Remake von Mel Brooks' legendärem Erstling "Frühling für Hitler" von 1968, in dem die Stars der Browadway-Version, Matthew Broderick und Nathan Lane, die unvergessenen Gene Wilder und Zero Mostel ersetzen.

Kinostart: 16.03.2006

Nathan Lane

Nathan Lane
als Max Bialystock

Matthew Broderick

Matthew Broderick
als Leo Bloom

Uma Thurman

Uma Thurman
als Ulla

Will Ferrell
als Franz Liebkind

Roger Bart
als Carmen Ghia

Gary Beach
als Roger De Bris

Jon Lovitz
als Mr. Marks

Andrea Martin

Debra Monk

Jason Antoon
als Jason Green

Kathy Fitzgerald
als Shirley Markowitz

Riley G. Matthews
als Bailiff

Handlung

New York Ende der 50er Jahre. Beim Versuch, ihre Verluste schön zu rechnen, stoßen der notorisch erfolglose Broadway-Produzent Max Bialystock (Nathan Lane) und sein Buchhalter Leo Bloom (Matthew Broderick) auf die theoretische Möglichkeit, mit einem Flop Geld zu verdienen. Kurzerhand arrangiert das Duo planmäßig eine Bühnenkatastrophe epochalen Formats, wozu man sich eines exaltierten Regisseurs (Gary Beach), eines der englischen Sprache unmächtigen Stars (Uma Thurman) und des völlig durchgeknallten Nazi-Autoren Franz Liebkind (Will Ferrell) bedient.

Nach triumphalen Vorstellungen am Broadway und einer nunmehr legendären Verfilmung von 1968 erreicht eine neue Version von Mel Brooks' Debütwerk "Frühling für Hitler" die Leinwände.

New York im Jahr 1959. Broadway-König Max Bialystock ist vom Glück verlassen, bis Buchhalter Leo Bloom ihm einen Plan vorlegt, der maßgeschneidert ist für einen Mann, der nur noch Flops produziert, die am Premierentag schon wieder schließen: Mehr Geld aufbringen, als man braucht, dann eine Show ins Theater bringen, die keiner sehen will. Weil jeder versteht, dass damit kein Geld zu machen, wird keiner seine Investition zurück verlangen. Dafür finden sie das geschmacklose Musical "Frühling für Hitler" des paranoiden Nazis Franz Liebken und heuern als Hauptdarstellerin die Schwedin Ulla an, die kein Wort Englisch spricht.

Der gewitzte Buchhalter Leo Bloom rechnet seinem notorisch erfolglosen Chef, dem Impresario Max Bialystock, vor, dass finanziell gesehen ein veritabler Flop immer einem Hit vorzuziehen ist. Mit "Frühling für Hitler", dem aberwitzigen Erguss des Nazi-Narren Franz Liebkind, ist nach langer Suche endlich das passende Stück gefunden, mit Roger DeBris, Motto: Keep it gay!, der entsprechend untalentierte, dampfend schwule Regisseur. Nun kann eigentlich nichts mehr schief gehen - außer dass das Stück zum Riesenerfolg wird.

Kritik

Mel Brooks kann's nicht lassen, seine "Producers" immer wieder neu aufzulegen. Seinem mit dem Drehbuch-Oscar prämierten Comedy-Klassiker "Frühling für Hitler" von 1968 ließ er 2001 die Broadway-Variante folgen, die er jetzt, diesmal als Produzent, auf die Leinwand zurückbringt.

In die Fußstapfen von Zero Mostel bzw. Gene Wilder sind Nathan Lane und Matthew Broderick getreten, mit Preisen überschüttet als sie vor fünf Jahren als Bialystock und Bloom, als odd couple Zuschauer wie Kritiker in "The Producers" begeisterten. Susan Stroman hieß die Dame, die die Herren unter Brooks' Aufsicht auf der Bühne singen und tanzen ließ. Und weil sie ihre Sache so gut gemacht hat, firmiert sie nun auch hier als Choreographin und Regisseurin. Während der Meister selbst, ungewohnt bescheiden, "nur" für Produktion, Drehbuch, Musik und Texte verantwortlich zeichnet, für politisch höchst unkorrekte Songs und Liedzeilen wie "springtime for Hitler in Germany, winter in Poland and France..."

Neben schwarzem jüdischem Mutterwitz sind wieder Chaos und Anarchie Brook'scher Ausprägung angesagt, mit großem Gestus vorgetragen, zurückzuführen auf die Bühnenfassung, wo man noch im Stehrang die Späße optisch wie akustisch verstehen muss. Hat man sich jedoch mit diesem overacting abgefunden und auch damit, dass bis auf wenige "Außenausflüge" der klaustrophobe Theatercharakter beibehalten wurde, steht dem hinterfotzigen Vergnügen nichts mehr im Wege.

Das nimmt seinen Anfang als der notorisch erfolglose Impressario Max Bialystock den gewitzten Buchhalter Leo Bloom anstellt und dieser dem Maestro vorrechnet, dass rein finanziell ein veritabler Flop einem Hit immer vorzuziehen sei. Mit "Frühling für Hitler", dem aberwitzigen Erguss des Nazi-Narren Franz Liebkind - Stahlhelm-bewehrt scheut Will Ferrell kein Fettnäpfchen -, ist nach langer Suche das passende Stück gefunden und mit Roger DeBris, Motto: Keep it gay!, wird der entsprechend untalentierte, dampfend schwule Regisseur nebst Assistent Carmen Ghia (Roger Bart aus "Desperate Housewives") verpflichtet. Nicht zu vergessen die Hingucker-Sekretärin/Musical-Hauptdarstellerin Ulla, sprich Uuu-la (lala) - Augen- und Ohrenweide: Uma Thurman -, die schwedische Schönheit, die täglich um elf Uhr Sex braucht und der englischen Sprache kaum mächtig ist.

Gnadenlos geht's hier zu, geschmacklos gut und ohne Respekt für irgendwelche Regeln. Hitler ist ein Homo, die bayerischen Mädel sind prall wie ordentliche Weißwürste und Tauben pflegen den Hitlergruss. Bialystock hüpft zwecks Produktionszuschüssen mit rüstigen Seniorinnen ins Bett und Stutzer Leo ehelicht aus selbem Grund die langbeinige skandinavische Allzweckwaffe. Nach leicht zähem Beginn greift der Swing. Tanz, Gags und auch gnadenlose Blödeleien treiben im Minutentakt die gewagt-schlüpfrige Handlung voran. Das Ensemble, zum großen Teil vom Broadway übernommen, ist mit Lust bei der Sache. Finanzgenie Leo wäre mit dieser Produktion wohl auch zufrieden und wir warten auf die von Mel Brooks angedrohte Claymation-Variation des Stoffes. geh.

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Info

Plakat des Films: The Producers
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 16.03.2006

USA 2005

Länge: 2 h 14 min

Genre: Musikfilm

Originaltitel: The Producers

Regie: Susan Stroman

Drehbuch: Mel Brooks, Thomas Meehan

Produktion: Mel Brooks, Jonathan Sanger

Kostüme: William Ivey Long

Kamera: Charles Minsky, John Bailey

Schnitt: Steven Weisberg

Ausstattung: Mark Friedberg, Peter Rogness

Website: http://www.theproducers-derfilm.de

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