Psychothriller über einen erfolgreichen Karrieristen, in dessen Beziehungsleben sich ein alter Freundschaft suchender Bekannter drängt.

Kinostart: 26.11.2015

Jason Bateman

Jason Bateman
als Simon

Joel Edgerton

Joel Edgerton
als Gordo

Rebecca Hall

Rebecca Hall
als Robyn

David Denman
als Greg

Busy Philipps
als Duffy

Allison Tolman
als Lucy

Beau Knapp
als Detective Walker

Wendell Pierce
als Detective Mills

Katie Aselton
als Joan

Handlung

Nach einer Fehlgeburt wagen Robyn und Ehemann Simon mit einer geografischen und beruflichen Veränderung einen Neuanfang. Aus der zufälligen Begegnung mit Simons Ex-Mitschüler Gordo, der aufdringlich die Freundschaft des Paars sucht, entwickelt sich eine unangenehme Situation, die als Bedrohung wahrgenommen wird, als Gordo sich als notorischer Lügner entpuppt. Doch mit der Wahrheit nehmen es auch andere nicht genau, wie Robyn nach einer Entdeckung feststellen muss, die in Frage stellt, wer hier Täter und Opfer ist.

Kritik

Im Regiedebüt des australischen Darstellers Joel Edgerton verschwimmen Gut und Böse, Beschenken und Bestrafen.

Seit 20 Jahren steht Edgerton vor der Kamera, zuletzt als Pharaoh in "Exodus: Götter und Könige". Gelernt hat er dabei einiges, das zeigt sein versiert nach eigenem Drehbuch inszeniertes Stalkerdrama, das mit gut dosierten Spannungseffekten und nur wenigen reißerischen Elementen dem formelhaften Genre des Ich-will-dein-Leben-Thrillers frischen Wind einhaucht.

Edgerton spielt mit vertrautem Plotmuster, lässt seinen Protagonisten in einer Dialogszene dieses Szenario sogar ausformulieren und öffnet dann eine Tür, die ein neue Perspektive zeigt, vielleicht aber auch gleichzeitig die alte bestätigt. Uneindeutigkeit ist eine potente Waffe des Films - erzählerisch wie auch visuell, wenn mit Unschärfen gearbeitet wird, aus denen sich plötzlich Bedrohungen materialisieren können oder nur in den Erwartungen des Zuschauers verbleiben. Dieser muss Geduld mitbringen, denn Edgerton entwickelt ganz behutsam seinen Stoff und eine Atmosphäre der Beunruhigung und Bedrohung, als seine Hauptfiguren, das Ehepaar Simon und Robyn, in eine neue Nachbarschaft ziehen und dabei einen Stalker auf den Plan rufen. Gordo (Edgerton) gibt sich als ehemaliger Mitschüler Simons (Jason Bateman) zu erkennen, sucht dessen Freundschaft und die Nähe zu Robyn (nuanciert fragil: Rebecca Hall), deren Mitgefühl vom Misstrauen ihres Mannes gekontert wird. Eine Zeitlang scheint dieses begründet, sterben die Zierfische, verschwindet der Hund, scheint es unheimliche Hausbesuche zu geben, die Robyn beängstigen.

Mit einer überraschenden Enthüllung verlässt "The Gift" schließlich das Formelhafte, hinterfragt bisherige Täter- und Opferzuordnungen und mündet schließlich in ein perfides Finale, das unterschiedliche Interpretationen zulässt. Am Ende wirkt das Misstrauen Simons so begründet wie die Motive eines sichtbar psychisch gestörten Manipulators nachvollziehbar. Eine clevere Gratwanderung zwischen Drama und Thriller, bei der Edgerton atmosphärisch-inszenatorisch viele richtige Entscheidungen trifft, durch eigene Verkleidungsauftritte Verstörungen für das Unterbewusstsein implantiert und den Schauplatz der Action größtenteils in die moralischen Instanzen des Zuschauers verlegt. kob.

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Info

Plakat des Films: The Gift
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 26.11.2015

USA 2015

Länge: 1 h 49 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Gift

Regie: Joel Edgerton

Drehbuch: Joel Edgerton

Musik: Saunder Jurriaans, Danny Bensi

Produktion: Jason Blum, Rebecca Yeldham

Kostüme: Terry Anderson

Kamera: Eduard Grau

Schnitt: Luke Doolan

Ausstattung: Richard Sherman

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