Kinostart: nicht bekannt

Claire Danes

Claire Danes
als Julie

Omar Epps

Omar Epps
als Line

Giovanni Ribisi

Giovanni Ribisi
als Pete

Dennis Farina
als Captain Adam Greer

Josh Brolin
als Billy Waiters

Steve Harris
als Detective Briggs

Richard Jenkins
als Detective Robert Mothershed

Michael Lerner
als Howard

Larry Brandenburg
als Eckford

Lionel M. Smith
als Lanier

Michael O'Neill
als Greene

Stephen Kay
als Bald Dude

Sam McMurray
als Tricky

Bodhi Pine Elfman
als Gilbert Skinny Freak

Handlung

Drei jugendliche Delinquenten, die Drogenkriminelle Julie, der Brandstifter Lincoln und der Gelegenheitsdieb Pete, geraten an den sozial engagierten Detective Greer, der sie vor die Wahl stellt, entweder ihre Strafe abzusitzen oder als Undercoverspitzel für das L.A.P.D. zu arbeiten. Die Kids entscheiden sich für letzteres, nur um prompt in Mordverdacht zu geraten, als Greer bald darauf erschossen aufgefunden wird. Auf eigene Faust und ohne jede Hilfe nehmen sie die Ermittlungen auf und stoßen in ein Wespennest von Korruption.

Entweder ihre Strafe absitzen oder Spitzel für die Polizei spielen - vor dieser Wahl stehen drei jugendliche Straftäter. Als Spitzel haben sie aber bald eine Menge Ärger am Hals. Mittelmäßiger Teenie-Thriller, der unentschlossen zwischen Actionfilm und Slapstick schwankt.

Kritik

Hollywood kann es nicht lassen, im schier unerschöpflichen Ideenpool von nostalgischen TV-Serien nach Inspiration zu angeln. Doch auf jeden großen Wurf wie "Mission: Impossible" oder "Auf der Flucht" kommmen stets wenigstens drei Flops vom Kaliber "Mit Schirm, Charme und Melone" oder "Flipper". Eher zweitgenannter Kategorie läßt sich auch die Filmadaption der Krimiserie "The Mod Squad" zurechnen, die in den USA von 1968 bis 1973 ausgestrahlt wurde. Die drei als Undercovercops rekrutierten jugendlichen Misfits, die bei der Verbrechensbekämpfung keine Waffen tragen dürfen, werden zwar von den vielversprechenden Jungmimen Claire Danes ("William Shakespeare's Romeo & Julia"), Giovanni Ribisi ("Der Soldat James Ryan") und Omar Epps ("Scream 2") porträtiert, dennoch kann sich der altbackene Aufguß nicht einmal annähernd mit einer beliebigen Folge der ähnlich konzipierten 80er-Serie "21 Jump Street" messen, die einst Johnny Depp als Karrieresprungbrett gereichte.

Scott Silvers ("Johns") Inszenierung gleicht ein ums andere Mal einer fotogen präsentierten Levis-Werbung (die Firma brachte eine spezielle "Mod Squad"-Kollektion auf den Markt), doch weder Spannungsbogen noch Schauspielerführung zählen zu den ausgewiesenen Stärken des jungen Regisseurs. Abgesehen von der Besetzung des Protagonisten-Kleeblatts, einigen optischen Musikvideo-inspirierten Spielereien in punkto Schnitt und Ausleuchtung und einem Modern-Rock-Soundtrack wartet dieses kränkelnde Retro-Remake mit einer verschlafen vorgetragenen Story von Mord, Teenprostitution, Drogenhandel und Polizeikorruption auf. Auch die Anreicherung der oft albernen Dialoge mit den obligatorischen Profanitäten und bieder-angedeutete Sexszenen können nicht darüber hinwegdeuten, daß diese MGM-Veröffentlichung ihr Verfallsdatum längst überschritten hat. Selbst die schauspielerischen Leistungen sind nicht ohne Makel: Danes' schlagkräftige, ehemalige Junkiebraut Julie strahlt statt der angepeilten Coolheit eher arrogante Blasiertheit aus. Momente fragiler Gefühle (Josh Brolin als ihr Exfreund erweist sich als lausiger Zuhälter) haben wenig Tiefgang, so daß sich auch zwischen ihr und Ribisi nicht der kleinste Funken Emotionalität regen will. Ribisi als der auf die schiefe Bahn geratene Sohn aus reichem Haus bleibt hier seiner in "Ganz normal verliebt" erprobten und reichlich nervtötenden Masche mit peinlichem Effekt treu. Lediglich Epps als afroamerikanischer Brandstifter versteht es, sich recht elegant durch das Geschehen zu manövrieren, das vom jugendlichen Zielpublikum in den USA mit kalter Schulter ignoriert wurde. ara.

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Info

Plakat des Films: The Mod Squad

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Genre: Thriller

Originaltitel: The Mod Squad

Regie: Scott Silver

Drehbuch: Scott Silver, Stephen Kay, Kate Lanier

Musik: BC Smith

Produktion: Alan Riche, Ben Myron, Tony Ludwig

Kostüme: Arianne Phillips

Kamera: Ellen Kuras

Schnitt: Dorian Harris

Ausstattung: Patrick Sherman, Andrew Cahn

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