Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Mira Nairs leise berührender und auch humorvoller Film über eine indische Emigrantenfamilie in Amerika.

Kinostart: 07.06.2007

Irrfan Khan

Irrfan Khan
als Ashoke Ganguli

Kal Penn

Kal Penn
als Gogol Ganguli

 Tabu

Tabu
als Ashima Ganguli

Zuleikha Robinson
als Moushumi

Brooke Smith
als Sally

Jacinda Barrett
als Maxine

Die Handlung von The Namesake - Zwei Welten, eine Reise

Ein Zugunglück nimmt der junge Inder Ashoke (Irfan Khan) zum Anlass, die Heimat zu verlassen und sein Glück in Boston zu versuchen. Zwei Jahre später holt der Ingenieur seine per arrangierter Ehe angetraute Braut Ashima (Tabu) nach, um eine Familie zu gründen. Die neue Heimat bleibt ihr fremd, erst mit der Geburt zweier Kinder versöhnt sie sich mit Amerika. Als Sohn Gogol (Kal Penn) Jahre später in Yale studiert und den Familiennamen ablegen will, findet er erst durch eine Tragödie zu den Wurzeln seiner Eltern zurück.

Zwei Welten, das farbenfrohe Indien und ein kühl-modernes Amerika sind die beiden Gegensätze, deren schwierige Vereinigung die indische Regisseurin Mira Nair ("Salaam Bombay") selbst, als auch ihr sensibles, mit leisem Humor aufgelockertes Familiendrama bewegen.

In Amerika will der junge Inder Ashoke mit seiner Braut eine Familie gründen. In der arrangierten Ehe ist Ashima ihr Mann anfangs so fremd wie das neue Land. Doch mit der Geburt der zwei Kinder akzeptiert sie ihre neue Heimat. Als Sohn Gogol erwachsen ist und in Yale studiert, legt er seinen Geburtsnamen ab, entfernt sich endgültig von seinen Wurzeln und seinen Eltern, bis ihm eine Tragödie die Augen öffnet.

Ashoke heiratet - wie von seiner Familie arrangiert - die junge Ashima und nimmt die junge Braut mit aus dem heißen Bengal ins eiskalte Brooklyn. Sie lernt ihn zu lieben und auch ein bisschen ihre neue Heimat, auch wenn ihr ihre Familie daheim in Indien fehlt. Sie bekommen einen Sohn und nennen ihn erst einmal Gogol wie den gleichnamigen Autor, den Ashokes Großvater so schätzte. Gogol wächst wie ein Amerikaner auf und verliebt sich in eine Amerikanerin. Als sein Vater stirbt, wendet er sich wieder etwas mehr den indischen Traditionen zu.

Kritik zu The Namesake - Zwei Welten, eine Reise

Mira Nairs zärtlicher und berührender Familienfilm über das Leben indischer Emigranten in Amerika.

Nach den zwei US-Projekten "Hysterical Blindness" und "Vanity Fair" spiegelt diese indisch-amerikanische Koproduktion Mira Nairs eigene Situation: die Seele lebt in Indien, die Arbeit wartet im Ausland. Um diese Zerrissenheit geht es auch in Nairs makelloser Verfilmung des Debütromans der Pulitzer-Preisträgerin Jhumpa Lahiri und darüber hinaus um den Zauber von Indien, den Lernprozess der Generationen und die große abenteuerliche Reise, die das Leben darstellt. Sie beginnt mit einem Zugunglück, das für den jungen Ashoke zum Impuls wird, Indien zu verlassen und sein Glück in Boston zu versuchen. Zwei Jahre später holt der Ingenieur (Irrfan Khan) nach arrangierter Eheschließung seine Braut Ashima (Tabu) nach, reduziert sich die Farbenpracht Indiens zum monotonen Grauweiß des amerikanischen Winters. Das erste in der Fremde geborene Kind nennen sie unter dem Druck, anders als in der Heimat sofort einen Namen finden zu müssen, Gogol - nach Ashokes Lieblingsautor. Bis Gogol erwachsen ist, behält er den provisorischen Namen. Dann wird ihm die Verbindung zu dem einsamen, vom Wahn zerfressenen russischen Genie, aber auch zu seinen Eltern peinlich. Er studiert in Yale, nimmt einen westlichen Namen und die Familie seiner reichen amerikanischen Freundin als seine neue an und vergisst die eigene völlig. Erst eine Tragödie führt ihn zurück, öffnet ihm die Augen über seine Wurzeln und die wahre Bedeutung seines russischen Vornamens, in dem sich die Dankbarkeit seines Vaters über sein geschenktes Leben verbarg. Sensibel begleitet Nair den problematischen Assimilierungsprozeß der Elterngeneration, zeigt aber auch die Schwierigkeit der Kinder, in der neuen amerikanischen Heimat die Bräuche der indischen Vorfahren am Leben zu erhalten. Fremd in der Heimat, so erleben es die Kinder bei Besuchen in Indien, wo Armut, Enge, Chaos und unglaubliche Wunder faszinierend verschmelzen. Mit den indischen Stars Tabu und Irrfan Khan gibt es wunderbare Darsteller zu bestaunen, mit klugen Dialogen auch verbale Reife zu hören. Besonders anziehend aber ist der charmante leise Humor, der sich mit den emotionalen Momenten geglückt verbindet. Wer in Florian Gallenbergers kleinem Meisterstück "Schatten der Zeit" für sich eine Entdeckung machen konnte, wird auch in "The Namesake" fündig werden. kob.

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Info

Plakat des Films: The Namesake - Zwei Welten, eine Reise
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 07.06.2007

Indien/USA 2006

Länge: 2 h 2 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Namesake

Regie: Mira Nair

Drehbuch: Sooni Taraporevala

Musik: Nitin Sawhney

Produktion: Mira Nair, Lydia Dean Pilcher

Kostüme: Arjun Bhasin

Kamera: Frederick Elmes

Schnitt: Allyson C. Johnson

Ausstattung: Stephanie Carroll

Website: http://www.TheNamesake-derfilm.de