. Martial-Arts-Action mit genialen Choreographien.

Kinostart: 12.07.2012

Iko Uwais

Iko Uwais
als Rama

Yayan Ruhian
als Mad Dog

Joe Taslim

Joe Taslim
als Jaka

Handlung

Ein mehrstöckiges Wohnhaus in einem Slum von Jakarta. Das Gebäude dient Drogenboss Tama als Hauptquartier, hier hat er sich mit seinen Männern verschanzt. Nun soll eine Eliteeinheit unter der Führung des korrupten Lt. Wahyu die Festung stürmen und den Gangster festnehmen. Ein lebensgefährlicher Einsatz, denn Tama hat Sicherheitsvorkehrungen getroffen und ist nicht bereit, sich einfach zu ergeben. Stockwerk für Stockwerk arbeiten sich die Männer hoch, unter ihnen auch Nahkampfspezialist Rama, dessen Bruder auf der Seite der Verbrecher kämpft.

Ein Hochhaus in einem Slum von Jakarta dient dem skrupellosen Druglord Tama als Hauptquartier, hier hat er sich mit seinen Männern verschanzt. Nun will eine Eliteeinheit und Führung eines korrupten Polizeileutnants die Festung stürmen und die Gangster festnehmen. Ein lebensgefährlicher Einsatz, wie sich herausstellt, denn Tama hat Vorkehrungen getroffen und ist nicht bereit, sich kampflos zu ergeben. Stockwerk für Stockwerk arbeiten sich die Cops hoch, unter ihnen Nahkampfspezialist Rama, dessen Bruder auf der Gegenseite kämpft.

Eine Eliteeinheit der Polizei stürmt ein Hochhaus, in dem sich Dutzende von Gangstern unter Zivilisten verschanzen. Klaustrophobische indonesische Belagerungsaction in äußerst cooler Inszenierung. Düster, spektakulär, eines Luc Besson würdig.

Kritik

Brillante Martial-Arts-Variante von Howard Hawks Westernklassiker "Rio Bravo", in dem eine Polizeieinheit in Jakarta die Wohnfestung eines Drogenlords erstürmen soll.

Unter einschlägig erfahrenen Genrefans genießt der Waliser Gareth Evans dank seines in Indonesien angesiedelten Martial-Arts-Spektakels "Merantau - Meister des Silat" einen exzellenten Ruf und mit seiner dritten Regiearbeit "The Raid" dürfte er nun Kultstatus erlangen. "Machete Gang Member" oder "Hole Drop Attacker" heißen seine Figuren im Abspann, ein Hinweis darauf was man in den vorangegangenen gut 90 Minuten zu sehen bekommen hat: Adrenalin pur. Der Plot ist, wie der Titel vermuten lässt, ebenso einfach wie effektiv: Die Polizei stürmt ein mehrstöckiges Gebäude, um einen Drogenboss namens Tama (Ray Sahetapy) festzunehmen, der sich im obersten Geschoss verschanzt hat. Erschwert wird der Einsatz durch den Umstand, dass viele der Gesetzeshüter im Nahkampf unerfahren sind und ihr korrupter Chef Wahyu (Pierre Gruno) eigene Ziele verfolgt.

Wer jetzt an moderne Klassiker wie "New Jack City" oder "Assault -Anschlag bei Nacht" denkt liegt richtig - wobei hier in Sachen Tempo, Gewalt und Spannung mehr geboten ist. Vor allem Dank des Helden, der Ein-Mann-Armee namens Rama, gespielt vom Bewegungswunder Iko Uwais, der Kampfmaschinen wie Jet Li oder Bruce Lee wie Chorknaben aussehen lässt. Ruhig geht's los: Die Exekutive schleicht sich an. Der Soundtrack schweigt. Die Polizisten beziehen Stellung. Was die Männer nicht wissen: Sie werden beobachtet. Tama hat Wachposten positioniert und Überwachungskameras installiert. Auf den Monitoren seines Kontrollraums verfolgt er "Dr. Mabuse" gleich mit seinen Leibwächtern Andi (Doni Alamsyah) und Mad Dog (Yayan Ruhian) jede Bewegung der Eindringlinge. Und dann meldet er über die hausinterne Beschallungsanlage: "Wir haben Besucher!"

Der Auftakt zum blutigen Inferno: Mann gegen Mann. Glas splittert, Kochen brechen, Haut reißt, Schüsse hallen. Stockwerk für Stockwerk kämpfen sich die Männer hoch. Das Haus, in Sachen Produktionsdesign (Moti D. Setyanto) eine Ausnahmeleistung, ist ein Labyrinth - ob vertikal oder horizontal. Keine CGI-Effekte, keine kaschierenden Schnitte, kaum Nahaufnahmen. Der exzellente Kameramann Matt Flannery setzt auf Totalen. Der Kampfstil, der zum Einsatz kommt, heißt Silat, eine malaiische, beinharte Kung-Fu-Variante, bei der die Kombattanten die Schwerkraft zu überwinden scheinen. So fühlt am sich manchmal wie in einem etwas anderen Musical, einem Actionballett, bei dem statt gesungen und getanzt, gebrüllt und gekämpft wird. Die passende hämmernde Musik komponierten Aria Prayogi, Joseph Trapanese und Fajar Yuskemal, bei der Festivalvorführung in Toronto hieß es, dass sie vor dem Kinoeinsatz noch von Mike Shinoda von Linkin Park überarbeitet werden soll. Unnötig, denn sie ist brillant. Wie der Film - vorausgesetzt man mag die Gattung. geh.

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Info

Kinostart: 12.07.2012

Indonesien 2011

Länge: 1 h 41 min

Genre: Action

Originaltitel: Serbuan maut

Regie: Gareth Evans

Drehbuch: Gareth Evans

Musik: Joseph Trapanese, Mike Shinoda

Produktion: Ario Sagantoro, Gareth Evens

Kamera: Matt Flannery

Schnitt: Gareth Evans

Website: http://www.kochmedia-film.de/kino/details/view/film/the_raid_kino/

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