Unterhaltsames und spannendes Drama über Lance Armstrong, Siebenfachgewinner der Tour de France und Dopingsünder.

Kinostart: 08.10.2015

Ben Foster

Ben Foster
als Lance Armstrong

Chris O'Dowd

Chris O'Dowd
als David Walsh

Guillaume Canet

Guillaume Canet
als Michele Ferrari

Jesse Plemons
als Floyd Landis

Denis Ménochet
als Johan Bruyneel

Lee Pace
als Bill Stapleton

Edward Hogg
als Frankie Andreu

Dustin Hoffman
als Bob Hamman

Elaine Cassidy
als Betsy Andreu

Laura Donnelly
als Emma O'Reilly

Die Handlung von The Program - Um jeden Preis

Nichts und niemand kann Lance Armstrong aufhalten - nicht einmal Hodenkrebs: Er besiegt seine Gegner, er besiegt seine Krankheit. Und er gewinnt die Tour de France, nach Belieben, wie es scheint, sieben Mal in Folge. Doping kann ihm nie nachgewiesen werden. Dann wird der irische Journalist Walsh auf Armstrong aufmerksam. Er entdeckt Unregelmäßigkeiten und ist bald überzeugt, dass der Radrennfahrer mit der unstillbaren Lust am Gewinnen betrügt. Viele Freunde macht sich Walsh mit seiner Entdeckung nicht.

Kritik zu The Program - Um jeden Preis

Stephen Frears erzählt emotional spannend von einem der größten Sportskandale, dem Dopingskandal um Radrennprofi Lance Armstrong.

Was für ein Mann, dieser Amerikaner Lance Armstrong! Er besiegte den Hodenkrebs und siegte sieben Mal in Folge bei der Tour de France zwischen 1999 bis 2002. Und was für ein Abstieg. Der Weltradsportverband UCI erkannte ihm 2012 die Tour de France-Siege wegen Doping ab, in der Talkhow "Oprahs Next Chapter" ein Jahr später gestand die Radsport-Ikone öffentlich den Dopingmissbrauch. Sportjournalist David Walsh begleitet für die Sunday Times den Höhenflug und das Aus. Schon früh spürte er, dass es ganz gewaltig stank hinter der sauberen Fassade, auch wenn Armstrong jeden Dopingverdacht abbügelte und Presse und Publikum mit einer ausgefeilten Sympathie-Kampagne auf seine Seite zog.

Stephen Frears Drama zeichnet nach Walshs Buch "Seven Deadly Sins" den Überlebenskünstler als charismatischen und skrupellosen Lügner und zeigt das ihn perfide System von Ärzten, Betreuern, Funktionären, Pharmakologen Sponsoren und Aktiven, die betrügen und vertuschen, allesamt schweigen - wie ein Großteil der Journalisten. So kann Armstrong wie viele andere mit Tricksereien und einer Apotheke im Blut von Testosteron, Epo bis Kortison Höchstleistungen bringen, um jeden Preis. "Die Bar ist offen" heißt es mal ironisch, bevor die Sportler ihre Spritzen bekommen.

Das psychologisch spannende Porträt der Kultfigur beeindruckt durch nuancenreiche Differenzierung zwischen Größe und Größenwahn. Ben Foster als Idol ist Oscarverdächtig - ob er am Anfang gegen den Krebs kämpft, auf dem Zenit seines Erfolgs eine Pressekonferenz souverän dirigiert und seinen Gegner mundtot macht, sich in den Bergen körperlich abarbeitet oder knallhart einen Konkurrenten abserviert. Chris O'Dowd als irischer investigativer Journalist bietet ihm schauspielerisch Paroli. Wenn am Schluss Leonard Cohens Song "Everybody knows" erklingt, weckt das noch einmal ein ganz spezielles tragisches Tremolo.Geschichten über gefallene Helden gehen eben unter die Haut. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 2007 -381

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Kinostart: 08.10.2015

Großbritannien/Frankreich 2015

Länge: 1 h 43 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Program

Regie: Stephen Frears

Drehbuch: John Hodge

Musik: Alex Heffes

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Tracey Seaward, Kate Solomon

Kostüme: Jane Petrie

Kamera: Danny Cohen

Schnitt: Valerio Bonelli

Ausstattung: Alan Macdonald

Website: http://www.theprogram.de