Nach dem Reboot des Franchise mit "Batman Begins" bekommt es Batman unter der Regie von Christopher Nolan erneut mit dem Joker zu tun.

Kinostart: 13.11.2015

Christian Bale

Christian Bale
als Bruce Wayne/ Batman

Heath Ledger

Heath Ledger
als Joker

Michael  Caine

Michael Caine
als Alfred

Maggie Gyllenhaal
als Rachel Dawes

Gary Oldman
als Lt. James Gordon

Aaron Eckhart
als Harvey Dent

Morgan Freeman
als Lucius Fox

Handlung

Seit Batman (Christian Bale) Ra's Al Ghul besiegt hat und Scarecrow spurlos verschwunden ist, ergreift er mit Polizeichef Gordon (Gary Oldman) und Bezirksstaatsanwalt Dent (Aaron Eckhart) die Initiative, Gotham City endgültig vom organisierten Verbrechen zu befreien. Ein ehrenwerter Plan, den der diabolische Joker (Heath Ledger) jedoch zu durchkreuzen weiß. Der tritt zunächst als Bankräuber in Erscheinung, legt aber bald die gesamte Stadt mit Terrorakten lahm.

Nach dem Hit "Batman Begins" kehrt Christopher Nolan zurück und lässt den dunklen Ritter im epochalen Kampf gegen das Böse fast verzweifeln. Das düstere Actiondrama prunkt mit sensationeller VIP-Besetzung, darunter der jüngst verstorbene Heath Ledger ("Brokeback Mountain").

Nach seinem Erfolg in der Bekämpfung von Ra's Al Ghul und dem spurlosen Verschwinden der Scarecrow macht sich Batman daran, mithilfe von Polizeichef Gordon und dem Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent dem organisierten Verbrechen in Gotham den Todesstoß zu versetzen. Er hat die Rechnung nicht mit dem Joker gemacht, der zunächst als Bankräuber auftritt, schließlich aber viel diabolischere Absichten offenbart: Mit gezielten Terrorakten bringt er die öffentliche Ordnung in der Stadt zum Einbruch.

Nach seinem Erfolg in der Bekämpfung von Ra's Al Ghul macht sich Batman daran, mit Hilfe von Polizeichef Gordon und dem Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent dem organisierten Verbrechen in Gotham den Todesstoß zu versetzen. Er hat die Rechnung nicht mit dem Joker gemacht, der zunächst als Bankräuber auftritt, schließlich aber viel diabolischere Absichten offenbart: Mit gezielten Terrorakten bringt er die öffentliche Ordnung in der Stadt zum Einbruch.

Kritik

Nachdem er Warners Parade-Franchise vor drei Jahren mit "Batman Begins" erfolgreich wieder auf Null gestellt hatte, ist der zweite Ausflug des Briten Christopher Nolan in die Welt des Dunklen Rächers a) eine der brillantesten Comic-Verfilmungen überhaupt, b) eine dem Vorgänger in allen Belangen überlegene Fortsetzung, c) ein überragend geplottetes und gespieltes Unterwelt-Epos, d) eine im Rahmen einer Batman-Geschichte verankerte Bestandsaufnahme, wie die beständige Angst vor Terror eine ganze Gesellschaft verändert, und e) ein Meisterwerk.

Jetzt wissen wir's: "Batman Begins" war nur die Ouvertüre, eine Absichtserklärung, die berühmte Comicfigur von DC Comics in Form einer Rhapsodie in Pechschwarz mit neuem Leben zu füllen. Ernst sollte man ihn wieder nehmen können, diesen Bruce Wayne, den Joel Schumacher zuletzt mit Gumminippeln und Schrittschutz zur Witzfigur degradiert hatte. Das ist Nolan mit Hilfe seines Hauptdarsteller Christian Bale gelungen, auch wenn man sich bisweilen fühlte, als befände man sich in der düstersten Therapiesession der Filmgeschichte. Rückblickend ergibt der psychoanalytische Ansatz allerdings durchaus nachhaltigen Sinn, denn er erweist sich als grundsolide Basis für die Fortsetzung, die ihren Titel - "Dark Knight", also "Dunkler Ritter" - wie ein Ehrenabzeichen trägt: ein Film, ebenso grimmig und düster wie der Vorgänger, aber lebendiger und dringlicher und wahrhaftiger, ohne den sauertöpfischen Ton, der einem den Spaß an "Batman Begins" bisweilen verleidete. Für Christopher Nolan ist die packende Konfrontation Batmans mit einem schier unbesiegbaren Gegner der lange erhoffte Befreiungsschlag. Nichts wirkt eitel oder selbstgefällig, die deutlich erkennbare größere Ambition, das Bedürfnis, innerhalb dieser klar definierten Welt etwas zu erzählen, was ihm am Herzen liegt, hat zwangsweise Nolans Sinne geschärft: Für Mätzchen ist kein Platz in diesem aufregenden Epos. Eingebettet in ein unverkennbar im Comic-Universum Batmans verankertes Abenteuer, will Nolan nicht nur unterhalten, sondern auch ein relevantes Statement abgeben, was die Jahre nach 9/11 mit der ständigen Bedrohung durch Terrorakte aus der Gesellschaft gemacht haben. Und doch ist alles dem komplizierten Plot untergeordnet, in dem Batman sich bereitwillig einreiht in ein Quintett gleichberechtigter Hauptfiguren, deren Entscheidungen jeweils unmittelbar Konsequenzen für das Schicksal der anderen haben.

Es kann eben nichts einfach sein, wenn man es mit einem Gegenspieler wie dem Joker zu tun bekommt, über dessen Späße nur er selbst lachen kann: Heath Ledger spielt ihn beängstigend in einer jetzt schon legendären Performance, mit weiß verschmiertem Gesicht, schmierigen Haaren und einer Zunge, die unentwegt nervös über den vernarbten Mund fährt. Von der Unterwelt Gothams engagiert, um dem Batman die Stirn zu bieten, ist der Witzbold der ultimative Nihilist, der Feind, dem man nicht weh tun kann, weil ihm nichts wichtig ist sieht man vom Herbeiführen des totalen Chaos einmal ab. Seine Präsenz hinterlässt ihre Spuren nicht nur im Leben von Batmans Alter ego Bruce Wayne, sondern auch bei dessen Verflossener, der Journalistin Rachel (Maggie Gyllenhaal ersetzte Katie Holmes, die man keine Sekunde vermisst), die mit dem neuen Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent liiert ist, und Batmans engstem Vertrauten, Lt. Jim Gordon.

Je wahnwitziger die Taten des Jokers werden, desto stärker arbeitet Nolan seine Themen heraus: Um die Unmöglichkeit des Heldentums in unserer Welt geht es, um Verantwortung, um Integrität, und immer wieder um Entscheidungen, die hier auch schmerzhaft tödliche Folgen haben: Wie kann man dem eigenen Wertesystem treu bleiben, wenn man einem Gegner beikommen will, dem nichts heilig ist, fragt der Film. Seine Antworten sind explosiv und dramatisch, eingebettet in Actionszenen, die andere Regisseure vielleicht noch besser hinbekommen könnten. Beklagen muss man sich dennoch nicht: "Dark Knight" steht und fällt nicht mit seiner Action, sondern mit einer Story, die fesselt, weil einem hier bewusst wird, dass sich Gut und Böse in einer komplexen Welt nicht so einfach unterscheiden lassen: Wer heute noch Held ist, kann morgen schon Monster sein. Christopher Nolans Film spielt diese Überlegung in allen denkbaren Schattierungen durch und steht am Ende da mit einem Film, der sich einfachen Lösungen verweigert und trotzdem das Zeug zum Blockbuster hat. Weil es aufregender einfach nicht geht. ts.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 13.11.2015

USA 2008

Länge: 2 h 32 min

Genre: Action

Originaltitel: The Dark Knight

Regie: Christopher Nolan

Drehbuch: Christopher Nolan, David S. Goyer, Jonathan Nolan

Musik: Hans Zimmer, James Newton Howard

Produktion: Charles Roven, Emma Thomas, Christopher Nolan

Kostüme: Lindy Hemming

Kamera: Wally Pfister

Schnitt: Lee Smith

Ausstattung: Nathan Crowley

Website: http://www.thedarkknight-derfilm.de

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