Terrence Malicks in traumhaften Bildkompositionen erzählte Liebesgeschichte zwischen dem Pionier John Smith und der Indianerprinzessin Pocahontas.

Kinostart: 02.03.2006

Colin Farrell

Colin Farrell
als John Smith

Q'Orianka Kilcher

Q'Orianka Kilcher
als Pocahontas

Christopher Plummer

Christopher Plummer
als Capt. Christopher Newport

Christian Bale
als John Rolfe

August Schellenberg
als Powhatan

Wes Studi
als Opechancanough

David Thewlis
als Capt. Edward Wingfield

Yorick van Wageningen
als Capt. Argall

Raoul Trujillo
als Tomocomo

Michael Greyeyes
als Rupwew

Kalani Queypo
als Parahunt

Ben Mendelsohn
als Ben

Noah Taylor
als Selway

Brian F. O'Byrne
als Lewes

Ben Chaplin
als Robinson

Jamie Harris
als Emery

Janine Duvitski
als Mary

Eddie Marsan
als Eddie

Joe Inscoe
als Ackley

Jake Curran
als James

Thomas Clair
als Patawomeck

John Savage
als Savage

Alex Rice
als Patawomecks Frau

Irene Bedard
als Pocahontas“ Mutter

Ford Flannagan
als Winthrop

Handlung

Im frühen 17. Jahrhundert erschließen die Briten den nordamerikanischen Subkontinent. Captain John Smith (Colin Farrell) leitet auf dem Gebiet des heutigen Virginias eine Expedition in die Wälder und stößt auf kriegerische Indianer, die ihr Gebiet gegen die Eindringlinge verteidigen. Nur Smith entgeht dem Massaker, und wird von der jugendlichen Häuptlingstochter Pocahontas (Q'Orianka Kilcher) gerettet. Bald entspinnt sich zwischen den beiden eine generationen- und kulturenübergreifende Romanze.

Terrence Malick

Im 17. Jahrhundert legen erste britische Pilger auf amerikanischem Festland an. John Smith, einer der Anführer der ersten Ansiedlung in Virginia, lernt die Eingeborene Pocahontas, eine Prinzessin der Powhatan-Indianer, kennen und lieben. Doch die Harmonie ist nur von kurzer Dauer. Kräfte auf Smiths sowie auf Pocahontas' Seite sorgen dafür, dass nicht nur die Liebe der beiden zum Scheitern verurteilt ist.

Im Jahr 1607 legen drei britische Schiffe im jungfräulichen Virginia an. Kolonialisten stoßen auf Eingeborene. Unter den Neuankömmlingen befindet sich auch der Abenteurer John Smith, der bei einem Erkundungszug dem Tod ins Auge blickt und von einer namenlosen Häuptlingstochter gerettet wird. Hals über Kopf verlieben sich die beiden ineinander. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Denn sowohl Smiths Gefolgsleute als auch die Indianer sorgen dafür, dass nicht nur deren Liebe auf brutalste Weise zerstört wird.

Kritik

Zelluloid-Visionär Terrence Malick entwirft sieben Jahre nach seinem meisterhaften Kriegsfilm "Der schmale Grat" mit der ihm eigenen impressionistischen Ästhetik eine weitere esoterische Betrachtung über die Zerstörungswut der Menschheit und geht dabei zum Sündenfall zurück, als Alte erstmals auf Neue Welt trifft.

An dem Drehbuch begann Malick bereits vor 25 Jahren zu arbeiten, wobei ihm die Pocahontas-Legende als historischer Hintergrund für den tragischen Aufeinanderprall von zerstörerischer Zivilisation und unberührter Natur diente. Ausgangspunkt ist das Jahr 1607, als drei englische Schiffe im heutigen Virginia anlegen. Es folgt eine mit Humor versetzte "Beschnupperungsszene" zwischen den Kolonialisten und den Eingeborenen sowie die Freisprechung von Captain John Smith (Colin Farrell), dem für Meuterei die Hinrichtung gedroht hatte. Wenig später blickt er bei einer Erkundungsexpedition im unbekannten Territorium erneut dem Tod ins Auge, doch diesmal wird er durch die Intervention der jungen Pocahontas (beeindruckend: Newcomerin Q'Orianka Kilcher, beim Dreh gerade 14 Jahre alt), Tochter des Königs Powatan (August Schellenberg), gerettet. Zwischen den beiden entwickelt sich durch den behutsamen Austausch ihrer Kultur und Sprache eine verspielte Freundschaft und schließlich auch eine zarte Romanze, womit das Ideal der Annäherung zwischen zwei verschiedenen Welten beschrieben wird. Doch das Idyll währt nicht lange, denn die anderen englischen Siedler und die Eingeborenen stehen in zunehmendem Konflikt miteinander, und die symbolische Vertreibung aus dem Paradies beginnt. So lebt Pocahontas von ihrem Vater verstoßen unter den Siedlern, die aus diversen niederträchtigen Charakteren bestehen, die rücksichtslos Land und Leute schänden. Dies steht in Kontrast zu den Indianern, die "weder Habgier noch Eifersucht kennen". Von Smith, der letztlich nicht mehr als ein arroganter Abenteurer ist, wird Pocahontas feige verlassen, indem er ihr seinen Tod vorgaukeln lässt. Pocahontas' Domestizierung ist damit jedoch nicht beendet. Sie heiratet den Engländer John Rolfe (Christian Bale) und landet schließlich sogar in London. Trotz neuer Kleidung und Umgangsformen ist sie ein unschuldiges Naturkind mit beschämend großem Herz geblieben, deren Lebensessenz in der in jeder Hinsicht kalten Umgebung langsam ausblutet.

Für Malick stellt "The New World" den vierten Film seiner 32 Jahre umspannenden Karriere dar. Dass er ein Mann ohne Eile ist, spiegelt sich auch in seinen bedächtigen Bildkompositionen voller lyrischer Aussagekraft. Unterlegt zum wiederkehrenden Klangmotiv von Wagners "Das Rheingold" kreiert er atemberaubende Aufnahmen unberührter Landschaften, die elegant-elegisch esoterische Einsichten in die zerbrechliche Schönheit von Mutter Natur evozieren. Im starken Kontrast dazu steht Fort James, das sich wie ein hässliches Schandmal für die grausame Ignoranz der Siedler ausnimmt. Kameramann Emmanuel Lubezki ("Sleepy Hollow") filmte dabei gänzlich mit natürlichem Licht, was in Kombination mit Wolken verhangenen Himmeln zu einer gedeckten Farbpalette führt. Neue Publikumshorizonte wird Malick mit seinem meditativen filmischen Mahnmal (trotz kurz entschlossener Kürzung von 16 Filmminuten auf dem letzten Drücker) vielleicht nicht erschließen - dafür erweisen sich auch die spärlichen Dialoge und die Voiceover aus verschiedenen Perspektiven zu sperrig - doch Freunde seiner unkonventionellen Kunst werden erneut fasziniert sein. ara.

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Info

Plakat des Films: The New World
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 02.03.2006

USA 2005

Länge: 2 h 15 min

Genre: Drama

Originaltitel: The New World

Regie: Terrence Malick

Drehbuch: Terrence Malick

Musik: James Horner

Produktion: Sarah Green

Kostüme: Jacqueline West

Kamera: Emmanuel Lubezki

Schnitt: Hank Corwin, Richard Chew, Saar Klein, Mark Yoshikawa

Ausstattung: Jack Fisk

Website: http://www.thenewworld-derfilm.de

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