Romantischer Thriller aus dem Nachkriegsberlin, in dem ein amerikanischer Kriegskorrespondent und seine ehemalige Geliebte in einen Mordfall verwickelt werden.

Kinostart: 01.03.2007

George Clooney

George Clooney
als Jake Geismar

Cate Blanchett

Cate Blanchett
als Lena Brandt

Tobey Maguire

Tobey Maguire
als Tully

Beau Bridges
als M

Tony Curran
als Danny

Leland Orser
als Bernie Teitel

Jack Thompson
als Abgeordneter Breimer

Robin Weigert
als Hannelore

Ravil Isyanov
als General Sikorsky

Die Handlung von The Good German

Kurz nach Kriegsende 1945 soll der amerikanische Militärkorrespondent Jake Geismer (George Clooney) über die Potsdamer Konferenz in Berlin berichten. Mit Fahrer Tully (Tobey Maguire) im Schlepptau sucht er aber auch nach seiner Ex-Geliebten Lena Brandt (Cate Blanchett), deren untergetauchter Mann Emil (Christian Oliver) von den Besatzungsmächten gesucht wird. Ein Mordfall bringt alle Beteiligten schnell in Lebensgefahr. Denn Colonel Muller (Beau Bridges) und andere Alliierte wollen das Verbrechen vertuschen.

In Schwarzweiß gedrehter romantischer Thriller im ausgebombten Berlin, mit dem Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven") Graham-Greene-Terrain betritt. Sein Lieblingsstar George Clooney gerät zwischen Schwarzmarkt, Mordmystery und Spionage in die Schusslinie.

Im Berlin der Nachkriegszeit soll der US-Kriegskorrespondent Jake Geismar über die Potsdamer Konferenz berichten. Tatsächlich will er aber Kontakt mit seiner ehemaligen Geliebten Lena Brandt aufnehmen, deren untergetauchter Ehemann von der amerikanischen und der russischen Armee gesucht wird. Schnell wird Geismar jedoch in einen Mordfall verwickelt, den die Alliierten zu vertuschen versuchen und der alle Beteiligten in Lebensgefahr bringt.

Der US-Kriegsreporter Jake Geismar kehrt nach Berlin zurück, um von der Potsdamer Konferenz zu berichten. Mit Hilfe seines zwielichtigen Chauffeurs nimmt er Kontakt zu seiner Ex-Geliebten Lena auf, deren untergetauchter Ehemann sowohl von den amerikanischen als auch den sowjetischen Militärs gesucht wird. Da wird sein Fahrer tot aus dem Wasser gefischt, und Geismar steckt mittendrin in einem rätselhaften Komplott, das alle Beteiligten krampfhaft zu vertuschen suchen.

Kritik zu The Good German

Vor "Ocean's Thirteen" wartet Steven Soderbergh gewohnt experimentierfreudig mit einer "Casablanca"/"Der dritte Mann"-angehauchten Hommage an den Film noir der 40er-Jahre auf.

Bereits zum fünften Mal arbeitet er mit seinem "Ocean"-Star George Clooney, der fotogen in der Bogart-Rolle des in schwarz-weiß gefilmten Nachkriegsthriller auftritt. Die undurchsichtige Story um ein tragisches Liebesdreieck vor dem Hintergrund internationaler Intrige wurde vom "Quiz Show"-Skripter Paul Attanasio anhand von Joseph Kanons Bestseller "In den Ruinen von Berlin" adaptiert. Der dabei angeschlagene Erzählton mutet ebenso wie der wuchtige Score von Thomas Newman gezielt genretypisch melodramatisch an. Klassisch ist auch der stillvoll schattenreiche Look, den der kameraführende Soderbergh (erneut unter dem Pseudonym Peter Andrews) mit typischen Techniken der inspirierenden Originale wie Hintergrund-Projektionen und dem Verwenden von Linsen der damaligen Ära erzielt. Entschieden von der Tradition der Klassiker weicht der Film mit der expliziten Darstellung von Sex und Gewalt ab, womit eine moderne Komponente in die strikt nostalgische Retro-Übung eingebracht wird.

Der amerikanische Korrespondent Jake Geismar befindet sich 1945 in Berlin zur Berichterstattung über die Potsdamer Konferenz. Sein Armeefahrer Tully (ein gegen den Strich besetzter Tobey Maguire) erweist sich als sadistischer Schwarzmarkthändler, der Jake ein Schäferstündchen mit seiner ehemaligen Flamme vor Kriegsanbruch anbietet. Lenas (Cate Blanchett) Schicksal als Kriegsgeschändete und Prostituierte nimmt Jake schwer mit und er will ihr helfen, Berlin zu verlassen. Doch ein brutaler Mord, verdeckte Machenschaften der Alliierten, die die Top-Wissenschaftler des Nazi-Regimes anwerben, und die Suche nach Lenas angeblich totem Ehemann, der eine Schlüsselrolle spielt, komplizieren Jakes noble Absichten.

Blanchett fasziniert als mysteriöse Figur, die ebenso schön wie geheimnisvoll ist, und somit Erinnerungen an die Filmikonen Marlene Dietrich und Greta Garbo wachruft. Allerdings werden die traumatischen Erlebnisse von Blanchetts Figur in diesem Neo-Noir nicht nur angedeutet, sondern schonungslos in Szene gesetzt. Ausgezeichnet zur Atmosphäre tragen die Schauwerte der eleganten Kostüme und Ausstattung bei. In Abwandlung von "Casablanca" wird das Team Soderbergh und Clooney mit diesem "Play It Again" nun für immer Berlin ihren Stempel aufgedrückt haben. ara.

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Info

Plakat des Films: The Good German
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 01.03.2007

USA 2006

Länge: 1 h 48 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Good German

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Paul Attanasio

Musik: Thomas Newman

Produktion: George Clooney, Steven Soderbergh, Gregory Jacobs, Ben Cosgrove

Kostüme: Louise Frogley

Kamera: Steven Soderbergh

Schnitt: Steven Soderbergh

Ausstattung: Philip J. Messina

Website: http://www.thegoodgerman.de