Bildgewaltiges Meisterstück über einen schwer verletzten Stuntman der Stummfilmzeit, der einem kleinen Mädchen eine fantastische Geschichte erzählt, die beider Leben verknüpft.

Kinostart: 12.03.2009

Lee Pace

Lee Pace
als Roy Walker/ Blue Bandit

Catinca Untaru
als Alexandria

Justine Waddell
als Schwester Evelyn

Robin Smith
als Luigi

Julian Bleach
als Orangenpfl

Leo Bill
als Darwin

Emil Hostina
als Alexandrias Vater

Sean Gilder
als Walt Purdy

Ronald France
als Otto

Grant Swanby
als Pater Augustine

Aiden Lithgow
als Alexanders Bote

Handlung

Stuntman Roy (Lee Pace) landet 1915 mit gebrochenen Beinen in einem Krankenhaus von Los Angeles, wo er die kleine Alexandria (Catinca Untaru) trifft, deren Arm in einer Schlinge liegt. Aus Schmerz über den Verlust einer großen Liebe erzählt er ihr eine abenteuerliche Geschichte von fünf mythischen Helden, die einen Rachefeldzug gegen den Tyrann Odious (Daniel Caltagirone) planen. Im Verlauf der Geschichte verschwimmen Realität und Fiktion.

Einen verblüffenden Bilderrausch hat Tarsem Singh in der Nachfolge zu seinem Debüt "The Cell" erschaffen. Während er der Fantasie freien Lauf lässt und sich vor dem Stummfilm verneigt, schwelgt sein episches Abenteuermärchen in prächtigen Bauten, Landschaften und Kostümen.

Kalifornien, 1915. Die Beine gebrochen und auch das Herz, liegt Stuntman Roy im Hospital und erzählt der kleinen Alexandria, die den Arm in der Schlinge trägt, eine abenteuerliche Geschichte. Eine Geschichte von fünf Helden aus verschiedenen Kulturkreisen, die Rache nehmen an einem mächtigen Mann, der ihr Leben zerstörte. Eine Geschichte, die auch von Roys Unglück beeinflusst wird, das ihn in die Verzweiflung treibt.

Kalifornien, 1915. Die Beine gebrochen und auch das Herz, liegt Stuntman Roy im Hospital und erzählt der kleinen Alexandria, die den Arm wegen einer Fraktur in der Schlinge trägt, eine abenteuerliche Geschichte. Eine Geschichte von fünf Helden aus verschiedenen Kulturkreisen, die Rache nehmen an einem mächtigen Mann, der ihr Leben zerstörte. Eine Geschichte, die auch von Roys Unglück beeinflusst wird, das ihn in die Verzweiflung treibt. Und immer stärker fließt auch Alexandrias Fantasie in die Saga ein und gibt ihr ihre Form.

Kritik

Zwei Jahre nach der Berlinaleaufführung kommt Tarsem Singhs Nachfolger für "The Cell" in die Kinos. Das Warten auf dieses fantastische Märchen hat sich gelohnt, erhebt sich "The Fall" doch hoch aus der Masse der Kinokonfektion.

Schon die ersten perfekt durchkomponierten Minuten gehören zum Schönsten, was man seit Jahren gesehen hat. Eine Eisenbahn verharrt dampfend auf einer Brücke, während auf den Schienen der verlängerte Arm eines Krans, ein weit hinunter ins Tal greifendes Seil, ein Pferd aus einem Fluß zieht. Das ist der titelgebende Fall, der physische Ausdruck davon, der mit einem psychischen Absturz korrespondiert. Involviert ist Stuntman Roy (Lee Pace aus der Serie "Pushing Daisies"), der sich nach diesem Filmstunt die Beine gebrochen hat, sie vielleicht nie mehr bewegen kann. Schauplatz ist Kalifornien 1915, die Goldgräberzeit Hollywoods, in der D.W. Griffith "Birth of a Nation" drehte und der Stummfilm jeden bekannten narrativen Rahmen sprengte. Im Hospital lernt Roy die kleine Alexandria (niedlich, natürlich, begabt: Catinca Untaru) kennen, auch sie Opfer eines Sturzes. Ihr beginnt er Geschichten zu erzählen. Erst von Alexander, dem Großen, phonetisch nahe liegend, aber weltgeschichtlich auch ein großer Träumer, den Tarsem in ein wuchtiges Tableau platziert von rot-weißem Wüstensand und sattem Himmelblau. Das ist der Appetizer für die Hauptgeschichte von fünf Männern aus verschiedenen Kulturkreisen, die Rache nehmen wollen an einem mächtigen Mann, der ihr Leben zerstörte. Die Erzählung wird beeinflusst und unterbrochen von den Ereignissen im Hospital. Jede fiktive Figur hat eine Entsprechung in der wirklichen Welt. So ist Roy auch der maskierte Bandit, der das Heldenquintett führt, und sein Todfeind auch der Mann, der ihm auf der realen Ebene die große Liebe stahl. Die Fantasie bestimmt den Weg, den die Geschichte nimmt, in der schwimmende Elefanten die Helden befreien, mystische Männer sich aus leblosen Bäumen schälen, Sklavenkarawanen durch majestätische Wüsten ziehen, Prinzessinen entführt und Paläste erstürmt werden. Je weiter man aber in die Story, in ihr Herz, vordringt, desto stärker steuert sie das des Erzählers, der unaufhaltsam in eine tiefe Depression fällt. Auf der Basis des bulgarischen Films "Yo Ho Ho" inszeniert, ist Tarsems von David Fincher und Spike Jonze präsentierter Film weitgehend selbst finanziert. Ein echtes Wunder wie auch die Kostüme von Eiko Ishioka, die so markant sind wie in "The Cell" und Coppolas "Dracula", der auch musikalisch zitiert wird. "The Fall" ist ein gewaltiger Film, ein vier Jahre in über 20 Ländern gedrehter Bildersturm von grandioser Landschaft und Architektur, ohne Furcht vor Kitsch und Posing. Und gleichzeitig ein intimer, der die Macht der Fantasie feiert. Tarsem verbeugt sich vor dem Stummfilm, seinem Pathos, seinen Helden, von Keaton bis Valentino, aber auch vor dem großen Ludwig van. Beethovens elegisches Allegretto aus der 7. Sinfonie dominiert den Film, dessen größte Leistung am Ende ist, das man nicht weiß, was schöner ist - die Töne oder die Bilder. kob.

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Info

Plakat des Films: The Fall
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.03.2009

Großbritannien/Indien/USA 2006

Länge: 1 h 56 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Fall

Regie: Tarsem Singh

Drehbuch: Dan Gilroy, Tarsem Singh, Nico Soultanakis

Musik: Krishna Levy

Produktion: Tarsem Singh

Kamera: Colin Watkinson

Schnitt: Robert Duffy

Ausstattung: Ged Clarke

Website: http://www.thefall-film.de

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